Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzinformationen
Ich stimme zu

Röntgen-Geräte gesucht?

kostenlose Angebote | geprüfte Partner | 100% unverbindlich

Inhaltsverzeichnis

Über das Röntgen beim Tierarzt

Bild: Tierärztin mit Hund (Untersuchung)
Untersuchung in einer Kleintier-Praxis | © Zivica Kerkez / shutterstock.com

Das breite Angebot an Röntgen-Geräten für die Veterinärmedizin macht die Suche nach einem passenden Gerät nicht zwingend einfacher. Man sollte sich bereits vor dem Kauf genau überlegen, was man von einem Röntgen-Gerät erwartet, welche Untersuchungen man damit durchführen möchte und ob es für eine Kleintier- oder Großtier-Praxis angeschafft werden soll.

Der Ablauf einer Röntgen-Untersuchung beim Tierarzt läuft in der Regel wie folgt ab: Das Tier wird auf einem Lagerungskissen in die richtige Position gebracht und bekommt eine Betäubung. Diese wirkt allerdings nur wenige Minuten und auch die Narkose lässt nach 5 bis 10 Minuten wieder nach. Sollte der tierische Patient aus gesundheitlichen Gründen keine Betäubung oder Narkose bekommen, wird das Tier durch das medizinische Personal und den Besitzer in der richtigen Position kurz festgehalten.

Eine Röntgen-Untersuchung ist grundsätzlich nicht gefährlich für Ihr Tier, sollte allerdings nur dann erfolgen, wenn der Tierarzt einen akuten Krankheitsverdacht hat und diesen bestätigen oder ausschließen muss. Die Preise für die Untersuchung hängen zum einen vom jeweiligen Tierarzt ab. Zum anderen variiert die Kosten je nach dem, ob das Tier eine Betäubung oder eine Narkose benötigt.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Am Tag einer Röntgen-Untersuchung darf das Tier keine Nahrung zu sich nehmen. Da der tierische Patient bei der Röntgen-Untersuchung ein Kurzzeitnarkotikum verabreicht bekommt, ist das trinken von Wasser jedoch erlaubt und sogar sehr zu empfehlen. Die Untersuchung ist auch mit Kosten für den Tierhalter verbunden, die etwa bei 35 bis 80 Euro netto liegen. Eine Absicherung gegen solche Kosten kann eine Tierkrankenversicherung gewährleisten.

Geräte und Preise im Vergleich

Bild: Ein Hund auf eine Behandlungstisch (Röntgen-Anwendung)
Ein stationäres Röntgen-Gerät | © Maxim Gutsal / shutterstock.com

Vor 30 Jahren war es noch sehr schwierig, ein geeignetes Röntgen-Gerät für eine Tierarzt-Praxis zu finden, da die Mehrheit der Geräte primär für den Einsatz in der Humanmedizin gedacht war. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich allerdings das Angebot für veterinärmedizinische Röntgen-Geräte erheblich verbessert und viele Firmen haben sich mittlerweile auf den veterinärmedizinischen Markt spezialisiert.

Beim Kauf eines Röntgen-Geräts wird grundsätzlich zwischen mobilen und stationären Geräten unterschieden. Für Tierärzte, die Untersuchungen ausschließlich in ihrer Praxis durchführen, empfiehlt sich eher ein stationäres Röntgen-Gerät. Ein mobiles Röntgen-Gerät eignet sich ebenfalls für den Einsatz in der stationären Radiologie, vor allem empfiehlt es sich aber für Tierärzte, die ambulant tätig und auf ein mobiles Equipment angewiesen sind.

Desweiteren unterscheidet man zwischen Röntgen-Geräten für die Kleintier- und Großtier-Praxis. Zusätzlich gibt es auch viele tragbare Röntgen-Geräte für die Anwendung direkt vor Ort, wodurch der behandelnde Arzt nicht an den Standort der Praxis gebunden ist. Die Preisspanne der verschiedenen Röntgen-Geräte liegt etwa zwischen 2.000 und 50.000 Euro netto.

