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Inhaltsverzeichnis

Über die Kernspintomographie (MRT)

Bild: Ärzte und Patientin während der MRT-Untersuchung
Herkömmliche MRT-Röhre | © Robert Kneschke / shutterstock.com

Normalerweise drehen sich alle Atomkerne im Körper um ihre eigene Achse. Diesen Drehimpuls nennt man auch „Kernspin“. Durch ihre Drehung erzeugen diese Kerne ein minimales Magnetfeld. Besonders wichtig sind hierbei die Wasserstoffkerne, die im Körper am häufigsten vorkommen. Unter natürlichen Umständen ist die magnetische Ausrichtung der Wasserstoffkerne rein zufällig.

Legt man von außen jedoch ein starkes Magnetfeld an, ordnen sich diese Atomkerne alle in der gleichen Richtung an, und zwar in Längsrichtung des Körpers. Dieses Prinzip nutzt die Magnetresonanztomographie. Im MRT-Gerät befindet sich ein sehr starkes Magnetfeld. Zusätzlich zu diesem Magnetfeld gibt das MRT-Gerät während der MRT-Untersuchung noch Radiowellen mit einer hohen Frequenz auf den Körper ab.

Dadurch verändert sich die Ausrichtung der Wasserstoffkerne im Körper. Nach jedem Radiowellen-Impuls kehren die Wasserstoffkerne wieder in die Längsrichtung zurück. Hierbei senden die Atomkerne spezielle Signale aus, die gemessen und anschließend vom Computer zu Bildern zusammengesetzt werden. Diese Signale reichen jedoch nicht aus, um verwertbare Bilder zu erhalten. Aus diesem Grund werden zusätzliche Magnetfelder mit Hilfe von sogenannten Spulen an den Körper angelegt.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Das MRT-Gerät ermöglicht Aufnahmen in jeder gewünschten Körperebene und gilt aktuell in vielen Bereichen als beste Möglichkeit, um krankhafte Veränderungen sichtbar zu machen. Besonders in der Tumordiagnostik, der Untersuchung der inneren Organe und bei Verletzungen der Sehnen, Muskeln, Bändern und Gelenkweichteilen ist die MRT-Untersuchung fester Bestandteil der Behandlung.

Unterschied zur Computertomographie (CT)

Während bei der Magnetresonanztomographie (MRT) ein starkes Magnetfeld zur Erzeugung von Bildern aufgebaut wird, arbeitet die Computertomographie (CT) mit Röntgenstrahlen. Mit dem MRT-Gerät lässt sich also ‚weiches‘ Gewebe wie das Gehirn, die Organe und die Muskulatur besser erkennen. Der Patient wird in eine Röhre gefahren und trotz der lauten Geräusche durch das Magnetfeld keiner schädlichen Röntgenstrahlung ausgesetzt.

Das CT hingegen liefert dreidimensionale Querschnittsbilder in kürzester Zeit. Diese Untersuchung eignet sich vor allem für Notfälle oder schwer kranke Patienten. Die Röntgenstrahlen werden aufgefangen, nachdem sie den Körper des Patienten durchdrungen haben. Durch einen Computer werden dann Schnittbilder erzeugt, welche ein Arzt anschließend auf dem Monitor genau beobachten kann. Nachteil dieser Untersuchung ist die hohe Strahlenbelastung, die deutlich höher ist, als bei einer normalen Röntgen-Untersuchung.

Geräteeigenschaften MRT CT
Alternative Bezeichnung Kernspintomographie, Kernspin, Röhre CAT-Scan
Verfahren Bildgebendes Verfahren Bildgebendes Verfahren
Dargestellte Dimensionen 2D und 3D 2D und 3D
Funktion Mittels Erzeugung magnetischer Wechselfelder Mittels Röntgenstrahlung
Gerät Längliche Röhre Kurzer Ringtunnel
Geeignet für Schädel, Gehirn, Lunge, Verdauungstrakt, Gewebe, Knochen, Gefäße Gehirn, Muskeln, Wirbelsäule
Lärmbelastung Hoch Niedrig
Röntgenstrahlung Nein Ja
Dauer Untersuchung 15 - 60 Minuten 5 - 10 Minuten

Einsatzbereiche und Kosten

Bild: Ein Patient und ein Doktor schauen auf eine MRT-Aufnahme
Ein MRT-Gerät für eine Sportverletzung am Bein | © Garnet Photo / shutterstock.com

Der Markt für diagnostische MRT-Geräte hat große Zukunft. Mittlerweile sollte ein MRT-Gerät fester Bestandteil jeder Klinik sein. Dies lässt sich jedoch nicht so leicht umsetzen, da die Kosten hierfür ein wichtiger Faktor für die Inbetriebnahme sind. Diese liegen bei mindestens 750.000 Euro netto.

