GE HealthCare Technologies Inc: Unternehmensprofil und Produkte

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Abstract – GE HealthCare Technologies Inc: Unternehmensprofil und Produkte

  • GE HealthCare Technologies Inc (NASDAQ: GEHC, ISIN US36266G1076) ist seit Januar 2023 ein eigenständiger Medizintechnikkonzern mit Hauptsitz in Chicago, ca. 54.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 20,625 Mrd. USD (2025); das Unternehmen ging durch Spin-off aus General Electric hervor und wurde ursprünglich am 28. September 1994 als GE Medical Systems gegründet.
  • Das Portfolio gliedert sich in vier Segmente: Imaging (MRT SIGNA, CT Revolution/Photonova Spectra, Röntgen, PET/CT), Advanced Visualization Solutions (Ultraschall LOGIQ/Vscan, Image Guided Therapies), Patient Care Solutions (Monitoring, Anästhesie) und Pharmaceutical Diagnostics (Kontrastmittel, Radiopharmaka) — ergänzt durch EKG-Geräte der MAC-Serie sowie C-Bögen der OEC-Serie für chirurgische Bildgebung.
  • Für niedergelassene Ärzte sind primär Point-of-Care-Ultraschall (Vscan Air, ab ca. 5.000 €), stationäre Ultraschallsysteme (LOGIQ P, ab ca. 20.000 €) und Ruhe-EKG-Geräte (MAC 600, ab ca. 988 €) praxistauglich; MRT, CT und C-Bögen der OEC-Serie adressieren Kliniken, radiologische Praxen und operative Einrichtungen mit entsprechender Infrastruktur und Strahlenschutzgenehmigung.
  • Betreiber von GE-HealthCare-Geräten in Deutschland unterliegen der MPBetreibV (STK-Pflicht nach § 11), der MDR (EU 2017/745) sowie — für CT, Röntgen und C-Bögen — dem Strahlenschutzgesetz; die deutsche Niederlassung GE Healthcare GmbH ist in Solingen eingetragen, der operative Hauptgeschäftssitz befindet sich in München.

Unternehmensprofil: Wer ist GE HealthCare Technologies Inc?

GE HealthCare Technologies Inc ging am 3. Januar 2023 aus dem Spin-off des Konzerns General Electric hervor. Der erste Handelstag an der NASDAQ unter dem Kürzel GEHC war der 4. Januar 2023. Die operative Geschichte des Unternehmens reicht deutlich weiter zurück: GE begann bereits in den 1890er Jahren mit medizinischen Röntgenanwendungen. Das heutige Medizintechnikportfolio entstand über Jahrzehnte durch Akquisitionen — darunter OEC Medical Systems (1998), Amersham Biosciences (2004) und BK Medical (2021). 2025 kamen die Übernahmen von Nihon Medi-Physics und icometrix hinzu; die geplante Akquisition von Intelerad (cloud-basierte Enterprise-Imaging-Plattform, 2,3 Mrd. USD) soll voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Der Hauptsitz befindet sich in Chicago, Illinois, USA. Weltweit beschäftigt GE HealthCare rund 54.000 Mitarbeiter und ist in über 160 Ländern aktiv. Der Jahresumsatz belief sich laut Earnings Release vom 4. Februar 2026 auf 20,625 Milliarden US-Dollar (2025). CEO ist seit 2022 Peter J. Arduini, der das Unternehmen durch den Spin-off-Prozess geführt hat. GE HealthCare wurde 2026 in die Fortune World’s Most Admired Companies aufgenommen.

