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Abstract – Mindray-Ultraschallgeräte: Modelle, Preise, Fachrichtungen
- Mindray gliedert sein Ultraschallportfolio in klar abgegrenzte Serien für unterschiedliche Fachrichtungen: Consona (Allgemeinmedizin/Innere), Resona und Nuewa (High-End Kardiologie bzw. Gynäkologie), Veta 5 (Anästhesie), sowie TE-, DP-, M9/ME- und Z-Serie als mobile Point-of-Care-Systeme; Basis aller aktuellen Geräte ist die ZST+-Plattform (Zone Sonography Technology Plus) zur kanalbasierten Bildverarbeitung.
- Die Preisspanne reicht von ca. 3.500 € (Einsteiger-/Handheld-Systeme wie TE Air e5M) bis über 50.000 € netto (High-End Resona-/Nuewa-Serie); Mindray veröffentlicht keine Listenpreise, der Endpreis hängt von Sondenkonfiguration, Softwaremodulen (3D/4D, CEUS, Elastographie) und Servicevertrag ab.
- Beim Gebrauchtkauf ist die MDR-Konformitätserklärung des Originalherstellers zwingend erforderlich; ohne dieses Dokument darf das Gerät auch bei sichtbarer CE-Kennzeichnung nicht in Betrieb genommen werden. Zusätzlich gilt seit dem 20. Februar 2025 die novellierte Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) mit Einweisungs- und Dokumentationspflicht nach § 4 Abs. 3 MPBetreibV.
- Über den Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG lassen sich bereits vor der Anschaffung bis zu 50 % der voraussichtlichen Kosten gewinnmindernd geltend machen, ergänzbar um eine Sonderabschreibung von bis zu 20 % nach § 7g Abs. 5 EStG – relevant für Praxen mit Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG und einem Jahresgewinn bis 200.000 Euro.
Inhaltsverzeichnis
Mindray als Ultraschall-Hersteller — Positionierung und Portfoliotiefe
Mindray zählt neben GE Healthcare, Philips Healthcare und Siemens Healthineers zu den umsatzstärksten Ultraschall-Herstellern weltweit. Im deutschen Markt positioniert sich der Hersteller zunehmend im mittleren bis oberen Preissegment. Der chinesische Hersteller konkurriert direkt mit etablierten Anbietern bei Bildqualität und KI-Funktionsumfang — im Einstiegspreis derselben Leistungsklasse unterbietet er diese aber häufig.
Die ZST+-Plattform (Zone Sonography Technology Plus) bildet die technologische Basis der aktuellen Mindray-Generation. Sie ersetzt klassisches Beamforming durch Kanaldatenverarbeitung. Dadurch verbessert sie räumliche Auflösung, zeitliche Auflösung und Gewebehomogenität gleichzeitig — ein Zielkonflikt, der sich bei herkömmlicher Strahlformung technisch kaum auflösen lässt.
Produktlinien-Überblick: Kompakt-/Handheld- vs. High-End-Systeme
| Produktlinie | Segment | Typischer Einsatzort |
| Resona-Serie (I8/I9/R9) | High-End, stationär | Radiologie, Kardiologie, Facharztpraxis |
| Consona-Serie (N6/N8/N9) | Mittelklasse, stationär | Allgemeinmedizin, Innere, Gynäkologie |
| TE-Serie (TE7/TE9) / DP-Serie (DP-60) | Point-of-Care, mobil | Notfallmedizin, Hausbesuch, kleine Praxis |
| Veta-Serie (Veta 5) | Spezialisiert | Anästhesie, Intensivmedizin |
Welche Mindray-Ultraschallsysteme sind aktuell relevant?
Resona-Serie (I8/I9): High-End, Elastographie, Kardiologie
Das Resona I8 bildet den Einstieg in die High-End-Linie und teilt die ZST+-Plattform mit dem darüberliegenden Resona I9. Auf dessen erweiterte Anwendungen wie Smart Breast und Smart Thyroid sowie auf 3D/4D-Bildgebung verzichtet es jedoch. Das Gerät verfügt über einen randlosen 23,8-Zoll-Monitor, mehrere aktive Schallkopfports und ein eingebettetes Windows-10-Betriebssystem. Es ist nach CE MDR sowie ISO 60601-1 zertifiziert.
