Was ist ein Belastungs-EKG?

Ein Belastungs-EKG (auch als Ergometrie, Sport-EKG oder Ergo-EKG bezeichnet) ist eine spezielle Form des Elektrokardiogramms, das während körperlicher Aktivität durchgeführt wird. Dieser Test wird typischerweise auf einem einem Fahrradergometer oder Laufband ausgeführt, um zu beobachten, wie das Herz unter Stress reagiert.

Ein Patient während eines Belastungs-EKGs auf einem Fahrradergometer.
Ein Belastungs-EKGs findet in der Regel auf einem Fahrradergometer statt und dauert circa 15 Minuten | © ALPA PROD / shutterstock.com

Während der Ergometrie werden Elektroden an Brust, Armen und Beinen der Testperson befestigt, um die elektrischen Signale des Herzens mit einem Belastungs-EKG-Gerät aufzuzeichnen. Diese Ergebnisse liefern wertvolle Informationen über die Leistungsfähigkeit des Herzens und können helfen, Herzerkrankungen wie z. B. die Koronare Herzkrankheit zu identifizieren. Das Sport-EKG wird oft verwendet, um Symptome wie Brustschmerzen oder Atemnot zu untersuchen und die allgemeine Fitness oder die Tauglichkeit für eine Operation zu bestimmen sowie die Nachsorge nach einer Operation (z. B. Bypass-Operation) zu gewährleisten.

Die Bedeutung des Belastungs-EKG für die Erkennung von Herzerkrankungen

Das Belastungs-EKG spielt eine entscheidende Rolle in der Herzdiagnostik. Durch die Beobachtung des Herzens unter körperlicher Anstrengung ermöglicht es den Ärzten, Anzeichen von Herzerkrankungen, die im Ruhezustand möglicherweise nicht sichtbar sind, zu erkennen.

Eine der Hauptanwendungen des Belastungs-EKGs besteht darin, Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit (KHK, ischämische Herzkrankheit) zu erkennen. Dies ist eine Erkrankung, bei der die Blutgefäße, die das Herz mit Blut versorgen, durch Ablagerungen von Fett und Cholesterin verengt oder blockiert sind. Während der Belastungsphase des Tests kann der Arzt feststellen, ob es Bereiche im Herzen gibt, die unter Stress nicht ausreichend mit Blut versorgt werden, ein mögliches Anzeichen für KHK.

Darüber hinaus kann das Belastungs-EKG dazu beitragen, andere Herzerkrankungen zu identifizieren, einschließlich:

  • Herzrhythmusstörungen: Während des Tests kann der Arzt mögliche Anomalien in der Herzfrequenz, im Herzrhythmus oder der Durchblutung feststellen. Diese könnten Anzeichen für Arrhythmien sein, Zustände, in denen das Herz unregelmäßig schlägt.
  • Herzklappenerkrankungen: Ein Belastungs-EKG kann dabei helfen, die Funktion der Herzklappen zu beurteilen. Bestimmte Muster in den EKG-Ergebnissen können auf eine Koronar-Stenose (Verengungen der Herzkranzgefäße) oder Insuffizienz (Undichtigkeit) der Herzklappen hinweisen.
  • Herzinsuffizienz: Durch Beobachtung der Reaktion des Herzens auf Belastung kann der Arzt mögliche Anzeichen einer Herzinsuffizienz feststellen, einer Erkrankung, bei der das Herz nicht in der Lage ist, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen.
  • Lungenfibrose: Bei einigen Patienten kann eine fortschreitende Lungenfibrose zu einer Belastung des rechten Herzens führen und eine Erkrankung verursachen, die als Lungenherz oder Cor pulmonale bezeichnet wird. Anzeichen dafür können im Rahmen eines Belastungs-EKGs erkannt werden

Ebenso kann das Belastungs-EKG dazu beitragen, die Ursache von Symptomen wie Brustschmerzen oder Kurzatmigkeit zu ermitteln. In manchen Fällen können diese Symptome durch Belastungen hervorgerufen werden, die das Herz belasten und zu Veränderungen in den EKG-Ergebnissen führen.