Kennzahlen auf einen Blick

Unternehmensname
GE HealthCare Technologies Inc
Website
www.gehealthcare.com
Rechtsform
Corporation (Delaware, USA)
Gründung GE Healthcare
28. September 1994
Separation abgeschlossen
3. Januar 2023
Erster Handelstag (NASDAQ)
4. Januar 2023
Hauptsitz
Chicago, Illinois, USA
Börsenkürzel
GEHC (NASDAQ Global Select Market)
ISIN
US36266G1076
CEO
Peter J. Arduini (seit 2022)
Mitarbeiter
ca. 54.000 (Stand 2025)
Jahresumsatz
19,552 Mrd. USD (2023) / 19,672 Mrd. USD (2024) / 20,625 Mrd. USD (2025)
F&E-Ausgaben
1,205 Mrd. USD (2023) / 1,311 Mrd. USD (2024) / 1,260 Mrd. USD (2025)
Aktive Märkte
über 160 Länder
Spin-off aus
General Electric Company
Geschäftsbereiche
Imaging, Advanced Visualization Solutions (AVS), Patient Care Solutions (PCS), Pharmaceutical Diagnostics (PDx)
Zertifizierungen
FDA-Clearance (USA), CE-Kennzeichnung (EU), MDR-konform
Produktmarken
LOGIQ, Vscan, SIGNA, Revolution, OEC, MAC, Optima, Discovery, Edison
Auszeichnungen
Fortune World’s Most Admired Companies 2026
Deutsche Niederlassung
GE Healthcare GmbH, Beethovenstr. 239, 42655 Solingen; operativer Hauptgeschäftssitz: München

Geschäftsbereiche und Segmentstruktur

GE HealthCare Technologies gliedert sein Geschäft in vier operative Segmente, die in den SEC-Filings (Form 10-K) ausgewiesen werden. Zum 1. Juli 2024 reorganisierte das Unternehmen die Segmentstruktur: Das bisherige Ultrasound-Segment wurde in Advanced Visualization Solutions (AVS) umbenannt und um die zuvor im Imaging-Segment geführten Image Guided Therapies (IGT) erweitert.

Imaging

Das Imaging-Segment ist das umsatzstärkste Geschäftsfeld. Es umfasst Magnetresonanztomographen (MRT), Computertomographen (CT), Positronenemissionstomographen (PET/CT), konventionelle Röntgensysteme sowie Fluoroskopiegeräte. 2025 erzielte das Segment einen Umsatz von 9,245 Mrd. USD (+4,4 % gegenüber Vorjahr). Abnehmer sind primär Krankenhäuser, radiologische Zentren und MVZs mit entsprechender Infrastruktur.

Advanced Visualization Solutions (AVS)

Das AVS-Segment — seit Juli 2024 die Nachfolge des Ultrasound-Segments — gliedert sich in zwei Bereiche: Specialized Ultrasound (Radiology, Primary Care, Point of Care, Women’s Health) und Procedural Guidance (CardioVascular and Interventional Solutions, Surgical Innovations). Procedural Guidance schließt die Image Guided Therapies ein, die zuvor dem Imaging-Segment zugeordnet waren. Der Segmentumsatz 2025 betrug 5,354 Mrd. USD (+4,3 % gegenüber Vorjahr). Für niedergelassene Ärzte ist das Specialized-Ultrasound-Portfolio unmittelbar relevant.

Patient Care Solutions

Patient Care Solutions (PCS) bündelt Monitoring-Systeme, Anästhesie-Workstations und Beatmungsgeräte. Das Segment erzielte 2025 einen Umsatz von 3,086 Mrd. USD. Es adressiert primär den stationären und intensivmedizinischen Bereich. Für die niedergelassene Praxis spielt es eine untergeordnete Rolle — außer im Bereich ambulanter Anästhesie.

Pharmaceutical Diagnostics

Das Segment Pharmaceutical Diagnostics (PDx) umfasst Kontrastmittel und Radiopharmaka — darunter gadoliniumbasierte MRT-Kontrastmittel, jodhaltige Röntgenkontrastmittel sowie Substanzen für nuklearmedizinische Anwendungen. Mit einem Umsatz von 2,900 Mrd. USD in 2025 (+15,6 % gegenüber Vorjahr) ist PDx das am stärksten wachsende Segment. Treiber war u. a. die Übernahme von Nihon Medi-Physics.