Kontrastmittelsonographie (CEUS) und Elastographie (UWN+, HiFR STE) sind serienmäßig integriert — relevant für Praxen mit Schwerpunkt Leber- oder Gefäßdiagnostik. Das Resona I9 erweitert den Funktionsumfang um KI-gestützte Organmessungen für Schilddrüse (Smart Thyroid mit TI-RADS-Klassifikation) und Mammasonographie sowie um 3D/4D-Bildgebung. Hinzu kommen automatisierte Messfunktionen wie AutoEF zur Ejektionsfraktions-Bestimmung und AutoIMT zur Intima-Media-Dicken-Messung. Für Praxen mit kardiologischem Ultraschallgeräte-Schwerpunkt sparen diese spürbar Untersuchungszeit. Als Ausstattungsvariante bietet Mindray zusätzlich die Resona I9 Elite Edition an: Sie nutzt dieselbe ZST+-Basis, ist aber mit einem frei positionierbaren Bedienfeld („Floating Control“) und der UMA-Technologie (Ultra Micro Angiography) für die Darstellung kleinster Gefäße ausgestattet.
Consona-Serie (N5/N6/N8/N9): Allgemeinmedizin, Innere, Gynäkologie
Die Consona-Serie nutzt dieselbe ZST+-Bildverarbeitung wie die Resona-Linie. Den Funktionsumfang reduziert sie jedoch auf die Anforderungen der Allgemeinversorgung. Das Consona N8 bildet mit 15,6-Zoll-Touchscreen die erweiterte Variante gegenüber dem günstigeren Einstieg mit 21,5-Zoll-Monitor und 13,3-Zoll-Touchscreen — bei identischer Bildqualität. Ob dieser Funktionsumfang für die hausärztliche Praxis ausreicht, zeigt sich am typischen Ultraschallgeräte-Anforderungsprofil in Allgemeinmedizin und Innerer Medizin.
Alle Consona-Modelle unterstützen 3D/4D-Bildgebung ab Werk. Das ist relevant für Gynäkologie und Geburtshilfe, denn eine zusätzliche Lizenzierung entfällt. Die KI-Tools Smart HRI (Hepatorenaler Index), Smart Hip und Smart Calc automatisieren wiederkehrende Messungen im Praxisalltag.
TE Air / DP-Serie (DP-10/DP-60): Point-of-Care, mobiler Einsatz
Für Praxen mit Hausbesuchsanteil oder mehreren Untersuchungsräumen bietet die DP- und TE-Serie mobile Ultraschallsysteme wie das TE Air. Diese Geräte priorisieren Mobilität und Akkulaufzeit gegenüber der maximalen Bildtiefe der stationären Serien. Sie eignen sich für orientierende Abdominal- und Weichteilsonographie.
Veta 5: Anästhesie- und Intensivmedizin-Anwendung
Das Veta 5 adressiert ultraschallgestützte Regionalanästhesie und Gefäßpunktion — Verfahren, die im Umfeld intensivmedizinischer Ultraschallgeräte zum festen Interventionsrepertoire zählen. Die Sondenführung ist auf Nadelvisualisierung optimiert — ein Funktionsschwerpunkt, den die allgemeinmedizinisch ausgerichteten Consona-Modelle nicht in gleicher Tiefe abdecken.
Nuewa-Serie: Spezialisierung für Gynäkologie und Geburtshilfe
Für Praxen mit gynäkologischem oder geburtshilflichem Schwerpunkt bietet Mindray mit der Nuewa-Serie eine eigenständige, von der Consona-Linie getrennte Produktreihe. Die Modelle Nuewa I8, I9 und R9 basieren ebenfalls auf der ZST+-Plattform, sind jedoch funktional konsequent auf die Frauenheilkunde ausgerichtet: Natural-Touch-Elastographie zur Steifigkeitsbeurteilung gynäkologischer Befunde, Smart Pelvic zur automatisierten Beckenboden-Vermessung sowie Smart FLC zur Follikelzählung und -volumetrie bei der Reproduktionsmedizin.
Ergänzend automatisiert das System die Erkennung fetaler ZNS-Ebenen und Standardmessungen in der Schwangerschaftsvorsorge. Für Praxen, die Gynäkologie und Geburtshilfe als Kernleistung anbieten, stellt die Nuewa-Serie damit eine spezialisierte Alternative zur breiter aufgestellten Consona-Linie dar — mit tieferem Funktionsumfang im Fachbereich, aber ohne die Anwendungsbreite für Abdominal- oder Notfalldiagnostik.
M9/ME-Serie: Mobile Systeme für Kardiologie, Intensiv- und Notfallmedizin
Neben der TE- und DP-Serie führt Mindray mit M9 und der ME-Serie zwei weitere mobile Laptop-Systeme, die sich funktional deutlich von den allgemeinmedizinisch ausgerichteten Modellen unterscheiden. Das M9 ist auf Kardiologie, Radiologie sowie Intensiv- und Notfallmedizin zugeschnitten: TEE-Sondenkompatibilität, Belastungs-Echokardiographie und eine vollständige Biopsielösung adressieren primär den klinischen, nicht den hausärztlichen Bedarf.
