Yasmin Fahimi bei Medizinio
MdB Yasmin Fahimi zu Besuch bei Medizinio
14 Feb 2019
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3D / 4D Ultraschall ab 2021 verboten: Gründe und Folgen

3D 4D Ultraschall Verbot 2021 Grund

3D-Ultraschall | © kjekol / istock

Ab dem Jahr 2021 soll der 3D und 4D Ultraschall für Schwangere verboten werden. Diese Nachricht erschütterte Anfang des Jahres nicht nur den Medizintechnik-Markt, sondern auch werdende Eltern. Ab 2021 werden sie nämlich nicht mehr die Möglichkeit haben, ihr Ungeborenes auf einer 3D Ultraschall-Aufnahme oder im sogenannten ,Baby-TV', also in einem 4D Live-Video, anzuschauen.



3D / 4D Ultraschall-Verbot ab 2021: Gründe im Überblick

Grund für das Verbot des 3D und 4D Ultraschalls in der Schwangerschaft ist die neue Strahlenschutzverordnung, die Anfang des Jahres in Kraft getreten ist. Diese verbietet ab dem 1. Januar 2021 3D und 4D Ultraschall-Untersuchungen ohne medizinische Notwendigkeit.

Risiken und Gefahren einer Ultraschall-Untersuchung sind heutzutage auch nach langjährigen Studien und intensiver Forschungsarbeit im Bereich der Sonographie nicht bekannt. Dennoch stellt die Anwendung von Ultraschall-Geräten ohne medizinische Relevanz ein potentielles Risiko dar. Der Baby-Markt boomt und Medizintechnik kann nicht nur ein ausgebildeter Arzt erwerben. Die 3D / 4D Ultraschall-Untersuchung wird heute folglich auch von Nichtmedizinern durchgeführt. So haben sich auf dem freien Gesundheitsmarkt auch nichtmedizinische Unternehmen etabliert, welche die 3D und 4D Sonographie bei Ungeborenen anbieten.



Wie gefährlich ist der 3D /4D Ultraschall bei Ungeborenen?

Generell ist die 3D und 4D Ultraschall-Untersuchung so wie die gewöhnliche Ultraschall-Untersuchung auch unbedenklich. Dennoch warnen Experten davor, die 3D und 4D Sonographie ohne medizinische Notwendigkeit durchzuführen. Denn die Intensität des 3D Ultraschalls liegt durch die verbesserte Bildgebung deutlich über der Leistung der konventionellen Sonographie.

Experten warnen vor einer zu häufigen Ultraschall-Anwendung bei Ungeborenen ohne diagnostische Notwendigkeit auch aus einem anderen Grund. Denn die uneindeutige Rechtslage führte dazu, dass medizinische Ultraschall-Geräte mit 3D und 4D Funktion von Anwendern ohne medizinische Ausbildung für das sogenannte ,Baby-Kino' verwendet wurden. Die Gefahr einer 3D / 4D Ultraschall-Untersuchung ist also nicht nur auf den medizinischen Ultraschall an sich zurückzuführen, sondern vor allem auf die laienhaften Anwendung von Medizintechnik durch Dritte, die den 3D und 4D Ultraschall kommerzialisieren und daraus Profit schlagen wollen.



Gründe für die Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft

Die Ultraschall-Untersuchung während der Schwangerschaft dient vor allem dazu festzustellen, ob sich der Embryo normal entwickelt oder ob Auffälligkeiten auftreten. Aus diesem Grund gehört der Ultraschall international zu der Grundversorgung während der Schwangerschaft. In Deutschland werden die drei Basis-Ultraschalluntersuchungen von der Krankenkasse abgerechnet.

Frauen lassen in der Schwangerschaft dennoch häufiger Ultraschall-Untersuchungen durchführen als es die Mutterschafts-Richtlinien vorsehen. Dies hat laut der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) einen Grund: Oft werden durch die Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft beispielsweise Herzfehler bei Ungeborenen entdeckt.



3D / 4D Ultraschall-Verbot ab 2021: Folgen für Ärzte

Überraschend ist, dass gemäß dem heutigen Stand nur wenige Frauenarzt-Praxen von dem 3D und 4D Ultraschall-Verbot ab 2021 Bescheid wissen. Vor allem bei dem 3D und 4D Ultraschall für die Gynäkologie und Geburtshilfe bedeutet das ab dem 01. Januar 2021 in Kraft tretende Verbot große Veränderungen.

Jede Frauenarzt-Praxis, die beispielsweise die 3D Ultraschall-Untersuchung angeboten hat, muss in zwei Jahren auf die zusätzliche Einnahmequelle verzichten: Denn da der 3D und 4D Utraschall in der Schwangerschaft keine medizinische Relevanz hat und damit eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) darstellt, werden die Kosten der 3D und 4D Ultraschall-Untersuchung nicht von der Krankenkasse übernommen. Aufgrund des Verbots kann die 3D und 4D Ultraschall-Untersuchung ohne diagnostische Notwendigkeit ab 2021 nicht mehr abgerechnet werden.



3D / 4D Ultraschallgerät: Lohnt sich der Kauf überhaupt noch?

Die Ultraschall-Untersuchung sowie die Anwendung des 3D / 4D Ultraschall-Geräts ist immer noch erlaubt und darf von Ärzten uneingeschränkt zu diagnostischen Zwecken durchgeführt werden. Vor allem für präzise Diagnostik wie die Messung des Kopfumfangs des Embryos oder die Sichtbarkeit von Gehirnstrukturen ist laut dem Präsidenten des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. der 3D und 4D Ultraschall notwendig. Dennoch müssen sich Ärzte auf viele Fragen seitens werdender Eltern einstellen, wenn es um die Risiken einer Ultraschall-Untersuchung und speziell des 3D und 4D Ultraschalls geht.

Wir empfehlen unseren Kunden vor dem Kauf abzuwägen, ob sich die Investition in ein 3D / 4D Ultraschall-Gerät lohnt. Einerseits stellt ein solches Ultraschall-Gerät ein Alleinstellungsmerkmal der Frauenarzt-Praxis dar und ist für die medizinische Sonographie-Anwendung und präzise Ultraschall-Diagnostik während der Schwangerschaft elementar. Andererseits liegen die Kosten für ein 3D / 4D Ultraschallgerät deutlich über dem Preis eines herkömmlichen Ultraschall-Geräts.

Alle Informationen rund um den Kauf eines Ultraschallgeräts erhalten Sie hier.

Ultraschall-Gerät: Kosten im Überblick

ModellPreis
© Medizinio GmbH 2019
Ultraschallgerät ohne 3D / 4D Funktionca. 4.000 - 20.000 €
Ultraschallgerät mit 3D / 4D Funktionca. 14.000 - 100.000 €
Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.


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