Das Belastungs-EKG kann auch zur Bewertung der Wirksamkeit von Medikamenten oder anderen Behandlungen für Herzerkrankungen verwendet werden, zur Beurteilung der körperlichen Fitness vor chirurgischen Eingriffen oder zur Bestimmung der angemessenen Übungsintensität bei Patienten in der Rehabilitation oder bei Sportlern (individuelle Belastungsgrenze).

Als Teil eines Gesundheits-Check-up können Berechtigte Ihren Anspruch auf ein präventives Belastungs-EKG geltend machen. Jede gesetzlich krankenversicherte Person zwischen dem 18. und dem 35. Lebensjahr haben einmalig Anspruch auf den Gesundheits-Check. Ab dem Alter von 35 kann die Untersuchung alle drei Jahre in Anspruch genommen werden.

Exkurs: Das Grundprinzip eines EKG

Das Grundprinzip eines Elektrokardiogramms (EKG) besteht darin, die elektrische Aktivität des Herzens zu messen und aufzuzeichnen. Das Herz erzeugt bei jedem Schlag elektrische Signale, die sich über das Herzgewebe ausbreiten und das Zusammenziehen (Kontraktion) der Herzmuskeln auslösen. Dieser Prozess ermöglicht es dem Herz, Blut durch den Körper zu pumpen.

EKG-Kurven auf ausgedrucktem Millimeterpapier.
EKG-Kurven auf ausgedrucktem Millimeterpapier.

Ein EKG-Gerät zeichnet diese elektrische Aktivität auf, indem es Elektroden verwendet, die an bestimmten Stellen auf der Haut des Patienten angebracht sind, üblicherweise an der Brust und an den Extremitäten. Diese Elektroden erfassen die elektrischen Impulse, die das Herz erzeugt, und leiten sie an das EKG-Gerät weiter, das sie in Form von Wellen auf einem Millimeterpapier oder einem Bildschirm darstellt.

Ein typisches EKG-Muster besteht aus verschiedenen Wellen und Intervallen, die die verschiedenen Phasen eines Herzschlags darstellen. Diese umfassen die Vorhofkontraktion (P-Welle), die Ventrikelkontraktion (QRS-Komplex) und die Erholungsphase der Ventrikel (T-Welle). Je nachdem, wie die EKG-Kurven aussehen, kann es es ich entweder um ein normales EKG oder ein abnormales EKG handeln.

Eine EKG-Kurve mit P-Welle, QRS-Komplex, ST-Strecke und T-Welle.
PR Interval (englisch) = PQ Intervall (deutsch)

Wie funktioniert ein Belastungs-EKG?

Ein Belastungs-EKG ist ein Verfahren, das die Leistungsfähigkeit des Herzens unter körperlicher Anstrengung misst. Während dieses Tests wird der Patient gebeten, auf einem Fahrradergometer oder einem Laufband zu trainieren, wobei die Intensität der Übung schrittweise erhöht wird, um das Herz stärker zu belasten. Die Übungsintensität kann erhöht werden, indem der Widerstand erhöht wird, gegen den der Patient während der Fahrradergometrie in die Pedale treten muss. Dieser wird häufig in Watt gemessen, um die Arbeit quantifizieren zu können, die vom Körper ausgeführt wird. 

Während des gesamten Prozesses sind EKG-Elektroden auf der Haut des Patienten angebracht, die kontinuierlich die elektrischen Impulse des Herzens (Herzaktionen) aufzeichnen. Diese Daten werden dann an einen Computer weitergeleitet, der sie in eine EKG-Kurve umwandelt und auf einem Monitor darstellt oder auf Millimeterpapier ausdruckt.

Für ein Belastungs-EKG setzt man in der Regel auf ein 12-Kanal-EKG. Dieses zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens aus zwölf verschiedenen Perspektiven auf und liefert so ein detailliertes Bild der Herztätigkeit.