Die ME-Serie wiederum ist auf Intensivpflege, Notfallversorgung und Anästhesie spezialisiert — mit einer ultraschallgeführten Nervenblockade-Lösung (eSpacial Navi) zur adaptiven Nadelvisualisierung bei Regionalanästhesien. Für Praxen ohne intensiv- oder anästhesiologischen Schwerpunkt sind M9 und ME-Serie damit in der Regel überdimensioniert; die Consona- oder Z-Serie deckt den allgemeinmedizinischen Bedarf wirtschaftlicher ab.
Z-Serie (Z50/Z60): Mobile Mittelklasse für die Grundversorgung
Die Z-Serie positioniert Mindray offiziell im Segment „Primary Care“ — nicht im Premium-Bereich. Z50 und Z60 sind kompakte, tragbare Farbdoppler-Systeme mit Akkubetrieb (ca. 1,5 Stunden), die sich für Hausbesuche und kleine Untersuchungsräume eignen. Beide Modelle unterstützen 3D/4D-Bildgebung sowie automatisierte fetale Messungen (BPD, OFD, HC, HUM, AC, FL) und eignen sich damit auch für orientierende geburtshilfliche Diagnostik in der hausärztlichen oder gynäkologischen Praxis. Das Z60 bringt gegenüber dem Z50 eine erweiterte Schallkopftechnologie zur Pathologieerkennung mit, bei vergleichbarem Formfaktor.
Was kosten Mindray-Ultraschallgeräte nach Modell und Ausstattung?
Mindray veröffentlicht wie die meisten Medizintechnik-Hersteller keine öffentlichen Listenpreise. Der Neupreis wird individuell nach Geräteklasse, Sondenkonfiguration und Servicepaket kalkuliert. Als Orientierung lassen sich die Systeme in drei Preiskategorien einteilen, die von ca. 3.500 Euro bis über 50.000 Euro netto reichen.
Einsteigerklasse & Handheld-Systeme (ca. 3.500 € – 7.500 €)
Diese Geräte sind kompakt, portabel und häufig im Laptop- oder Handheld-Design ausgeführt – geeignet für den mobilen Einsatz, die Notfallmedizin oder kleinere Praxen.
- Mindray TE Air e5M (kabelloses Handheld-System): ab ca. 3.500 €
- Mindray MU7 / DP-30 (tragbare Schwarz-Weiß-Systeme): ca. 3.700 € bis 4.500 €
- Mindray MX3 / DP-60 (erweiterte tragbare Laptopsysteme): ca. 6.800 € bis 7.500 €
Mittelklasse & Allrounder (ca. 8.000 € – 20.000 €)
In diesem Segment finden sich fahrbare Konsolengeräte und leistungsstarke Farbdoppler-Systeme, die sich für Allgemeinmedizin, Urologie oder Orthopädie eignen.
- Mindray MX3 Farbdoppler (mobil): ab ca. 9.000 €
- Mindray DC-30 / DC-40 (stationäre Standard-Konsolen): ca. 10.000 € bis 18.000 €, abhängig von der Ausstattung
Premium- & High-End-Klasse (ca. 20.000 € – über 50.000 €)
Diese Systeme bieten hochentwickelte Bildgebungstechnologien wie 3D/4D-Darstellung und sind auf spezialisierte Fachbereiche wie Kardiologie, Gynäkologie oder Radiologie ausgelegt.
- Mindray DC-70 / DC-80 / Consona-Serie: ca. 20.000 € bis 35.000 €
- Mindray Resona- & Nuewa-Serie (High-End): 35.000 € bis über 50.000 €
| Preisklasse | Preisspanne (netto) | Typische Modelle |
|---|---|---|
| Einsteiger & Handheld | ca. 3.500 € – 7.500 € | TE Air e5M, MU7/DP-30, MX3/DP-60 |
| Mittelklasse | ca. 8.000 € – 20.000 € | MX3 Farbdoppler, DC-30/DC-40 |
| Premium & High-End | ca. 20.000 € – über 50.000 € | DC-70/DC-80, Consona-Serie, Resona-/Nuewa-Serie |
Einflussfaktoren: Sondenausstattung, Softwarepakete, Serviceumfang
Der Endpreis eines Mindray-Systems hängt maßgeblich von drei Faktoren ab: der Anzahl aktiver Schallkopfports, den freigeschalteten Softwaremodulen (3D/4D, CEUS, Elastographie, KI-Messtools) sowie dem Umfang des Servicevertrags.
