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Punktionskanülen

Punktionskanülen spielen in der Medizin eine bedeutende Rolle bei diagnostischen Verfahren, Therapien und medizinischen Eingriffen. Diese speziellen Instrumente sind so konzipiert, dass sie das Einführen und Entfernen von Flüssigkeiten oder Gewebeproben aus dem Körper ermöglichen. Kaufen Sie hier vielfältige Punktionskanülen zu verschiedenen Verwendungszwecken.

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Was ist eine Punktionskanüle?

Punktionskanülen sind Kanülen, die speziell zur Punktion entwickelt wurden. Es handelt sich um lange, schlanke Hohlnadeln, über welche überwiegend Injektionen oder Flüssigkeitsentnahmen durchgeführt werden. Sie können auch als Mandrins zur Einführung von Kathetern dienen. Die Kanülen werden in vielfältigen Varianten für verschiedene Anwendungsbereiche angeboten. Je nach Verwendungszweck können Länge, Außendurchmesser und Schliff der Kanülen variieren. Zumeist ist das Ende der Kanüle schräg geschliffen, um den Schnitt beim Eindringen ins Gewebe klein zu halten und für die Patienten wenig Schmerzen zu verursachen. Bestimmte Spezialkanülen werden in der Biopsie zur Entnahme von Gewebeproben verwendet.

Aufbau von Punktionskanülen

Eine typische Punktionskanüle besteht aus einer dünnen Metallnadel mit abgeschrägter Spitze und einem Griff oder einer Kappe, die am anderen Ende angebracht ist. Der Griff dient dazu, die Kanüle bei der Verwendung sicher halten zu können und die Einführung der Spitze in das Gewebe zu erleichtern. Größe und Durchmesser der Kanüle sowie der Schliff der Kanülenspitze können je nach Verwendungszweck variieren.

Schliff der Punktionskanülenspitze

Die Spitzen der Punktionskanülen können für verschiedene Zwecke unterschiedlich geschliffen werden.

Es wird unterschieden in:

  • Einfachschliff
  • Facettenschliff
  • Lanzettenschliff
  • V-Bevel-Schliff
  • Pencil Point
  • Huberspitze
  • Quinckeschliff
  • Hinterschliff
  • Menghini-Schliff
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Klinische Anwendung von Punktionskanülen

Injektion

In der Praxis werden Punktionskanülen für die intramuskuläre, intravenöse, subkutane und intraarterielle Injektion verwendet. Für die Injektion werden Einwegkanülen verwendet, da nur so sichergestellt werden kann, dass für die Patienten bei der Verwendung kein Infektionsrisiko besteht. Nach dem Herausziehen können sich infektiöse Rückstände an den Injektionsnadeln befinden, darüber hinaus würden die Kanülen durch wiederholten Gebrauch abstumpfen und Schmerzen bei der erneuten Verwendung verursachen.

Injektionskanülen sind vielseitig einsetzbar und in verschiedenen Ausführungen erhältlich.

Abhängig vom Ort der Injektion wird zwischen verschiedenen Formen unterschieden. Herkömmliche Einmalkanülen eignen sich für Injektionen in Muskeln, Venen, Arterien oder ins Unterhautfettgewebe.

Einmalkanülen sind zur einfachen Unterscheidung mit einem internationalen Farbcode ausgestattet, sodass die Kanülen schnell identifiziert werden können.

Impfstoffe werden üblicherweise mit Kanülen für die intramuskuläre Injektion verabreicht. Für die Gabe von Insulin werden hingegen in der Regel Kanülen für die subkutane Injektion verwendet. Injektionskanülen sind mit einem indikationsbezogenen Schliff versehen, um die Punktion so schmerzfrei und schonend wie möglich durchzuführen.

Bei speziellen Indikationen, wie z.B. in der Augenheilkunde oder Zahnmedizin kommen Einmalkanülen in Sondergrößen zum Einsatz. Diese sind anders als die üblichen Injektionskanülen meist besonders dick, kurz oder stumpf, abhängig von ihrem Verwendungszweck.