SegmentUmsatz 2025Wachstum YoY
Imaging9,245 Mrd. USD+4,4 %
Advanced Visualization Solutions (AVS)5,354 Mrd. USD+4,3 %
Patient Care Solutions (PCS)3,086 Mrd. USD−1,2 %
Pharmaceutical Diagnostics (PDx)2,900 Mrd. USD+15,6 %

Produktportfolio im Detail: GE HealthCare Geräte und Systeme für die Praxis

Die Produktlinien von GE HealthCare sind nach Modalität und Einsatzbereich strukturiert. Für die Beschaffungsentscheidung in Praxis und Klinik ist die Zuordnung zu konkreten Produktfamilien entscheidend.

Ultraschallgeräte: LOGIQ- und Vscan-Reihe

Die LOGIQ-Serie deckt den stationären GE Ultraschall ab — von der LOGIQ E10s für anspruchsvolle Abdomen- und Kardiologieanwendungen bis zur LOGIQ P-Serie für allgemeinmedizinische und internistische Praxen. Kennzeichnend ist die cSound-Bildarchitektur: eine softwarebasierte Signalverarbeitung ohne dedizierte Hardwareschichten.

Die Vscan Air-Reihe (CL und SL) adressiert den Point-of-Care-Bereich: mobile Handheld-Ultraschallgeräte bzw. Sonden mit Smartphone-Anbindung, Gewicht unter 300 Gramm, Akkulaufzeit für mehrere Stunden Dauerbetrieb. Klinisch etabliert ist sie in Notaufnahme, Intensivstation und hausärztlicher Sofortdiagnostik.

Praxisrelevanz: Die Vscan Air CL (Dual Probe) erlaubt mit einem Gerät sowohl Linear- als auch Curved-Array-Anwendungen. Praxen, die Abdomensonographie und Weichteilsonographie kombinieren, müssen damit keine zwei Sonden vorhalten.

MRT-Systeme: SIGNA-Plattform

Die SIGNA-Plattform umfasst MRT-Geräte von 1,5 Tesla (SIGNA Explorer, SIGNA Creator) bis 3,0 Tesla (SIGNA Architect, SIGNA Premier). GE HealthCare hat 2025 eine neue SIGNA-Generation vorgestellt, die auf höhere Effizienz, verbesserte Patientenerfahrung und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Für radiologische Praxen und MVZs mit MRT-Betrieb relevant: Die SIGNA-Serie unterstützt die AIR-Technologie (flexibles Spulensystem) sowie die KI-gestützte Rekonstruktion AIR Recon DL. Diese kann Akquisitionszeiten bei vergleichbarem Signal-Rausch-Verhältnis deutlich reduzieren.

CT-Systeme: Revolution-Reihe und Photonova Spectra

Die Revolution-CT-Familie reicht vom Revolution Frontier (Einstieg, 64-Zeilen) bis zum Revolution Apex (256-Zeilen, Spektral-CT). Für radiologische Praxen mit hohem Durchsatz ist die Revolution Maxima als Mid-Range-System positioniert. Alle aktuellen Revolution-Systeme unterstützen die KI-basierte Bildrekonstruktion TrueFidelity. Neu hinzugekommen ist 2025 die Photonova Spectra — ein Photon-Counting-CT auf Basis von Deep-Silicon-Technologie, das laut Hersteller eine verbesserte spektrale Auflösung bei reduzierten Strahlendosen ermöglicht. 

Röntgen & Fluoroskopie: Optima-, Discovery- und Allia-Reihe

Für konventionelle Radiographie und Durchleuchtung bietet GE HealthCare die Optima-Serie (stationäre und mobile Röntgensysteme) sowie die Discovery-Reihe (Fluoroskopie, Angiographie). Für den interventionellen Bereich neu zugelassen (FDA 510(k) + CE Mark 2025): Allia Moveo — ein interventionelles System für die Katheter- und Gefäßchirurgie, das präzisere Bildführung in der interventionellen Suite ermöglichen soll.