Zusatzkosten beachten: Einzelne Ultraschallsonden (Linear-, Konvex- oder Vaginalsonde) kosten oft zwischen 1.000 € und 3.000 € zusätzlich pro Stück. Auch Software-Freischaltungen – etwa für erweiterte Herz-Messungen – sowie der Wartungsservice schlagen zusätzlich zu Buche.
Gebrauchtmarkt: Gebrauchte oder generalüberholte Ultraschallgeräte (Refurbished) älterer Generationen sind teils bereits ab 1.500 € bis 5.000 € erhältlich.
Für welche Fachrichtungen eignet sich Mindray-Ultraschall?
Allgemeinmedizin/Innere: Consona-Serie im Praxisalltag
Für die hausärztliche Abdominal- und Weichteilsonographie deckt die Consona-Serie den Funktionsbedarf vollständig ab — ohne den Kostenaufwand der High-End-Linie zu erfordern. Die integrierten Smart-Tools reduzieren die Untersuchungszeit bei Routinediagnostik spürbar.
Gynäkologie und Kardiologie: Anforderungen an Sondentechnik
Gynäkologische Diagnostik erfordert endokavitäre Schallköpfe und belastbare 3D/4D-Bildgebung — beides ist ab der Consona N6 serienmäßig verfügbar. Orientierende kardiale Diagnostik verlangt hingegen Phased-Array-Sonden und AutoEF-Funktionalität zur automatisierten Ejektionsfraktions-Messung. Diese bieten die Resona- und höherwertigen Consona-Modelle.
Anästhesie/Intensivmedizin: Veta-5-Anwendungsfall
Regionalanästhesie und zentralvenöse Zugänge stellen andere Anforderungen an die Bildführung als die diagnostische Sonografie. Das Veta 5 ist speziell auf Nadelführung und Echtzeit-Gefäßdarstellung ausgelegt. Es ersetzt in diesem Anwendungsfall keine Consona- oder Resona-Systeme, sondern ergänzt sie.
Anschaffung: Kauf, Leasing oder Finanzierung für Mindray-Systeme?
Neugerät vs. gebrauchtes/refurbished Mindray-Gerät
Refurbished-Systeme reduzieren die Anschaffungskosten. Häufig verzichten sie jedoch auf aktuelle Softwarelizenzen und die volle Herstellergarantie. Für Praxen mit stabilem, planbarem Untersuchungsvolumen kann ein geprüftes gebrauchtes Ultraschallgerät wirtschaftlich sinnvoll sein — vorausgesetzt, Servicehistorie und verbleibende Garantiezeit sind dokumentiert. Bei der Neuanschaffung nehmen einzelne Fachhändler das bisherige Ultraschallgerät zudem in Zahlung und verrechnen den Restwert direkt mit dem Kaufpreis.
Ultraschallgeräte gelten je nach diagnostischem Einsatzzweck als aktive Medizinprodukte der Klasse IIa oder IIb nach der MDR (EU) 2017/745. Die CE-Kennzeichnung ist produktbezogen. Beim Eigentümerwechsel erlischt sie nicht automatisch, sofern keine technischen Änderungen am Gerät vorgenommen wurden. Vor dem Kauf eines gebrauchten Systems sollten Sie sich folgende Dokumente vorlegen lassen:
- Eingangsrechnung mit exakter Gerätebeschreibung (Hersteller, Modell, Seriennummer, Baujahr)
- Konformitätserklärung des Originalherstellers nach MDR 2017/745
- VDE-Prüfprotokoll mit Datum und Prüferidentifikation
- Vollständiger Gerätepass mit Wartungs- und Reparaturhistorie
Fehlt eines dieser Dokumente, sollten Sie die Anschaffung kritisch hinterfragen: Ohne gültige Konformitätserklärung darf das Gerät nach MDR nicht in Betrieb genommen werden — auch wenn eine CE-Kennzeichnung am Gehäuse sichtbar ist.
