Computertomographie: Infos zu Kosten vom CT-Gerät und der CT-Untersuchung

Die Computertomographie (CT) ist ein medizinisches Verfahren zur Darstellung von Körperstrukturen. Bei dieser Untersuchung fährt der Patient durch einen Gantry, einen kurzen Tunnel, in dem eine Röntgenröhre um den Körper des Patienten rotiert. Die Strahlung durchdringt den Körper und wird von Detektoren gemessen. Aus den Signalen berechnet ein Computer die Schichtbilder und stellt fest, wie die Körperscheiben aussehen. Ein CT ist schnell durchführbar und gilt als sehr präzise.

Wie hoch sind die Kosten für ein CT-Gerät? Wie verläuft die Untersuchung und in welchen medizinischen Bereichen wird ein solches Gerät angewendet? Hier finden Sie Informationen zu den unterschiedlichen CT-Geräten, den Kosten und Herstellern.


Computertomographie: Unterschiede von CT-Scanner und MRT-Gerät

Auf die Frage, welches Untersuchungsverfahren – CT oder MRT – besser ist, gibt es keine pauschale Antwort. Beide Geräte, sowohl das MRT als auch das CT, haben ihre Vorteile und Nachteile. Das MRT-Gerät arbeitet mit Magnetfeldern, die frei von Strahlung sind. CT-Geräte hingegen arbeiten mit Röntgen-Strahlen, anders jedoch als bei einem Röntgen-Bild wird der Patient von allen Richtungen gescannt. Allerdings ist Röntgen-Strahlung beispielsweise in der Schwangerschaft untersagt. Ein MRT eignet sich besonders zur Darstellung von Weichteilgewebe, das CT eher für die Darstellung knöcherner Strukturen.

Welche Untersuchungsart tatsächlich sinnvoller ist, wird individuell entschieden. Häufig spielt auch der wirtschaftliche Aspekt eine Große Rolle dabei, welches Gerät für eine Untersuchung eingesetzt wird. Eine CT-Untersuchung ist in der Regel um einiges günstiger und erfolgt schneller als eine MRT-Untersuchung. Sollte eine Darstellung der gewünschten Struktur in beiden Verfahren möglich sein, wird daher oft der Einsatz des CTs bevorzugt.


Dual-Source-Technologie: Vorteile der DSCT

Mit dem Somatom Definition hat der Hersteller Siemens das erste Dual-Source Computertomographie-System (DSCS) der Welt entwickelt. Das DSC-System vereint zwei Röntgenröhren in einem Gerät. Dadurch ergeben sich gleich zwei Einsatzmöglichkeiten dieser CT-Geräte: Zum einen können beide Röhren den Patienten gleichzeitig und mit zwei unterschiedlichen Energien scannen. Zum anderen können die beiden Röhren unterschiedliche Teile des Patienten untersuchen und die Daten am Ende zusammensetzen. Die dadurch entstandenen Bilder erlauben eine bessere Bildqualität sowie eine bessere Interpretation.

Das Dual-Source Verfahren arbeitet mit einer noch höheren Geschwindigkeit als ein gewöhnliches CT-Gerät. Durch die Verfügbarkeit von 128 parallelen Zeilen ist eine Abdeckung beinahe des ganzen Herzens möglich. Wird beispielsweise ein Patient mit akuten Brustschmerzen in die Notaufnahme eingeliefert, ist eine schnelle und verlässliche Bildgebung von größter Wichtigkeit, um eine Diagnose stellen zu können. Gerade bei solchen Notfallpatienten kann eine schnelle und sichere CT-Untersuchung lebensnotwendig sein.

Der Somatom Definition erfüllt sämtliche Anforderungen an ein vielseitig einsetzbares CT-Gerät. Er ist ideal für die Bildgebung in der Akutversorgung geeignet. Dazu zählt die Befundung von Patienten mit akuten Brustkorb- und Bauchschmerzen sowie Patienten mit Verdacht auf einen Schlaganfall. Dual-Source-CTs arbeiten nicht nur mit einer extrem hohen Geschwindigkeit, sondern auch mit einer großen Detailgenauigkeit – und das mit der halben Strahlendosis im Vergleich zu herkömmlichen CT-Systemen.