Blutabnahme

Bei der diagnostischen Blutabnahme kommen Kanülen zum Einsatz, die eine besonders schonende Punktion von Venen oder Arterien erlauben. Sie entnehmen das Blut entweder mithilfe von Aspiration oder eines Vakuumsystems. Dazu empfohlen wird die im Luer-System definierte Ausführung mit 20-22 Gauge (0,9 – 0,7 mm). Das Luer-System ermöglicht den Anschluss an Probenbehälter, Verbindungsstücke und Infusionsbestecke. Für Kinder und bei der Punktion von kleinen Venen werden kleinere Kanülen mit einem Durchmesser von 0,5 – 0,6 mm (23 – 25 Gauge) verwendet. Eine besonders feine und schmerzarme Kanüle stellt die Butterfly-Kanüle dar. Um eine sichere Entnahme von Blut aus den Arterien trotz des arteriellen Drucks zu entnehmen, sind die Nadeln dieser Kanülen oft fest mit dem aufnehmenden Behälter verbunden.

Biopsie und Aspiration

Punktionskanülen für die Biopsie kommen in verschiedenen diagnostischen Verfahren zum Einsatz. Sie sind Instrumente zur Entnahme von Gewebeproben, die dann unter einem Mikroskop auf Auffälligkeiten oder Veränderungen untersucht werden können. Besonders häufig kommen sie in der Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen zum Einsatz.

Es gibt Kanülen für die Biopsie in verschiedenen Größen, je nach Verwendungszweck. Für einige Untersuchungen, wie beispielsweise bei einem Verdacht auf nicht-kleinzelligen Lungenkrebs muss die Nadel dicker sein, damit die Probe groß genug ist für fortgeschrittene Analysen, wie z.B. molekulare Tests auf epidermale Wachstumsfaktorrezeptoren.

Eine spezielle Variante zur Entnahme von Zellmaterial oder Körperflüssigkeiten ist die Aspiration. Mithilfe einer für diesen Zweck konzipierten Aspirationskanüle wird das gewünschte Material angesaugt. Aspirationskanülen kommen bei verschiedenen invasiven Diagnoseverfahren zum Einsatz, wie z.B. der Eizellentnahme oder bei einer Feinnadelbiopsie.

Intravenöse Zugänge

Ein intravenöser Zugang ist die Punktion einer zentralen oder peripheren Vene, bei der anschließend eine Venenverweilkanüle bzw. ein Venenverweilkatheter gelegt wird. Oft werden die Venenverweilkanülen auch “Braunüle”, “Abbocath” oder “Viggo” genannt, wobei diese Bezeichnungen sich auf die Produktnamen der Hersteller beziehen.

Die bevorzugten Punktionsstellen sind der Unterarm oder der Handrücken. Mithilfe dieses Zugangs können wiederholt Medikamente, Nährstoffe oder Flüssigkeit verabreicht oder Blut entnommen werden. Auch Instrumente, wie sie z.B. bei einer Herzkatheteruntersuchung benötigt werden, können auf diese Weise eingeführt werden.

Venenverweilkanülen setzen sich aus einer Plastikkanüle mit einem Adapter für das Infusionssystem und einer in der Plastikkanüle steckenden Nadel zusammen. Die Nadel wird zur Punktion verwendet und wird nach erfolgreicher Durchführung wieder entfernt. Die Kanüle wird danach entweder an eine Infusion angeschlossen oder mit einem Mandrin verschlossen.

Je nach Zweck des Zugangs und Größe der Vene muss die richtige Kanülengröße gewählt werden. Venenverweilkanülen sind ebenfalls nach ihren Größen farbcodiert. Für sehr kleine Venen werden üblicherweise Kanülen in blau oder rosa gewählt. Für Medikamenteninfusionen sind rosafarbene oder grüne Kanülen geeignet. Für Erwachsene werden allgemein grüne oder weiße Kanülen verwendet.

Bei Notfällen hingegen muss oft viel Flüssigkeit in kurzer Zeit verabreicht werden, sodass eine Kanüle mit größerem Durchmesser gewählt werden sollte. Diese sind in der Regel orange. Sollte die Vene sich nur sehr schlecht punktieren lassen, so ist das Legen einer rosafarbenen Kanüle dem Unterlassen des Legens vorzuziehen. Es können in diesem Fall auch mehrere Zugänge für die rasche Stabilisierung gelegt werden.

Bei der Punktion mit sehr dicken Kanülen (G 17 oder weniger) ist es ratsam, die Punktionsstelle zuvor mit einem Lokalanästhetikum zu betäuben.

Arterielle Zugänge

Als arteriellen Zugang bezeichnet man einen Katheter, der mittels einer Arterienpunktion in das Gefäß eingeführt wird. Auf diese Weise lässt sich z.B. der intravasale Blutdruck messen, arterielles Blut entnehmen oder kardiologische Diagnoseverfahren durchgeführt werden.