Hier erfahren Sie mehr über die Röntgengeräte von GE.

C-Bögen: OEC-Serie für chirurgische Bildgebung

Die C-Bögen von GE HealthCare werden unter der Marke OEC (ursprünglich OEC Medical Systems, 1998 von GE übernommen) vertrieben. GE HealthCare gilt in diesem Segment als einer der volumenstärksten Hersteller weltweit. Die OEC-Systeme finden Einsatz in Orthopädie, Traumachirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Gefäßmedizin, Urologie, Gastroenterologie, Schmerztherapie und interventionellen Verfahren.

ModellDetektorKernfunktionPrimäre Einsatzgebiete
OEC OneBildverstärker / optional CFDKompakt, All-in-OneOrthopädie, Urologie, Schmerztherapie
OEC EliteBildverstärker (9″/12″)Vielseitig, Profil-gesteuertAllgemeinchirurgie, Gefäß, Neurologie
OEC Elite CFDCMOS-Flachdetektor, 4KHohe Bildqualität, niedrige DosisGefäß, Wirbelsäule, komplexe Traumata
OEC 3DCMOS-Flachdetektor2D/3D-Kombination, intraoperativWirbelsäulenchirurgie, Bronchoskopie, Navigation

EKG-Geräte: MAC-Reihe, CASE Cardiac und CardioSoft

GE HealthCare bietet für die kardiologische Diagnostik in Praxis und Klinik drei Produktkategorien an EKG-Geräten an: Ruhe-EKG-Geräte der MAC-Serie, das konfigurierbare Belastungs-EKG-System CASE Cardiac sowie die PC-basierte Auswertungssoftware CardioSoft.

Die MAC-Reihe ist der Kern des GE-HealthCare-EKG-Portfolios. Alle Modelle sind standardmäßig mit integriertem Thermodrucker, Farbdisplay und dem herstellereigenen Marquette 12SL-Analysealgorithmus ausgestattet — einem seit 1980 kontinuierlich weiterentwickelten Industriestandard für automatische EKG-Interpretation gemäß aktuellen Leitlinien.

Die Modellreihe gliedert sich nach Einsatzschwerpunkt:

  • MAC 600 (ab ca. 988 Euro netto): 12-Kanal-Ruhe-EKG, 1,2 kg, Lithiumakku für bis zu 250 Untersuchungen, mobil und stationär einsetzbar, SD-Kartenspeicher mit PDF-Export. Geeignet für Einzelpraxen mit mittlerem EKG-Aufkommen.
  • MAC 800 (ab ca. 2.390 Euro netto): Erweiterte Konnektivität via WLAN, LAN und Modem; USB-Anschluss für Standardperipherie; direkte Anbindung an CardioSoft; Akkulaufzeit 2 Stunden im Dauerbetrieb.
  • MAC 2000 (ab ca. 3.490 Euro netto): Netzwerkfähig über das MUSE-Kardiologieinformationssystem; geeignet für kardiologische Schwerpunktpraxen und Kliniken mit hohem Untersuchungsvolumen.
  • MAC 5 / MAC VU360: Aktuelle Touchscreen-Modelle der Oberklasse. Der MAC 5 ist für den Dauerbetrieb auf Station und in kardiologischen Praxen ausgelegt. Der MAC VU360 bietet integrierte Gerätesicherheit (verschlüsselte Patientendaten, Sicherheitssoftware-Updates per Remote-Delivery) und bidirektionale MUSE-Integration für auftragsbasierte Abfragen.

Das CASE Cardiac-System ist ein konfigurierbarer Ergometrie-Arbeitsplatz für Belastungs-EKG-Untersuchungen. Es ist skalierbar als Einzel- oder Netzwerklösung einsetzbar und passt sich den klinischen Anforderungen unterschiedlich großer Einrichtungen an. CASE Cardiac eignet sich für internistische und kardiologische Praxen sowie für die Sportmedizin.