PET-CT und CT im Vergleich: Vorteile und Unterschiede

Die PET-CT ist eine Mischung aus zwei medizinischen Untersuchungsverfahren: aus der Positronen Emissions Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Die Funktion der beiden Geräte ist sehr unterschiedlich, weshalb sie verschiedene Bilder und Informationen liefern. Die Informationen beider Geräte ergänzen sich jedoch in manchen Fällen ausgezeichnet. Um die unterschiedlichen Funktionsweisen miteinander zu verknüpfen, wurde die PET weiterentwickelt und es entstand die PET-CT. Auf diesem Weg können die beiden unterschiedlichen Untersuchungen quasi gleichzeitig durchgeführt werden. Das Ergebnis ist ein Fusionsbild, welches Informationen aus beiden Untersuchungsverfahren enthält.

PET ist ein nuklearmedizinisches Diagnoseverfahren, welches seit über 15 Jahren erfolgreich eingesetzt wird. Bei dieser Untersuchung werden dem Patienten Tracer, also minimale Mengen radioaktiv markierter Stoffe, verabreicht. Diese Stoffe verteilen sich in den Körperzellen und werden mittels PET-Kamera sichtbar gemacht. So werden auch Krebszellen im PET sichtbar. Während die gesunden Zellen einen unauffälligen, kaum sichtbaren Hintergrund bilden, werden Krebszellen als leuchtende Punkte sichtbar. Die Strukturen des Körpers, das Skelett oder die Organe, können jedoch kaum mit dem PET dargestellt werden, hier kommt die CT-Untersuchung ins Spiel.

Bei der PET-CT werden beide Untersuchungen gleichzeitig durchgeführt. In nur einer einzigen Untersuchung werden also PET- und CT-Aufnahmen gewonnen. Dies ist ein Mehrwert sowohl für den Patienten als auch für den Arzt. In einer PET-Aufnahme erscheinen Regionen mit einem normalen Stoffwechsel sehr verschwommen. Bereiche mit hoher Aktivität können daher nicht präzise lokalisiert werden. Zellbereiche mit einer hohen Stoffwechselaktivität lassen sich mit dem PET-CT sehr exakt einer Gewebsschicht oder einem Organ zuordnen. Sind PET-Befunde auffällig, können diese mit dem Fusionsbild einer PET-CT Untersuchung sicher beurteilt werden. So lässt sich beispielsweise ein Tumor präziser entfernen. Auch Gewebsabnahmen können dadurch sehr genau durchgeführt werden.

PET-CT: Vorteile

Vorteile der PET-CT
Mischung aus der Positronen Emissions Tomographie (PET) und der Computertomographie (CT)
Liefert Bilder und Informationen beider Untersuchungsarten
Beide Untersuchungen finden quasi zeitgleich statt
Schafft einen Mehrwert für Patient und Arzt
Tumore lassen sich sehr genau einer Gewebsschicht oder einem Organ zuordnen
Ein Tumor kann durch die Untersuchung präzise entfernt werden
Gewebsabnahmen können sehr genau durchgeführt werden

CT-Gerät kaufen: Hersteller in der Übersicht

Der Medizintechnikmarkt bietet eine Vielzahl namhafter Hersteller, die sich auf die Produktion von CT-Geräten spezialisiert haben. Der Marktführer in Deutschland ist momentan Siemens. Weitere Hersteller von CT-Geräten sind Phillips, GE, Hitachi und Canon Medical.

