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Inhaltsverzeichnis

Über den Behandlungsstuhl und die Behandlungseinheit

Bild: Eine Patientin auf einem Behandlungsstuhl in einer Arzt-Praxis
Mittelpunkt der Behandlung: der Behandlungsstuhl | © bedya / shutterstock.com

Der Untersuchungsstuhl beziehungsweise die Behandlungseinheit ist der Ort des Kontaktes mit Ihren Patienten. Daher werden je nach medizinischem Fachbereich unterschiedlichste Anforderungen an das Einrichtungsstück gestellt. Auch wenn die Begriffe Behandlungsstuhl und Behandlungseinheit oft synonym zueinander verwendet werden, beschreiben Sie doch nicht dasselbe.

Ein Behandlungsstuhl ist erstmal nichts anderes als eine Sitzgelegenheit für den Patienten. Viele Erweiterungen (Höhenverstellbarkeit, Haltegriffe, etc.) können zusätzlich verbaut werden und den Komfort für den Patienten und den Arzt während der Behandlung erhöhen. Eine Behandlungseinheit geht noch einen Schritt weiter und fungiert als Assistent für den behandelnden Arzt.

Arbeitsabläufe werden durch die Integration bestimmter Geräte erleichtert, eine intuitive Bedienung und ergonomische Sitzposition ist ebenfalls von Vorteil. Im Idealfall wird dank der Behandlungseinheit die manuelle Tätigkeit des Arztes auf ein Minimum reduziert. Dabei müssen die Untersuchungsstühle und -einheiten den Anforderungen der Ärzte und der assistierenden Mitarbeiter gerecht werden. Am wichtigsten ist hierbei wohl die Gewährleistung einer gesunden Körperhaltung während der Behandlung im Untersuchungsstuhl.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Im Idealfall werden die Untersuchungsstühle und -einheiten so konzipiert, dass das untersuchende medizinische Personal nicht mit nach vorn verkrümmten Rücken und seitlich verdrehter Wirbelsäule arbeiten müssen. Bereits die Funktion zur Einstellung der Stuhl-Höhe des Untersuchungsstuhls kann diesbezüglich Abhilfe verschaffen. Gleichzeitig optimieren solche und andere Funktionen überdies den Arbeitsablauf.

Einsatzbereiche und Kosten

Bild: Eine Behandlungseinheit in einer Zahnarzt-Praxis
Behandlungseinheit beim Zahnarzt | © al7 / shutterstock.com

In medizinischen Fachbereichen wie der Urologie, der Proktologie und der Gynäkologie, nicht zuletzt aber auch in der Zahnmedizin spielen die Behandlungsstühle eine entscheidende Rolle. Dabei steht in erster Linie die komfortable Untersuchungsposition für Patienten und Ärzte im Vordergrund. Dementsprechend können zahlreiche Zubehörteile ergänzt werden, die den Kaufpreis stellenweise deutlich erhöhen.

Die Kosten für einen neuen Untersuchungsstuhl richtet sich grundlegend nach der Ausstattung des Produktes. Untersuchungsstühle ohne elektronische Funktionen liegen bei einem Preis von circa 1.500 bis 3.500 Euro netto. Bei den Untersuchungsstühlen für medizinische Bereiche wie etwa die Gynäkologie oder die Urologie kann man auf elektromotorische Funktionen nicht verzichten, daher liegen solche Behandlungsstühle in einem höheren Preissegment.

Je nach Ausstattung muss bei elektronischen Zusatzfunktionen mit Preisen zwischen circa 4.000 und 9.000 Euro netto für einen Untersuchungsstuhl gerechnet werden. In der Zahnmedizin können die Preise hochwertiger Behandlungseinheiten sogar bei über 100.000 Euro netto liegen, da der Stuhl mit zahlreichen medizinischen Instrumenten ausgestattet wird. Günstigere Preise finden Sie immer auf dem Gebraucht-Markt.

Anwendungsbereich Besonderheit Preise mit Einbau (Durchschnitt)*
Gynäkologie Sitzpositon stellt besondere Ansprüche (Beinlehnen, Fußstützen, etc.) ab 4.500 €
Elektronische Funktionen zur Einstellung der Beckenlagerung, Flachlagerung und Höhe von Vorteil
Urologie Standardmäßig mit einem Auffangsieb ausgestattet ab 5.500 €
Niedrige Ausgangshöhe erleichtert Patienten den Ein- und Aufstieg
Proktologie Auf elektromotorische Verstell-Funktion angewiesen ab 6.000 €
Zahlreiche Erweiterungen möglich
Zahnarzt Zahlreiche zahnmedizinische Instrumente mit verbaut (Behandlungseinheit) ab 35.000 €
Elektromotorische Funktionen zur Höhenverstellung des Stuhls sowie zur Flachlagerung des Patienten gehören zur Standard-Ausstattung
HNO-Arzt Größe der Behandlungseinheit richtet sich nach der Raumgröße ab 20.000 €
Einheit kann im Baukastenprinzip erweitert werden

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Kosten für Zubehör nicht vergessen

Die genannten Durchschnitts-Preise beziehen sich auf die Standard-Behandlungsstühle für die jeweiligen medizinischen Fachbereiche. Bei Anwendungen in der Gynäkologie oder Proktologie reicht ein Behandlungsstuhl ohne elektromotorische Funktionen nicht mehr aus und so benötigen Sie weitere Ergänzungen - diese erhöhen logischerweise auch den Preis der Behandlungsstühle.