Für ambulante Langzeitdiagnostik bietet GE HealthCare den SEER 1000 Langzeit-EKG-Rekorder — ein kompaktes, patientenfreundliches Gerät für die Aufzeichnung über 24 bis 48 Stunden im Alltag des Patienten.

CardioSoft ermöglicht die Analyse und Verwaltung von Ruhe- und Belastungs-EKGs auf handelsüblichen PCs ohne dediziertes Standalone-EKG-Gerät. Die Software eignet sich für Praxen, die EKG-Funktionalität in eine bestehende EDV-Infrastruktur integrieren möchten, ohne zusätzliche Hardware anzuschaffen.

Abrechnung: Ruhe-EKG-Untersuchungen werden nach EBM (GOP 03321 für Hausärzte, GOP 13250 für Internisten) bzw. GOÄ (Ziffer 651) abgerechnet. Das Belastungs-EKG ist nach EBM GOP 03322 bzw. GOÄ Ziffer 652 abrechnungsfähig. Die Rentabilitätsrechnung vor dem Gerätekauf sollte Untersuchungsfrequenz, Abrechnungspotenzial und Anschaffungskosten gegenüberstellen.

Nuklearmedizin: Omni PET/CT

Im Bereich der Nuklearmedizin erhielt 2025 das Omni 128 cm Total Body PET/CT-System die CE-Kennzeichnung. Das System ermöglicht Ganzköperaufnahmen in einem einzigen Scan-Durchgang — relevant für onkologische Staging-Prozesse und Therapieverlaufskontrollen in spezialisierten Zentren.

KI-gestützte Auswertungssoftware: Edison-Plattform und Genesis

Edison ist GE HealthCares offene KI-Plattform. Über sie lassen sich klinische KI-Applikationen auf kompatiblen Geräten und in PACS-Systemen integrieren. Das Edison-Portfolio umfasst aktuell über 20 klinisch zugelassene Algorithmen — darunter Anwendungen für automatische Organkonturierung, Knochendichtemessung und Lungenläsionsdetektion.

Neu eingeführt wurde 2025 der Genesis Radiology Workspace: eine cloud-first-Lösung für radiologische Befundung, die auf schnellere Diagnose und verbesserte Workflow-Integration ausgerichtet ist. Die geplante Übernahme von Intelerad (Enterprise-Imaging-Software) soll dieses Cloud-Portfolio weiter stärken.

Tipp: Beim Gerätekauf empfiehlt sich eine explizite Abfrage, welche Edison-Apps im Lieferumfang enthalten sind und welche als kostenpflichtige Add-ons gebucht werden müssen. Die Lizenzstruktur variiert je nach Gerätemodell und Region.

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Marktposition und Wettbewerb

GE HealthCare, Siemens Healthineers und Philips Healthcare bilden das globale Oligopol in der Hochfeld-Bildgebung. Alle drei Unternehmen erzielen in den Kernsegmenten MRT, CT und Ultraschall vergleichbare Marktanteile. Regionale Präferenzen und bestehende Servicestrukturen beeinflussen Kaufentscheidungen erheblich.

Positionierung gegenüber Siemens Healthineers und Philips Healthcare

KriteriumGE HealthCareSiemens HealthineersPhilips Healthcare
MRT-PlattformSIGNAMAGNETOMIngenia / Elition
CT-PlattformRevolution / Photonova SpectraSOMATOMIncisive / IQon
UltraschallLOGIQ / VscanACUSONEPIQ / Lumify
KI-PlattformEdison / GenesisAI-Rad CompanionPhilips IntelliSpace
BörsennotierungNASDAQ: GEHCXETRA: SHLAEX: PHIA

Zulassungsstatus: FDA, CE-Kennzeichnung und MDR

Alle aktuell in Deutschland vertriebenen GE-HealthCare-Geräte tragen die CE-Kennzeichnung gemäß der EU-Medizinprodukteverordnung (MDR, EU 2017/745). Für den US-Markt verfügen die Systeme über 510(k)-Clearances oder PMA-Zulassungen der FDA. Im Rahmen der MDR-Übergangsfrist (verlängert bis 2027 bzw. 2028 je nach Risikoklasse) laufen Rezertifizierungen laufend. Beim Gerätekauf empfiehlt sich eine Anfrage beim Hersteller zum aktuellen Zertifizierungsstatus des konkreten Modells.