Hersteller
Canon Medical
GE
Hitachi
Phillips
Siemens

CT-Gerät kaufen: Kosten und Preisvergleich von Computertomographen

Sie sind auf der Suche nach einem CT-Gerät für Ihre Praxis? Wir unterstützen Sie gerne dabei, das passende Modell zu finden. Die Kosten für ein neues CT-Gerät liegen zwischen 200.000 und 500.000 Euro. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit schließen Kardiologen und Radiologen sich oft zusammen und gründen einer MRT/CT-Gemeinschaftspraxis.

CT-Gerät: Preis

Geräteklasse Preisspanne Preis
Hochwertig400.000 - 600.000 €Ca. 500.000 €
Standard300.000 - 400.000 €Ca. 350.000 €
Preisgünstig200.000 - 300.000 €Ca. 250.000 €

Nicht zu vergessen sind die Kosten für das Zubehör, die bei etwa 75.000 bis 150.000 Euro liegen. Hinzu kommen natürlich noch die Betriebskosten, die sich auf knapp 5.000 bis 10.000 Euro monatlich berufen. Ein weiterer Faktor ist die Räumlichkeit, in der ein CT-Gerät stehen soll: Diese muss in Hinblick auf den Strahlenschutz bestens gewählt und geeignet sein.

CT-Gerät: Kosten für Zubehör / Betriebskosten

Kosten-PunktePreis
Zubehör für CT-GerätCa. 75.000 - 150.000 €
Monatliche BetriebskostenCa. 5.000 - 10.000 €

CT-Untersuchung: Kosten, Ablauf und Dauer

Die Computertomographie wird hauptsächlich in Krankenhäusern, Kliniken sowie bei spezialisierten Ärzten, beispielsweise bei Radiologen, durchgeführt. Häufig werden beim CT jodhaltige Kontrastmittel zur Verstärkung der Bildsignale verwendet. Diese werden intravenös injiziert. Deshalb sollte vorher die Verträglichkeit abgeklärt werden.

Ein Computertomograph ist ein großes Gerät mit einer runden Öffnung in der Mitte. Der Patient legt sich bei der Untersuchung auf eine Liege, welche in die kurze CT-Röhre hineinfährt. Die Röntgen-Röhre dreht sich währenddessen fortlaufend um die Längsachse der Person. Die Aufnahme des benötigten Röntgen-Bildes erfolgt innerhalb nur einer Sekunde. Die gesamte Dauer einer CT-Untersuchung hängt mitunter von der Körperregion ab, die untersucht werden muss, und dauert in den meisten Fällen nur wenige Minuten bis hin zu einer halben Stunde. Da sich das medizinische Personal aufgrund der Röntgenstrahlung hinter eine Schutzwand begeben muss, ist der Patient bei der Untersuchung alleine im Raum. Allerdings sollte man hier keine Angst haben, Arzthelfer oder Ärzte haben den Patienten immer im Blick und können problemlos mit ihm kommunizieren oder ihm Anweisungen geben.

Eine CT-Untersuchung ist immer eine kostenintensive Angelegenheit. Dabei kommt es natürlich auch auf die zu untersuchenden Körperregionen und die Dringlichkeit an. Im Notfall sollte man immer mit einer Summe von einigen hundert Euro rechnen. Laut der Gebührenverordnung für Ärzte, kurz der GOÄ, kostet ein CT des Kopfes etwa 116,75 Euro, eine Computertomographie des Bauchraums (Abdomen-CT) 151,55 Euro und eine CT-Untersuchung des Brustraums (Thorax-CT) 134,06 Euro.

CT-Untersuchung: Kosten

KörperregionKosten
Kopf (Schädel-CT)Ca. 116,57 €
Bauchraum (Abdomen-CT)Ca. 151,55 €
Brustraum (Thorax-CT)Ca. 134,06 €