Mögliche Gründe für das Legen eines arteriellen Zugangs:

  • Katecholamintherapie
  • Beatmung (regelmäßige Blutentnahme zur Blutgasanalyse)
  • hämodynamisches Monitoring im Falle von hämodynamischer Instabilität
  • Bestimmung des zerebralen Perfusionsdrucks
  • Linksherzkatheteruntersuchung

Häufig werden zur arteriellen Punktion die Arteria femoralis (Oberschenkelarterie) und die Arteria radialis (Speichenarterie) verwendet. Seltener werden die Zugänge bei der Arteria axillaris (Achselarterie), Arteria brachialis (Oberarmarterie) und der Arteria ulnaris (Ellenarterie) gelegt.

Der Aufbau der Arterienverweilkatheter ähnelt dem der peripheren Venenverweilkatheter. Auf der Markt sind verschiedene Modelle von arteriellen Kanülen erhältlich. Der Zugang wird zumeist mit der Seldinger-Technik gelegt. Hier wird die Arterie mit einer Nadel punktiert, durch die dann ein dünner Seldingerdraht bis in das Gefäß geschoben wird. Daraufhin wird die Nadel entfernt und die eigentliche Kanüle über den Draht in das Gefäß gefädelt. Die Kanüle wird dann fixiert, hierbei ist auf eine gute Sicherung zu achten, denn eine Dislokation kann Hämatome oder Blutungen zur Folge haben.

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Spezialisierte Punktionskanülen

Spinalkanülen

Spinalkanülen sind eine spezialisierte Form der Punktionskanülen. Sie werden dazu verwendet, Nervenwasser aus dem Wirbelsäulenkanal (Spinalkanal) zu entnehmen oder Medikamente in die Spinalflüssigkeit zu injizieren. Es gibt verschiedene Modelle, die nach ihren Erfindern benannt sind, wie z.B. die Quincke-Kanüle oder die Sprotte-Kanüle.

Spinalkanülen unterscheiden sich von den herkömmlichen Punktionskanülen, da die Punktion der Wirbelsäule besondere Anforderungen mit sich bringt. Sie müssen den postpunktionellen Kopfschmerz verhindern und einen ausreichenden Innendurchmesser haben, um einen guten Liquorrückfluss sicherzustellen. Darüber hinaus müssen sie besonders stabil sein, um die Wirbelsäulenbänder zu durchdringen, während gleichzeitig keine Hautpartikel in den Stichkanal gelangen dürfen.

Vermeidung des postpunktionellen Kopfschmerzes

Durch die Punktion des Spinalkanals werden die Hirn- bzw. Rückenmarkshäute verletzt. Durch diesen Einstich fließt immer auch ein wenig Nervenwasser in das umgebende Gewebe. Dies kann zum sogenannten Liquorunterdruckkopfschmerz führen. Die Spinalkanüle soll den Verlust der Spinalflüssigkeit möglichst gering halten, daher werden sehr dünne Kanülen verwendet. In der Regel haben diese einen Außendurchmesser von 0,5 bis 0,4 mm (G 25 bis G 27).

Die Kanülen sind mit unterschiedlichen Spitzenformen erhältlich, die eine atraumatische Punktion ermöglichen.

Stabilität und Innendurchmesser

Die Kanüle muss zwar einen geringen Außendurchmesser besitzen, um die Verletzung beim Einstich gering zu halten, aber sie muss gleichzeitig einen relativ großes Lumen (Innendurchmesser) haben, damit sie für Spinalflüssigkeit und Medikamente gut passierbar ist. Dies geht mit einer geringeren Stabilität einher. Damit die Kanüle sich bei der Nutzung nicht verformt oder bricht, wird sie gemeinsam mit einer Führungsnadel, einem sogenannten Mandrin, verwendet. Dieser füllt das Lumen aus und stellt somit eine ausreichende Stabilität sicher.

Vermeidung von Infektionsrisiken

Der Mandrin hat neben der Stabilisierungsfunktion noch eine weitere Aufgabe. Er schließt das Kanülenlumen und stellt sicher, dass bei der Punktion kein Gewebszylinder ausgestochen wird. Dies wäre besonders bei der Quincke-Kanüle ein Risiko, da diese vorne offen ist. Auf diese Weise wird nicht nur verhindert, dass die Kanüle verstopft, sondern auch dass kontaminierte Haut in den Stichkanal gelangt. Dies könnte zu Infektionen und damit zu Abszessen oder einer Meningitis führen.