Aktuelle Entwicklungen 2025/2026

GE HealthCare hat 2025 eine Reihe strategisch relevanter Schritte vollzogen. Im Bereich Kooperationen schloss das Unternehmen eine siebenjährige Care Alliance mit dem University of Rochester Medical Center und startete gemeinsam mit der Mayo Clinic das Forschungsprogramm GEMINI-RT (Radiotherapie und onkologische Bildgebung). Im Bereich Nuklearmedizin wurde das Radiopharmakum Flyrcado für die Myokardperfusionsszintigraphie in den USA breit ausgerollt. Die Übernahme von Intelerad, mit der GE HealthCare sein Cloud-Imaging-Portfolio ausbauen will, wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet (vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen).

Relevanz für niedergelassene Ärzte und Kliniken

Für die Beschaffungsentscheidung sind neben technischen Gerätedaten vor allem Footprint, Investitionsvolumen, Servicestruktur und laufende Betriebskosten ausschlaggebend.

Welche GE-HealthCare-Geräte sind praxistauglich?

Point-of-Care-Ultraschall (Vscan Air) ist mit einem Anschaffungspreis ab ca. 5.000–8.000 Euro und einem Gewicht unter 300 Gramm auch für Einzelpraxen ohne dedizierte Ultraschallabteilung wirtschaftlich darstellbar. Stationäre Systeme der LOGIQ-P-Reihe sind ab ca. 20.000–40.000 Euro (Neugerät) verfügbar; gebrauchte Refurbished-Ultraschallgeräte liegen deutlich darunter.

MRT-Geräte und CT-Systeme erfordern Investitionen im siebenstelligen Bereich. Sie sind in der Regel Kliniken, radiologischen Praxen und MVZs vorbehalten. Flächenbedarf, bauliche Anforderungen (Abschirmung, Kühlung) und die notwendige MTRA-Fachkraft schließen den Einsatz in der Einzelpraxis regelhaft aus.

Service, Wartungsverträge und Schulungsangebote

GE HealthCare bietet für Deutschland Medizintechnik-Reparatur und Wartungsverträge über die Tochtergesellschaft GE HealthCare GmbH an. Unterschieden wird zwischen Assured-Verträgen (Basis-Wartung) und Premier-Verträgen (Vollwartung inkl. Ersatzteile und Reaktionszeiten-SLA). Für bildgebende Geräte schreibt § 11 MPBetreibV (Medizinprodukte-Betreiberverordnung) eine regelmäßige sicherheitstechnische Kontrolle (STK) vor. Diese kann der Hersteller im Rahmen eines Servicevertrags übernehmen.

Haftungsrisiko: Die STK-Dokumentation ist bei Rückverfolgbarkeit im Schadensfall nachweispflichtig. Praxisinhaber müssen sicherstellen, dass Serviceverträge die STK-Protokollierung explizit einschließen.