Röntgen-Gerät Besonderheiten Einsatzbereich Kosten (neu, inkl. Einbau)*
Mobiles Röntgen-Gerät Röntgen-Tisch mit Oberschichtröhre (bewegbar) Kleintier-Praxen 2.000 - 20.000 €
Oberflächen leicht zu reinigen und zu desinfizieren Großtier-Praxen
Auch für die stationäre Radiologie geeignet Horizontaler Strahlengang
Tragbares Röntgen-Gerät Kabellos und in Form eines Koffers Mobile Anwendung vor Ort beim Patienten 5.000 - 25.000 €
Für ambulante Untersuchung geeignet und kann in einem Fahrzeug transportiert werden Pferdekliniken
Wiegen nur etwa 7,5 bis 10 kg Universitäre Einrichtungen
Stationäres Röntgen-Gerät (analog) Untersuchung vom Kopf oder der Wirbelsäule bei Großtieren Großtier-Praxen 2.000 - 40.000 €
Für Untersuchungen, die ausschließlich in der Praxis stattfinden Pferdekliniken
Digitales Röntgen-Gerät Gesonderter Röntgenraum wird empfohlen Großtier-Praxen 5.000 - 100.000 €
Röntgen-Raum benötigt Platz für einen Bildschirmarbeitsplatz Kleintier-Praxen

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Mobiles Röntgen-Gerät

Mobile Röntgen-Geräte kommen vor allem in Kleintier-Praxen zum Einsatz und bestehen in der Regel aus einem beweglichen Röntgen-Tisch mit einer Oberschichtröhre. Die Tischplatte sollte bestenfalls aus Kunststoff bestehen, da solch eine Oberfläche sich leicht reinigen und desinfizieren lässt. Ein mobiles Röntgen-Gerät eignet sich ebenfalls für den Einsatz in der stationären Radiologie.

Die Kosten für ein mobiles Röntgen-Gerät betragen etwa 2.000 bis 20.000 Euro netto. Dabei bestimmt der Anwendungsbereich maßgeblich den Preis für das Röntgen-Gerät. Üblicherweise sind neue Röntgen-Geräte für die Kleintier-Praxis kostengünstiger als mobile Anwendungen für Großtiere.

Tragbares Röntgen-Gerät

Ein tragbares Röntgen-Gerät kommt bei mobilen Tierärzten zum Einsatz. In Form eines Koffers kann das Röntgen-Gerät zur ambulanten Untersuchung mitgenommen werden und lässt sich problemlos im Auto verstauen. Die kabellosen und kompakten Kofferlösungen wiegen im Schnitt nur 7,5 bis 10 Kilogramm und werden am häufigsten in der ambulanten Radiologie eingesetzt.

Heutzutage kommen die tragbaren Röntgen-Geräte auch bei der stationären Untersuchung zur Anwendung. Der handliche Koffer kann in einer Tierarztpraxis, einer Pferdeklinik, aber auch in universitären Einrichtungen flexibel eingesetzt werden. Ein eingebauter Laptop mit hoher Bildschirmauflösung ermöglicht zusätzlich eine sofortige und präzise Auswertung der Röntgenaufnahmen. Rechnen Sie mit Kosten von 5.000 bis 25.000 Euro netto.

Stationäres Röntgen-Gerät

Grundsätzlich werden auch in der Veterinärmedizin wie in der Humanmedizin mobile und stationäre Röntgen-Geräte unterschieden. Führen Tierärzte Untersuchungen ausschließlich in der Praxis durch, eignet sich eher ein stationäres Röntgen-Gerät. Hingegen sollten Veterinäre mit Außeneinsätzen auf das mobile Modell setzen. Und für den Einsatz in einer Großtier-Praxis benötigen Veterinäre ein Röntgen-Gerät, dessen Stativ es möglich macht, die Röhre bis auf Fußbodenhöhe abzusenken.

Aufnahmen der Gliedmaßenspitzen sind die am häufigsten durchgeführten Röntgen-Untersuchungen bei Großtieren, vor allem beim Pferd. Wie weit die Röntgen-Röhre nach oben verlängert werden kann, hängt hingegen von den individuellen Wünschen und Anforderungen ab. Möchten Sie Röntgen-Aufnahmen des Kopfes oder der Wirbelsäule bei Großtieren anfertigen, so benötigen Sie generell ein stationäres Hochleistungsgerät dafür. Die Kosten belaufen sich auf etwa 2.000 bis 40.000 Euro netto.

Digitales Röntgen-Gerät

Im Vergleich zur analogen Bilderzeugung gilt das digitale Röntgen nicht nur als umweltfreundlicher, sondern erzeugt auch qualitativ hochwertigere Aufnahmen. Die Bilderzeugung ist der hauptsächliche Unterschied zwischen einem analogen und digitalen Röntgen-Gerät. Anstelle der gewohnten Filmbetrachtung am Leuchtkasten, werden die Bilder über einen PC auf einem Befundmonitor sichtbar.