Epiduralkanülen

Epiduralkanülen wurden speziell dazu entwickelt, den Epiduralraum zu punktieren. Auf diese Weise kann mithilfe der Injektion von Anästhetika oder das Einbringen eines Epiduralkatheters eine Epiduralanästhesie durchgeführt werden. Aktuell wird fast ausschließlich die Tuohy-Kanüle verwendet, die nach ihrem Erfinder Edward Tuohy benannt wurde. Mit modifizierten Varianten der Tuohy-Kanüle ist eine gleichzeitige Spinalanästhesie möglich.

Chiba- und Menghini-Nadeln für Leberbiopsien

Chiba-Nadeln werden für die Weichteil-Aspirations-Biopsie, Röntgendarstellung und als primärer Zugang zur Einführung eines Führungsdrahtes bei der perkutanen Drainage verwendet. Sie haben eine Zentimeter-Markierung und sind mit einem Kanülenreiter ausgestattet.

Die Menghini-Nadeln besitzen einen Durchmesser von 1,0 bis 1,8 mm. Mit ihnen wird das Abtrennen von Gewebe ermöglicht. Die Nadel ist an einer Injektionsspritze befestigt und wird unter Ansaugen der Flüssigkeit in das betreffende Organ geschoben.

Maßeinheiten für Punktionskanülen

Die Größe der Punktionskanülen kann auf verschiedene Arten angegeben werden. Üblicherweise sind die Angaben in Millimeter (mm) für den Außendurchmesser, Gauge, nach dem Pravaz-System (Gr.) oder in Charriere.

Gauge

Die Kodierung G (Gauge) ist der BWG (Birmingham Wire Gauge) entnommen. Es handelt sich um eine britische Maßeinheit, die ursprünglich für massiven Draht verwendet wurde. Je höher der Gauge-Wert einer Kanüle, umso geringer ist ihr Außendurchmesser. Die entsprechenden Durchmesser der Kanülen werden in Millimeter angegeben und die Farbcodierungen sind nach EN ISO 6009 und EN ISO 9626 genormt. Jedoch halten sich nicht alle Hersteller streng daran.

Pravaz-System

Das Pravaz-System ist nach dem französischen Orthopäden Charles-Gabriel Pravaz benannt. Er erfand eine Vorform der heute verwendeten Injektionsspritzen. Nach dem Pravaz-System wird die Größe der Kanüle in Gr. (Größe) angegeben.

Normgrößen und Farbcodierungen von Punktionskanülen

Einmalkanülen

Pravaz Gauge Außendurchmesser (mm) Länge (mm) Farbe
19 1,10 25 blassgelb
1 20 0,90 40 oder 70 gelb
2 21 0,80 40 oder 50-60 grün
12 22 0,70 30 schwarz
14 23 0,65 30-32 violett
16 24 0,55 25 blaulila
18 25 0,45 25 oder 12 braun
20 27 0,42 12-16 hellgrau

Venenverweilkanülen

Farbe Gauge Außendurchmesser (mm) Durchflussrate (ml/min)
lila 26 0,6 9
gelb 24 0,75 13
blau 22 0,9 36
rosa 20 1,1 61
grün 18 1,3 97
weiß 17 1,5 128
grau 16 1,7 196
orange-braun 14 2,2 345

Welche Hersteller verkaufen Punktionskanülen?

Es gibt zahlreiche Hersteller von Punktionskanülen. Einige davon sind:

  • B. Braun
  • Becton Dickinson
  • Sarstedt
  • Creo Medical
  • Biomedical
  • Vygon
  • PerfectSeal
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Was kosten Punktionskanülen?

Der durchschnittliche Preis von Punktionskanülen kann je nach Aufbau und Verwendungszweck der Kanüle variieren. Einfache Punktionskanülen sind bereits ab einem Preis von ca. 0,25 € netto erhältlich, während komplexere Venenverweilkanülen bis zu ca. 3,00 € netto kosten können. Spezialisierte Kanülen wie z.B. Menghini-Nadeln kosten pro Stück ca. 90,00 € netto. Häufig werden Punktionskanülen aufgrund ihrer einmaligen Anwendung in Packungen mit mehreren Kanülen verkauft, wobei sich der Preis insgesamt erhöht, der Grundpreis hingegen aber sinkt.