Steuerliche Gestaltung: Investitionsabzugsbetrag und Sonderabschreibung
Neben Kauf, Leasing und Inzahlungnahme bietet der Investitionsabzugsbetrag (IAB) nach § 7g EStG einen zusätzlichen Hebel für die Finanzierungsplanung. Begünstigt sind Praxen mit Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG, deren Jahresgewinn 200.000 Euro nicht übersteigt. Bereits vor der eigentlichen Anschaffung lassen sich bis zu 50 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungskosten gewinnmindernd geltend machen — bei einem geplanten Resona-System für 80.000 Euro entspricht das einem IAB von bis zu 40.000 Euro. Im Jahr der tatsächlichen Anschaffung wird der IAB gewinnerhöhend aufgelöst. Gleichzeitig lässt sich zusätzlich eine Sonderabschreibung von bis zu 20 Prozent der Anschaffungskosten nach § 7g Abs. 5 EStG nutzen. Die Anschaffung eines funktional vergleichbaren Geräts genügt dabei: Der IAB bleibt also auch dann nutzbar, wenn Sie sich später statt für ein Consona- für ein Resona-Modell entscheiden. Nutzen Sie zusätzlich unsere Übersicht zur Abschreibung eines Ultraschallgeräts, um die Kombination mit der linearen oder degressiven Regelabschreibung zu planen. Die konkrete Ausgestaltung sollten Sie in jedem Fall mit dem Steuerberater abstimmen.
Netzwerkanbindung: DICOM, PACS und Praxissoftware-Kopplung
Ein Mindray-System ohne funktionierende Anbindung an das bestehende Praxisverwaltungssystem erzeugt Medienbrüche im Workflow: Bilder und Befunde müssen dann manuell übertragen werden. Aktuelle Mindray-Systeme unterstützen den DICOM-Standard sowie WLAN- und LAN-Konnektivität. Klären Sie die tatsächliche Kopplung an ein PACS-System und die Praxissoftware vor Vertragsabschluss mit dem Fachhändler — der Integrationsaufwand variiert je nach vorhandenem System.
Service- und Wartungsverträge: Umfang und Kostenrelevanz
Ein Wartungsvertrag deckt in der Regel Kalibrierung, Software-Updates und Ersatzteile ab. Über die Nutzungsdauer beeinflusst er die Gesamtbetriebskosten stärker als der reine Anschaffungspreis. Bei der Anbieterauswahl lohnt sich ein Blick auf Reaktionszeiten bei Serviceeinsätzen — insbesondere bei Praxen ohne Backup-Gerät. Ergänzend bieten mehrere Fachhändler Garantieverlängerungen und eine Medizintechnik-Versicherung an. Diese gehen über die Herstellergarantie hinaus und sichern die Investition langfristig ab.
Rechtliche Betreiberpflichten: Einweisung und Medizinproduktebuch
Als aktives, nicht implantierbares Medizinprodukt unterliegt jedes Mindray-Ultraschallgerät der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) in ihrer seit dem 20. Februar 2025 geltenden Neufassung. Vor der ersten Anwendung muss jede nutzende Person nachweislich in das Gerät eingewiesen werden. Eine erneute Einweisung entfällt bei baugleichen Geräten oder wenn die Gebrauchsanweisung nach MDR/IVDR entbehrlich ist. Die Einweisung ist gemäß § 4 Abs. 3 MPBetreibV zu dokumentieren, das Medizinproduktebuch selbst ist in § 13 MPBetreibV geregelt.
Tipp: Prüfen Sie bereits beim Kauf, ob der Fachhändler die Ersteinweisung inklusive schriftlichem Nachweis übernimmt — das entlastet die Praxis von einem eigenständigen Dokumentationsaufwand.
Welche Alternativen gibt es zu Mindray Ultraschall-Geräten?
FAQ: Häufige Fragen zu Mindray-Ultraschallgeräten
Wie unterscheiden sich Mindray-Ultraschallsysteme preislich von GE-, Philips- oder Siemens-Geräten?
Mindray positioniert sich in vergleichbaren Leistungsklassen tendenziell unter dem Preisniveau von GE Ultraschallgeräten, Philips Ultraschallgeräten oder Siemens Ultraschallgeräten — insbesondere im Mittelklasse-Segment der Consona-Serie. Eine belastbare Aussage erfordert jedoch den Vergleich konkreter Konfigurationen, denn Softwarepakete und Sondenausstattung beeinflussen die Preisdifferenz stark.
Welches Mindray-Modell eignet sich für den Praxiseinsatz in der Allgemeinmedizin?
Für die hausärztliche Abdominal- und Gefäßsonographie deckt die Consona-Serie (N6/N8) den typischen Funktionsbedarf ab. Praxen mit zusätzlichem gynäkologischem oder kardiologischem Schwerpunkt profitieren von der erweiterten Sondenkompatibilität der N8/N9-Varianten.
Bietet Mindray Deutschland eigene Schulungen und Vor-Ort-Service an?
Mindray vertreibt in Deutschland über ein Netz spezialisierter Fachhändler. Diese bieten Lieferung, Einweisung nach Medizinprodukterecht sowie Wartungsverträge an. Der Umfang variiert je nach Vertriebspartner — eine Prüfung des konkreten Serviceangebots vor Vertragsabschluss ist empfehlenswert.