Die Kosten für ein interventionelles MRT-Gerät können sogar bei über 3 Millionen Euro netto liegen. Vor der Anschaffung sollte allerdings einiges beachtet werden. Ein offenes MRT ist für Patienten am angenehmsten und bietet zahlreiche Vorteile. Durch die offene Bauweise bietet das Gerät einen Rundum-Blick für den Untersuchten. Der hohe Liegekomfort eignet sich besonders für Patienten mit Platzangst, mit Schmerzen, mit Einschränkungen oder für kranke und ältere Patienten.

Mit dem Upright-MRT ist es erstmals möglich, eine Kernspintomographie-Untersuchung aufrecht und damit unter der natürlichen Gewichtsbelastung durchzuführen. Dies ermöglicht somit in vielen Fällen eine ergänzende und aussagekräftigere Diagnostik, die so mit konventionellen, ausschließlich liegend durchgeführten Kernspintomographie-Untersuchungen nicht erreicht werden kann. Wer sparen möchte, sollte sich vielleicht einmal bei den gebrauchten Geräten umschauen.

MRT-Gerät Kosten (neu, mit Einbau)* Kosten (gebraucht, mit Einbau)*
Offenes MRT Ca. 750.000 - 3.500.000 € Ca. 160.000 - 1.500.000 €
Upright-MRT Ca. 750.000 - 3.500.000 € Ca. 500.000 - 2.500.000 €
Geschlossenes MRT Ca. 750.000 - 3.500.000 € Ca. 30.000 - 100.000 €

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Einbau und laufende Kosten

Um ein MRT-Gerät ordnungsgemäß verwenden zu können, müssen Zubehör und Zusatzgeräte angeschafft werden. Dies reicht von speziellen MRT-Möbeln wie Liegen, Stühlen und Instrumentenwagen bis hin zu elektronischem MRT-Zubehör wie Monitoren und Beatmungsgeräten. Der Kostenpunkt liegt dabei bei zwischen ca. 100 und 2.000 Euro netto je nach Artikel. Einige MRT-Geräte (beispielsweise Upright-MRT) erlauben es, ein Entertainment-System mit einzubauen.

Die laufenden Betriebskosten liegen derzeit bei bis zu 15.000 Euro netto im Monat. Diese Beträge sind abhängig vom Kühlmittel- und Stromverbrauch sowie der Art der Softwarelizenz. Um ein MRT-Gerät zu installieren, bedarf es eines geeigneten Raumes. Gegebenenfalls müssen Praxen und Krankenhäuser vor dem Ersterwerb eines Gerätes Umbaumaßnahmen durchführen. Die Räume sollten großzügig ausgestattet sein, und viel Platz für Gerät und Zubehör bieten.

Quelle: © MEDICATradeFair / youtube.com

Zusammengefasst setzen sich die Anschaffungskosten für ein MRT-Gerät aus verschiedenen Faktoren zusammen. Der Preis für ein MRT 1,5 Tesla Gerät liegt zwischen ca. 1.250.000 und 3.500.000 Euro netto. Des weiteren kommen Kosten für Zubehör, Wartungsarbeiten und Umbaukosten des MRT-Raumes hinzu. In der folgenden Tabelle finden sie eine zusammenfassende Auflistung von Kosten, die mit dem Erwerb eines MRT verbunden sind.

MRT-Gerät: Einbau und laufende Kosten Zu erwartende Gesamt-Kosten (neu, mit Einbau)*
MRT 1,5 Tesla - große Öffnung, starke Gradienten, inklusive aller Spulensätze und Softwareoptionen ca. 1.250.000 - 3.500.000 €
Herstellung des Untersuchungsraumes (Magnetische Abschirmung, Kühlsystem, Statik, Schallschutz, Elektrik) ca. 350.000 €
Herstellung des Bedienraumes (Klima, Möblierung, EDV) ca. 20.000 €
Einbringung des 3.5t - Magneten (zweitägige Absperrung der Straßen-Zufahrt, Schwerlastkran, Gebäudeöffnung) ca. 25.000 €
Kontrastmittel-Injektomat (automatische, flussgesteuerte Kontrastmittel-Einbringung) ca. 25.000 €
Anschluss an das digitale Bildarchiv ca. 5.000 €
Anschluss von Bilddruckern (Filmlaser / A3-Papierdrucker, höchstauflösend) ca. 30.000 €
Wartungsvertrag (vier Betriebswartungen, Absicherung von Arbeits- und Ersatzteilkosten) je Kalenderjahr ca. 85.000 € (pro Jahr)
Betriebskosten (Strom, Helium, Wasserkühlung) je Kalenderjahr ca. 20.000 € (pro Jahr)