Finanzierungsoptionen und Leasingmodelle

GE HealthCare arbeitet in Deutschland mit der GE HealthCare Financial Services sowie mit externen Finanzierungspartnern zusammen. Praxisübliche Modelle sind:

  • Kauf (Aktivierung als Anlagevermögen, Abschreibung nach AfA-Tabelle — für Ultraschallgeräte i. d. R. 5 Jahre)
  • Medizintechnik-Leasing
    • Finanzierungsleasing (wirtschaftliches Eigentum beim Leasingnehmer, Aktivierungspflicht)
    • Operating Leasing (Gerät bleibt Eigentum des Leasinggebers, keine Aktivierung — steuerlich als Betriebsausgabe abzugsfähig)

GE HealthCare in Deutschland: Standorte und Vertrieb

Deutsche Niederlassung und DACH-Präsenz

Die GE Healthcare GmbH ist im Handelsregister Wuppertal (HRB 32964) eingetragen, mit eingetragenem Sitz in Solingen (Beethovenstr. 239, 42655 Solingen). Der operative Hauptgeschäftssitz in Deutschland befindet sich in München. Weitere Standorte bestehen in Wendelstein, Berlin, Hamburg, Freiburg i. Br., Braunschweig und Dassel — insgesamt ist GE HealthCare in Deutschland an 11 Standorten mit rund 1.800 Beschäftigten vertreten. In der Schweiz agiert GE Healthcare Switzerland AG (Glattbrugg), in Österreich besteht ein Standort in Wien.

Regulatorischer Rahmen in Deutschland

Für den Betrieb medizinischer Bildgebungsgeräte in deutschen Praxen und Kliniken gelten folgende Regelwerke:

  • MPDG (Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz): Übergeordnetes nationales Ausführungsgesetz zur MDR; regelt Zuständigkeiten, Meldepflichten und Bußgeldvorschriften
  • MPBetreibV (Medizinprodukte-Betreiberverordnung): Konkretisiert Betreiberpflichten zu Einweisung, STK und Gerätebuchdokumentation
  • MDR (EU 2017/745): Europäische Basisverordnung; alle GE-HealthCare-Produkte müssen MDR-konform sein
  • Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) / StrlSchV: Für CT-, Röntgen- und PET-Systeme — Genehmigungspflicht, Fachkundenachweise, Qualitätssicherung
  • EUDAMED-Registrierung: Hersteller und Bevollmächtigte müssen Produkte gemäß Art. 31 MDR im europäischen Datenbankportal registrieren

Vertriebsstruktur: Praxis vs. Klinik

GE HealthCare unterscheidet in Deutschland zwischen dem Klinikvertrieb (direkter Ansprechpartner für Krankenhäuser und größere MVZs) und dem Praxissegment (Point-of-Care, Ultraschall, kleinere Bildgebungssysteme). Für niedergelassene Ärzte ist primär der DACH-Vertrieb für Point-of-Care-Ultraschall zuständig, der über regionale Account Manager erreichbar ist.

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FAQ: Häufige Fragen zu GE HealthCare Technologies

Ist GE HealthCare noch Teil von General Electric?

Nein. GE HealthCare Technologies Inc wurde am 3. Januar 2023 durch einen Spin-off aus dem General-Electric-Konzern als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen (NASDAQ: GEHC) abgespalten. General Electric hielt unmittelbar nach dem Spin-off noch einen Minderheitsanteil und hat diesen seitdem sukzessive reduziert. GE HealthCare trifft Investitions-, Strategie- und Managemententscheidungen vollständig unabhängig vom früheren Mutterkonzern.

Wie schneidet GE HealthCare bei Wartungskosten und Servicereaktionszeiten ab?

Servicereaktionszeiten und Wartungskosten variieren je nach Vertragsmodell. GE HealthCare bietet für Deutschland SLA-basierte Premier-Verträge mit definierten Reaktionszeiten (Next-Business-Day oder 4-Stunden-Response je nach Vereinbarung). Unabhängige Kundenbefragungen im Krankenhausbereich (z. B. KLAS Research) bewerten GE HealthCare im Ultraschall-Segment regelmäßig im oberen Drittel. Für die Einzelpraxis liegen keine vergleichbaren Erhebungen vor. Ein Angebotsvergleich vor Vertragsabschluss — insbesondere zu Ersatzteilkosten und Leihgeräte-Regelung bei längeren Ausfällen — ist empfehlenswert.

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