MRT-Untersuchung: Ablauf, Dauer und Kosten

Die Kernspintomografie, die auch als Magnetresonanztomografie (MRT) bezeichnet wird, zählt zu den computergestützten bildgebenden Verfahren. Mittels MRT können sehr detailreiche Bilder vom Körperinneren ohne Röntgenstrahlen gemacht werden.

Es ist eine schonende Untersuchung, die heute bei vielen möglichen Erkrankungen zur Diagnose eingesetzt wird.

Hier finden Sie einen allgemeinen Überblick über den Ablauf und die Dauer einer MRT-Untersuchung. Verschaffen Sie sich ebenfalls Informationen über die Kosten und Vor- und Nachteile.


Ablauf und Dauer einer MRT-Untersuchung

Ärzte setzen die Kernspintomografie ein, um verschiedenste Krankheiten festzustellen beziehungsweise auszuschließen. Eine MRT-Untersuchung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. Vor einer Untersuchung findet immer ein Aufklärungsgespräch statt.

Dabei erklärt der Arzt (Radiologe) dem Patienten den gesamten Prozess, welche Risiken bestehen und ob es Alternativen gibt. Außerdem informiert er sich nach dessen Gesundheitszustand und prüft, ob Einwände gegen ein MRT vorliegen. Vor oder bei diesem Gespräch bekommt der Patient einen Aufklärungsbogen, welcher noch einmal die wichtigsten Informationen enthält.

Meistens liegen die Patienten auf dem Rücken auf einer Liege, die in das MRT-Gerät hineingefahren wird. Um eine gute Bildqualität zu erhalten, sollte man möglichst ruhig liegen. Zusätzlich werden Patienten bei einigen Untersuchungen gebeten, immer wieder einmal kurz den Atem anzuhalten. Während der kompletten Untersuchung werden die Patienten von medizinischen Personal über einen Bildschirm oder direkt vom Bedienraum überwacht.

Aus technischen Gründen erzeugen Kernspintomografen (MRT-Geräte) laute Klopfgeräusche. Deshalb können Patienten auf Wunsch über Kopfhörer nebenbei angenehme Musik hören, um zu entspannen. Des Weiteren werden für einige Untersuchungen intravenöses Kontrastmittel eingesetzt. Dies ist immer dann notwendig, wenn sehr ähnliches Gewebe oder Gewebeveränderungen voneinander abgegrenzt werden müssen. Das Kontrastmittel wird über einen dünnen Plastikkatheter während der Untersuchung in eine Armvene gespritzt. Außerdem hilft ein intravenöses Kontrastmittel bei der Untersuchung von Tumoren oder Entzündungsherden. Das bei der MRT eingesetzte Kontrastmittel ist nicht radioaktiv und wird im Allgemeinen gut vertragen.



MRT-Untersuchung: Kosten

Die Preise für eine MRT richten sich in Deutschland nach der Gebührenordnung für Ärzte und variieren je nach Organ und Aufwand der Untersuchung. Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für ihre Versicherten nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab. Spezielle Verfahren (Herz-MRT, Ganzkörperuntersuchungen, Gefäßdarstellungen etc.) werden von den gesetzlichen Versicherungen nur zum Teil oder gar nicht bezahlt, z. B. weil der Nutzen der Untersuchung bislang nicht belegt ist oder weil die Nebenwirkungen in Form von Fehl- und Überdiagnosen zu hoch sind.

In der folgenden Tabelle sind die geschätzten Preise für einzelne Körperregionen aufgelistet:

Kosten der MRT-Untersuchungen: Privat und gesetzlich versichert im Vergleich

MRT UntersuchungMRT Dauer (Bildaufnahme)MRT Kosten PrivatversicherteMRT Kosten gesetzlich Versicherte
Kopf30 Minuten255 – 460 €125 €
Knie30 Minuten140 – 350 €125 €
Schulter20 Minuten140 – 350 €125 €
Lendenwirbelsäule20 Minuten250 – 615 €125 €
Halswirbelsäule20 Minuten250 – 615 €125 €
Brustwirbelsäule20 Minuten250 – 615 €125 €
Rücken20 Minuten735 – 1835 €125 €
Brust20 Minuten235 – 420 €125 €
Ellenbogen30 Minuten140 – 250 €125 €
Herz60 Minuten250 – 450 €125 €
Hüfte20 Minuten140 – 250 €125 €
Lunge20 Minuten250 – 450 €125 €
Ganzkörper60 Minuten1000 – 2000 €1000 – 2000 €

© Medizinio GmbH 2018

MRT-Untersuchung: Vorteile und Nachteile der Kernspintomographie

Vorteil der MRT gegenüber anderen bildgebenden Verfahren wie der CT in der diagnostischen Radiologie ist die oft bessere Darstellbarkeit vieler Organe und Gewebearten. Die Resultate werden aus den verschiedenen Signalen, die von den unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften des Weichteilgewebes abgegeben werden, erfasst. Dabei kommt das Verfahren ohne potenziell schädliche Röntgenstrahlung aus. Manche Organe werden erst durch eine MRT-Untersuchung darstellbar (z. B. der Hirnstamm).

Ein Hauptnachteil der MRT ist, dass Metall am oder im Körper (z. B. Münzen, Schlüssel, Metallimplantate, Metallsplitter etc.) Nebenwirkungen und Bildstörungen verursachen könnten. Sie können sich eventuell erwärmen oder verlagern, also für den Patienten gefährlich sein. Moderne Metallimplantate stellen jedoch in der Regel kein Problem dar, da sie aus nichtmagnetischem Metall gefertigt sind. Ein weiterer Nachteil sind die hohen Kosten bei der Untersuchung, bei der Anschaffung eines MRT-Geräts und im Betrieb.

MRT-Untersuchung: Vorteile und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
Keine StrahlenbelastungHohe Kosten
Qualitativ hochwertigere DarstellungenMetall
Erfassung von GewebebildernLaute Geräusche
Erfassung von Tumoren, Entzündungen und VerletzungenDauer

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MRT-Untersuchung

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