Besonders die Behandlungseinheiten für die Zahnmedizin können mit vielen weiteren Diagnose-Geräten ausgestattet werden, sodass der Arzt alle benötigten Instrumente direkt in Griffweite hat. Hier gehören zu den optionalen Erweiterungen und Funktionen zum Beispiel ein Röntgenbild-Betrachter, weitere Trayablagen oder eine Spray-Erwärmung für die Instrumente. Mehr zu den notwendigen Zusatzfunktionen in den jeweiligen Anwendungsbereichen können Sie hier in Erfahrung bringen.

Zubehör Untersuchungsstuhl Übliche Preise*
Ohne elektromotorische Funktionen ca. 1.500 €
Elektromotorische Höhenverstellung ca. 2.500 €
Elektromotorische Höhenverstellung und Beckenhochlagerung (Gynäkologie, Urologie, Proktologie) ca. 5.000 €
Elektromotorische Höhenverstellung, Beckenhochlagerung und Rückenteilverstellung (Gynäkologie, Urologie, Proktologie) ca. 7.000 €
Beinhalterung 300 - 500 € zusätzlich
Versorgungsmodul 1.000 - 2.000 € zusätzlich
Memory-Funktion 1.500 - 2.000 € zusätzlich

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Das sollten Sie beim Kauf beachten

Bild: Ein Kind beim Zahnarzt
Ist der Stuhl auch für Kinder geeignet? | © ivandan / shutterstock.com

Die Untersuchungsstühle müssen den Anforderungen der Ärzte und der assistierenden Mitarbeiter gerecht werden. Am wichtigsten ist hierbei wohl die Gewährleistung einer gesunden Körperhaltung während der Behandlung im Untersuchungsstuhl.

Viele Ärzte leiden bereits nach einigen Berufsjahren häufig an den Folgen einer körperlichen Fehlhaltung, wie einem verspannten Nacken oder einem Ziehen und Stechen im Rücken. Ein Behandlungsstuhl ist mitunter zwischen 15 und 20 Jahren in der Praxis im Einsatz. Im Regelfall benötigt ein behandelnder Arzt also mindestens zwei Stühle in seiner gesamten Laufbahn, je nach Ausstattung, Größe und Umbaumaßnahmen der Praxis auch schnell mehr. Dabei stehen der Komfort für die Mitarbeiter und Patienten, mögliche Barrierefreiheit, spezielle Sitzpositionen und die Geschwindigkeit der Höhenverstellbarkeit im Vordergrund.

Letztlich ist die Anschaffung eines Behandlungsstuhls eine individuelle Entscheidung und steht in Abhängigkeit von den Schwerpunkten der Praxis. Unser Tipp: Testen Sie den gewünschten Behandlungsstuhl auf einer Messe oder in einem Depot. Nehmen Sie dazu am besten das gesamte Praxisteam mit und finden Sie heraus, wie sich das Gerät in Hinblick auf Flexibilität, Bewegungsfreiheit und Ergonomie in der Praxis verhält.

Tipps für den Arzt, um Rückenschmerzen zu vermeiden

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Grundsätzlich gilt: Vermeiden Sie die üblichen Fallen im Alltag und legen Sie so eine gute Basis für eine gesunde Körperhaltung während der Arbeit. Probieren Sie wechselnde Sitzpositionen, arbeiten Sie zwischendurch ruhig auch mal im Stehen und integrieren Sie Entspannungsübungen in den Arbeitsalltag.

Wichtige Hersteller im Vergleich

Bild: Ein Behandlungsstuhl beim Gynäkologen
Der Behandlungsstuhl beim Frauenarzt | © Vereshchagin Dmitry / shutterstock.com

Der Markt rund um Behandlungsstühle und Behandlungseinheiten ist groß und wird von vielen Herstellern bedient. Dabei gilt der Hersteller Schmitz und Söhne als einer der marktführenden Produzenten für medizintechnisches Mobiliar. Doch auch die Firma AGA, Lemi Group oder Medifa bieten verschiedene Produkte aus allen Medizin-Bereichen an.

Desweiteren haben sich viele Hersteller auf einen bestimmten Teilbereich spezialisiert. Etwa finden Sie bei Atmos, Dantschke, Heinemann, Otopoint und Spriggle & Theis verstärkt Stühle und Einheiten für die HNO-Praxis. Bei Medizina oder Greiner erhalten Sie hochwertige Produkte für die Gynäkologie oder Proktologie. Schauen Sie also bei der Suche nach einer neuen Behandlungseinheit auch auf die Spezialisierungen der Hersteller.