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Bekannte Hersteller von MRT-Geräten

Bild: Ein MRT-Gerät in einer Klinik
Ein MRT-Gerät in einer Klinik | © Alex Kh / shutterstock.com

Die Auswahl an zertifizierten Herstellern von MRT-Geräten ist limitiert, jedoch ist das Angebot sehr breit gefächert. Am beliebtesten sind Hersteller, die Upright-Geräte anbieten und eine flexible Positionierung des Patienten ermöglichen. Mittlerweile haben sich Hersteller wie Philips und Siemens am Medizintechnikmarkt als Marktführer etabliert.

Der Markt der Medizintechnik im Bereich der diagnostischen MRT-Geräte bietet eine Vielzahl an Produkten. Der mit Abstand am häufigsten verwendete Gerätetyp ist ein offenes MRT- Gerät, welches viele Vorteile für die Patienten bietet. Zusätzlich finden Sie auch viele Hersteller für MRT-Software. Die hohen Anschaffungskosten sorgen dafür, dass sich viele Ärzte und klinische Einrichtungen für ein geleastes MRT-Gerät entscheiden.

Viele Hersteller bieten diese, aber auch andere Finanzierungsmöglichkeit für MRT-Geräte an. Vor der Anschaffung ist es deshalb ratsam, sich im Vorfeld des Erwerbes beim Hersteller oder Händler über Leasing und weitere Finanzierungsangebote zu informieren. Damit Sie trotzdem einen Überblick erhalten können, finden Sie in der folgenden Tabelle eine Auswahl der beliebtesten MRT-Geräte, die in deutschen Krankenhäusern und Kliniken genutzt werden.

Hersteller MRT-Gerät Gewicht Eigenschaften Vorteile
GE Healthcare SIGNA Creator k. A. FOV: 50 cm k. A.
Express-Spulen-Technologie
SV25.0 Anwendungssuite
Siemens MAGNETOM Prisma 13 T BioMatrix Technologie k. A.
Durchmesser: 70 cm
Mindestanforderung für Aufstellung:
33 m²
MAGNETOM Vida 7,5 T Durchmesser: 70 cm BioMatrix Technologie
Mindestanforderung für Aufstellung: Intuitives Bedienkonzept
31 m² Patientenfreundliche Licht­konzept
Philips Ingenia 1.5T 3,5 T (FOV): 55 cm Erstklassige Bildgebung
Durchmesser: 70 cm Schnelle Arbeitsweise
Maximale Tragfähigkeit: 250 Kg Individuelle Bildgebung
Mindestanforderung für Aufstellung: IntelliSpace Portal
27 m²
Ingenia Elition 3.0T X 4,8 T dStream-Technologie Atemsignale
40 % höheres SNR Schnellere Patientenvorbereitung
Durchmesser: 70 cm Bis zu 60% höhere Auflösung
Mindestanforderung für Aufstellung: Erhöhter Patientenkomfort
24 m²
Prodiva 1.5T CX 2,7 T dStream-Technologie Atemsignale
Durchmesser: 60 cm Schnellere Patientenvorbereitung 
Minimale Raummaße:  Bis zu 60% höhere Auflösung
25 m² Erhöhter Patientenkomfort

Wartung, Service und Zubehör für MRT-Geräte

Beim Einsatz von Medizintechnik wie einem MRT-Gerät verpflichtet sich jeder Arzt zur Dokumentation. In den Praxen und Kliniken muss es ein Medizinproduktebuch geben, in dem Betriebsanleitungen, Einweisungen, Schulungen des Personals, Wartungen und Reparaturen etc. hinterlegt sind.