Dabei baut das digitale Röntgen-Gerät auf der konventionellen Röntgenanlage auf, wodurch sich die Arbeitsabläufe für den Tierarzt nur bedingt verändern. Das vorhandene Röntgen-Equipment kann größtenteils weiter verwendet werden. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Röntgen-Bilder einfach via E-Mail verschickt oder dem Patienten auf CD mitgegeben werden können. Das erleichtert unter anderem die Kontrolle der Untersuchung und ermöglicht ein schnelles Einholen einer zweiten Meinung.

Quelle: © EXAMION / youtube.com

Gebrauchte Röntgen-Geräte für Veterinäre

Bild: Eine Katze wird auf einem Röntgen-Tisch fixiert (Stationäres Röntgen-Gerät)
Ein gebrauchtes und analoges Gerät für Kleintiere | © PRESSLAB / shutterstock.com

Wie in der Humanmedizin ist auch der Markt für Röntgen-Geräte für Veterinäre groß: Vor allem für Kleintiere gibt es klassische Systeme bestehend aus Tisch und festinstalliertem Röntgen-Gerät, die gebraucht bereits ab einigen tausend Euro erhältlich sind.

Bei Großtieren kommt oft ein tragbares Röntgen-Gerät zum Einsatz, das vom Tierarzt mit Fahrdienst bequem auf die Weide oder in den Stall mitgenommen werden kann. Für Großtier-Kliniken gibt es hingegen spezielle Röntgen-Geräte, die auf die Ansprüche der Anwendung zugeschnitten sind und deshalb nur selten gebraucht gehandelt werden. Die deutlich geringeren Kosten für ein gebrauchtes Röntgen-Gerät sind auch im Bereich der Tiermedizin nicht zu unterschätzen.

Bei einer Neueinrichtung der Praxis können Gebraucht-Geräte somit die Anschaffungskosten reduzieren. Zum Vergleich: Ein gebrauchtes Röntgen-Gerät für die Kleintier-Praxis kostet etwa 1.500 Euro netto, während ein neues Gerät über 5.000 Euro netto kostet.

Veterinär-Röntgengerät Anwendung Durschnittliche Kosten*
Bodenmontiert (analog) Kleintiere ca. 1.500 - 4.000 €
Bodenmontiert (digital) Kleintiere bis zu 24.000 €
Mobiles Röntgen-Gerät Kleintiere ca. 3.000 - 6.000 €
Tragbares Röntgen-Gerät Großtiere ca. 4.000 - 8.000 €

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Digitales Röntgen beim Tierarzt

Bild: Ein Tablet zeigt ein Röntgen-Bild von einem Hund
Betrachten Sie die Röntgen-Bilder direkt am Tablet-Bildschirm | © Zapp2Photo / shutterstock.com

Wenn ein Arzt seine Tierarztpraxis mit einem digitalen Röntgen-Gerät ausstatten möchte, so müssen verschiedene Anforderungen dafür gegeben sein. Ein elementarer Aspekt sind die räumlichen Gegebenheiten. Ein gesonderter Röntgen-Raum wird aufgrund der Strahlung sehr empfohlen und generell müssen genügend Strahlenschutz-Vorrichtungen vorhanden sein.

Außerdem wird für das digitale Röntgen-Gerät ein Raum benötigt, in dem man einen Bildschirmarbeitsplatz einrichten kann. Natürlich müssen auch entsprechende elektrische Anschlüsse, Wasser- und Abwasserleitungen gegeben sein. Dafür sind moderne, digitale Röntgen-Geräte weitgehend wartungsfrei und können häufig viele Jahre ohne Reparaturen genutzt werden.

Mechanische Schäden oder Probleme mit der Elektrik können jedoch immer mal auftreten, weshalb eine regelmäßige Überprüfung zu empfehlen ist. Im Falle eines Geräte-Schadens muss oft eine Fachkraft her, um diesen zu beheben. Ein Service nah vor Ort hilft Zeit und vor allem Geld zu sparen. Weitere Informationen rund um das digitale Röntgen finden Sie hier.

Voraussetzung digitales Röntgen Vorteile Nachteile
Gesonderter Röntgenraum wird dringend empfohlen Größtenteils wartungsfrei Benötigen Schulung des Personals
Genügend Strahlenschutz-Vorrichtungen
Raum, in dem ein Bildschirmarbeitsplatz passt Verhältnismäßig einfache Handhabung und hohe Bildqualität Nachrüsten analoiger Geräte möglich
Entsprechende elektrische Anschlüsse
Entsprechende Wasser- und Abwasserleitungen Reduktion der Umweltbelastung (Keine Röntgenfilme etc.) Im Vergleich zu analogen Röntgen-Geräten hohe Anschaffungskosten