Strahlenbelastung vom CT: Nebenwirkungen und Krebsrisiko

Die Gefahr von Röntgenstrahlung besteht darin, dass die Erbsubstanz dadurch geringfügig geschädigt werden könnte. Eine geschädigte Erbsubstanz erhöht das Krebsrisiko. Ob die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung Krebs verursacht, ist schwer zu sagen, da man nie weiß, ob der Krebs, der Jahre nach einer CT-Untersuchung aufgetreten ist, als Folge der Strahlenbelastung entstand. Normalerweise werden Belastungen nach einer solchen Untersuchung zu 99,9 Prozent von körpereigenen Enzymen wieder behoben. Dennoch gilt es zu beachten: CT-Untersuchungen sollten nur dann durchgeführt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

Nicht alle Körperzellen reagieren gleich empfindlich auf Röntgen-Strahlen. Die Gewebe des menschlichen Körpers besitzen eine unterschiedliche Strahlenempfindlichkeit. Man unterscheidet hierbei zwischen hoher, mittlerer und geringer Strahlenempfindlichkeit. In der folgenden Tabelle möchten wir Ihnen gerne zeigen wie hoch die Strahlenempfindlichkeit der jeweiligen Körperregion bei einer CT-Untersuchung ist.

CT-Untersuchung: Höhe der Strahlenempfindlichkeit

Art der Strahlenempfindlichkeit Körperregionen
Hohe Strahlenempfindlichkeit Blutbildendes Knochenmark
Dickdarm
Weibliche Brust
Magen
Lunge
Mittlere StrahlenempfindlichkeitBlase
Leber
Speiseröhre
Schilddrüse
Geringe StrahlenempfindlichkeitHaut
Knochenoberfläche
Muskulatur


PET-CT-Untersuchung: Kosten, Ablauf und Nebenwirkungen

Um eine PET-CT-Untersuchung durchzuführen, bedarf es bestimmten Voraussetzungen und Vorbereitungen, um am Ende eine gute Bildqualität zu erhalten. 12 Stunden vor Untersuchungsbeginn sollte der Patient keine Nahrung mehr zu sich nehmen und nur Wasser oder ungesüßten Tee trinken. Sport und andere körperliche Belastungen sollten am Vortag und am Tag der Untersuchung unbedingt gemieden werden.

Um erkrankte stellen auf dem Röntgen-Bild aufleuchten zu lassen, bekommen Patienten eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffs über den Venenzugang gespritzt. Des Weiteren bekommt man häufig noch eine Kochsalzlösung und ein harntreibendes Mittel. Anschließend ist Geduld gefragt, da sich die radioaktive Zuckerlösung erstmal im Körper verteilen muss. Die Wartezeit beträgt etwa 60 Minuten, dann wird die PET-CT-Untersuchung durchgeführt. Eine Untersuchung des gesamten Körpers dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Nach der Untersuchung ist der Patient in keiner Weise durch die radioaktive Substanz beeinträchtigt.

Bei Patienten, die privat versichert sind, werden die Kosten für eine PET-CT-Untersuchung in der Regel komplett übernommen. Bei Patienten mit einer gesetzlichen Krankenversicherung werden die Kosten für ein PET-CT nur bei bestimmten Indikationen übernommen: In Einzelfällen wird bei entsprechender Anfrage an die Krankenkasse eine Kostenerstattung für bestimmte Krebsarten übernommen, bei denen keine gesetzliche Leistungspflicht besteht. Soweit keine Kostenerstattung der privaten oder gesetzlichen Krankenkassen für eine PET-CT-Untersuchung erfolgt, fallen für den Patienten relativ hohe Kosten an. Laut der Gebührenverordnung für Ärzte müssen Selbstzahler etwa 1.400 Euro für eine PET-CT-Untersuchung zahlen und ca. 350 Euro für das Radiopharmaka.


Bewertung
Durchschnitt
1star1star1star1star1star
Anzahl Bewertungen
5 based on 32 votes
Name
CT-Gerät

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich mit Cookies einverstanden. Wir nehmen die Sicherheit Ihrer Daten ernst. Medizinio Datenschutz Sie können das Speichern von Cookies unterbinden, hierfür müssen SIe Einstellungen in Ihrem jeweiligen Browser vornehmen.

Schließen