Um im Schadensfall eine zügige Reparatur sicherzustellen, sollte das MRT-Gerät regelmäßig gewartet werden. Dazu gibt es bestimmte Anleitungen und Vorgaben. Außerdem sollte man im Falle des Erwerbes eine Versicherung für Reparaturen, Schadensfälle und sonstige versicherungsrelevante Vorkommnisse abzuschließen. Neben den Kosten für Wartung und Reparaturen kommen noch die Betriebskosten hinzu.

Ein MRT-Gerät verbraucht viel Strom. Die jährlichen Betriebskosten für ein Gerät liegen bei ungefähr 180.000 Euro netto. Die Entsorgung der Altgeräte ist ebenfalls ein Kostenpunkt. Auf unserer Seite können Sie kostenlose Angebote für Ihr gebrauchtes MRT-Gerät einholen. Wir vermitteln Ihre Anfrage an qualifizierte Händler und garantieren Ihnen so schnelle Kaufangebote. In der folgenden Tabelle finden Sie zur besseren Übersicht eine Auswahl von Zubehör, die für ein MRT-Gerät erworben werden können.

Mobiliar und Möbel Elektronische Geräte Sonstiges Zubehör
Liegen Beatmung und Sauerstoffversorgung Feuerlöscher
Rollstühle Druckminderer Instrumentarium
Auflagen und Umlagerungshilfen Displays Abfalleimer
Infusionsständer Audiosystem Sackhalter
Instrumentenwagen Entertainment Videosystem Trittstufen
Chirugenstühle Sauerstoffmonitor Sehhilfen
Regale und Gerätewagen Spritzenpumpe Titanwerkzeug (antimagnetisch und funkfrei)
Traumatransporter Videoüberwachung  

MRT-Untersuchung: Hinweise für Patienten

Eine MRT-Untersuchung dauert in der Regel zwischen 15 und 30 Minuten. Vor einer Untersuchung findet immer ein Aufklärungsgespräch statt. Dabei erklärt der Arzt (Radiologe) dem Patienten den gesamten Prozess, welche Risiken bestehen und ob es Alternativen gibt.

Außerdem informiert sich der Arzt über Ihren Gesundheitszustand und prüft, ob Einwände gegen die MRT-Untersuchung vorliegen. Für die MRT-Untersuchung fährt eine Liege den Patienten so weit in einen ringförmigen Magnettunnel, bis der zu untersuchende Körperbereich sich in der Röhrenmitte befindet. Die Untersuchung ist schonend und schmerzfrei. Zusätzlich kommt das Verfahren ohne potenziell schädliche Röntgenstrahlung aus. Ein Hauptnachteil der MRT ist allerdings, dass Metall am oder im Körper (z. B. Münzen, Schlüssel, Metallimplantate, Metallsplitter etc.) Nebenwirkungen und Bildstörungen verursachen können.

Moderne Metallimplantate stellen jedoch in der Regel kein Problem dar, da sie aus nichtmagnetischem Metall gefertigt sind. Die Preise für eine MRT-Untersuchung richten sich in Deutschland nach der Gebührenordnung für Ärzte und variieren je nach Organ und Aufwand der Untersuchung. Während der kompletten Untersuchung werden die Patienten von medizinischen Personal über einen Bildschirm oder direkt vom Bedienraum überwacht. In der folgenden Tabelle sind die geschätzten Preise für einzelne Körperregionen aufgelistet:

MRT-Untersuchung Dauer Kosten (privat versicherte) Kosten (gesetzlich versicherte)
Kopf 30 Minuten ca. 250 - 460 € ca. 120 €
Knie 30 Minuten ca. 140 - 350 € ca. 120 €
Schulter 20 Minuten ca. 140 - 350 € ca. 120 €
Lendenwirbelsäule 20 Minuten ca. 250 - 610 € ca. 120 €
Halswirbelsäule 20 Minuten ca. 250 - 610 € ca. 120 €
Brustwirbelsäule 20 Minuten ca. 250 - 610 € ca. 120 €
Rücken 20 Minuten ca. 730 - 1.830 € ca. 120 €
Brust 20 Minuten ca. 230 - 420 € ca. 120 €
Ellenbogen 30 Minuten ca. 140 - 250 € ca. 120 €
Herz 60 Minuten ca. 250 - 450 € ca. 120 €
Hüfte 20 Minuten ca. 140 - 250 € ca. 120 €
Lunge 20 Minuten ca. 250 - 450 € ca. 120 €
Ganzkörper 60 Minuten ca. 1.000 - 2.000 € ca. 1.000 - 2.000 €