Wir haben Ihnen in der folgenden Tabelle eine Übersicht über die namhaften Hersteller von Behandlungsstühlen und Untersuchungsstühlen für die Arzt-Praxis zusammengestellt, damit Sie sich ein besseres Bild über den aktuellen Markt machen können. Die aufgeführten Hersteller verfügen über ein Angebot hochqualitativer Untersuchungsstühle mit unterschiedlichen Funktionen und Preisen.

Hersteller Besonderheit Anwedungsbereich (Spezialisierung)
AGA Sanitätsartikel GmbH Große Produktpalette rund um medizinisches Mobiliar Urologie, Gynäkologie und Proktologie
Atmos Hochwertige Absaugsysteme HNO-Behandlungseinheiten und Gynäkologie
Dantschke Unternehmen ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert HNO-Behandlungseinheiten
Greiner GmbH Stühle für spezielle Anwendungsgebiete Ursprung: Friseur-Stühle, mittlerweile auch Medizin- und Automobil-Stühle
Heinemann Bietet zusätzlich Beratung und Zubehör an HNO-Behandlungseinheiten
Lemi Group 360° rotierenden Untersuchungsstuhl (Hydrogyno) Fertigung und Vertrieb medizinisches Mobiliar mit breiten Produktangebot
Medifa Behandlungsstühle mit Erweiterungsmöglichkeiten und Zubehör Gesamter Medizinbereich
Medizina Medizinische Liegen und Geräte Gynäkologie, Proktologie und Urologie
MS Westfalia Eigene Produkte und eigenes Forschungslaber HNO-Behandlungseinheiten
Otopront In mehr als 60 Ländern vertreten HNO-Praxen
Schmitz u. Söhne Gehört zu den international führenden Anbietern von medizintechnischen Mobiliar Gesamter Medizinbereich
Spiggle & Theis Vertreiben von Verbrauchsmaterialien bis Medizintechnik HNO-Praxen

Wartung und Service für Stühle oder Einheiten

Bild: Ein Behandlungsstuhl beim Zahnarzt
Auch der Behandlungsstuhl muss regelmäßig gewartet werden | © Javier Crespo / shutterstock.com

Die meisten Hersteller von Behandlungseinheiten bieten einen jährlichen Wartungsservice für die Einheiten oder den Behandlungsstuhl an. Dabei sorgt eine regelmäßige Kontrolle der Behandlungseinheit für die gesetzlich vorgeschriebene Hygiene- und Funktionssicherheit. Ein Nichteinhalten der regelmäßigen Wartung kann haftungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Es gibt drei standardisierte Grundlagen für die Wartung von Medizintechnik, nach denen sich die Durchführung richtet: die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV), das Medizinproduktegesetz (MPG) und die Herstellerangaben des Gerätes. Viele Hersteller bieten zusätzlich eigenen Reinigungs- und Desinfektionsmittel für die von ihnen produzierten Einheiten an.

Diese sind dann speziell auf die Materialien der jeweiligen Einheit angepasst und sorgen für eine gründliche Reinigung und Desinfektion. Zusätzlich stellen die einzelnen Anwendungsbereiche spezifizierte Anforderungen an die Behandlungseinheiten. Beispielsweise ist es bei den HNO-Behandlungseinheiten Pflicht, dass eine sogenannte Wassertrennanlage zur Reinigung verwendet wird. Weitere Besonderheiten in Hinblick auf Wartung und Service für Stühle oder Einheiten entnehmen Sie einfach den einzelnen Anwendungs-Kategorien.

Wartung und Service Aufgabe Zeitraum und Durchführung
Medizinprodukte-Betreibverordnung (MPBetreibV) Instandhaltung von Medizinprodukten Spätestens alle zwei Jahre von qualifizierten Personen durchzuführen und zu dokumentieren
Sicherheitstechnische Kontrolle (STK)
Messtechnische Kontrollen (MTK)
Medizinproduktebuch
Medizinproduktegesetzt (MPG) Regelung des Verkehrs mit Medizinprodukten Begrenzte Geltungsdauer, maximal über fünf Jahre
Gewährleistung Sicherheit, Eignung und Leistung
Durchführung der Überwachung und zum Betreiben und Anwenden von Medizinprodukten
Umsetzung europäischen Rechts und Reihe von nationalen Vorschriften
Herstellerangaben der Geräte Der Hersteller kann eigene Fristen zur Wartung von Medizingeräten festlegen Individuell
Weichen die Herstellerangaben von der MPBetreibV ab, dann gelten die Fristen der Hersteller
Wartungsservice Vertrag mit dem Hersteller / Service-Anbieter wird abgeschlossen und sichert die Wartung auf einen bestimmten Zeitraum Individuell bestimmtes Zeitintervall, in Abhängigkeit von Hersteller- und Gesetz-Vorschriften