Das 12-Kanal-EKG ermöglicht es den Ärzten, Anomalien in verschiedenen Teilen des Herzens zu erkennen, was bei einem EKG mit weniger Kanälen möglicherweise nicht möglich wäre. Darüber hinaus liefert es wichtige Informationen über die Herzfrequenz, den Herzrhythmus und die Auswirkungen von Belastungen auf das Herz.

Es gibt auch EKGs mit weniger Kanälen, wie beispielsweise ein 3- oder 5-Kanal-EKG, aber diese werden eher selten für Belastungs-EKGs eingesetzt, da sie weniger detaillierte Informationen liefern. Es ist jedoch immer der behandelnde Arzt, der entscheidet, welches EKG-Gerät in jedem spezifischen Fall am besten geeignet ist.

Ärzte überwachen die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Symptome des Patienten während des Tests, um spezifische Änderungen im EKG-Muster zu identifizieren, die auf eine unzureichende Sauerstoffversorgung des Herzens hinweisen könnten. Der Belastungstest endet, wenn der Patient die maximale Übungsintensität erreicht hat oder wenn bestimmte Symptome oder EKG-Veränderungen eine Beendigung des Tests erforderlich machen.

Neben dem Fahrradergometer und dem Laufband gibt es noch weitere Ergometer, die zum Einsatz kommen können:

  • Liegeergometer: Ein Liegeergometer ermöglicht es dem Patienten, sich während des Tests hinzulegen. Dies kann für Patienten mit bestimmten gesundheitlichen Bedingungen oder körperlichen Einschränkungen geeignet sein.
  • Rudergerät: Einige Kliniken können auch ein Rudergerät für das Belastungs-EKG verwenden. Dies bietet eine Ganzkörperübung, die verschiedene Muskeln anspricht. Es kann jedoch weniger geeignet sein für Patienten mit Rückenproblemen oder eingeschränkter Mobilität.
  • Handkurbelergometer: Bei dieser Methode verwendet der Patient eine Kurbel mit den Händen anstelle der Beine. Sie kann besonders nützlich sein für Patienten, die ihre Beine nicht benutzen können, oder in Fällen, in denen eine genaue Messung des Oberkörpertrainings gewünscht wird.

Der Ablauf einer Belastungs-EKG Untersuchung

Eine Belastungs-EKG Untersuchung folgt einem strukturierten Ablauf, der in der Regel aus drei Hauptphasen besteht: Vorbereitung auf die Untersuchung, Durchführung der Untersuchung und Nachbesprechung.

Vorbereitung auf die Untersuchung

Bevor das Belastungs-EKG beginnt, wird der Arzt mit Ihnen eine gründliche Anamnese durchführen, um etwaige bestehende gesundheitliche Probleme, Medikamente und Symptome zu besprechen.

Es ist wichtig, dass Sie vor dem Leistungstest keine schweren Mahlzeiten einnehmen und bequeme Kleidung tragen, die Bewegungsfreiheit bietet. Möglicherweise müssen Sie auch bestimmte Medikamente absetzen, die die Herzfrequenz oder den Blutdruck beeinflussen könnten.

Um die elektrische Aktivität des Herzens zu messen, werden Elektroden auf Ihre Haut geklebt. Dafür könnte es notwendig sein, Teile Ihrer Haut zu rasieren, um einen guten Kontakt sicherzustellen. Unter Umständen wird auch ein Elektrodengel auf Ihre Haut (unter den Elektroden) aufgetragen, um die Übertragung der Signale zu optimieren.

Was passiert während der Untersuchung?

Während der Untersuchung steigen Sie auf das Ergometer (in der Regel ein Fahrradergometer) und beginnen mit der Übung. Die Intensität der Übung wird schrittweise gesteigert, üblicherweise in Intervallen von ein bis drei Minuten. Die Intensität wird häufig in Watt gemessen.

Ihre Vitalwerte (Puls/Herzfrequenz und Blutdruck), Ihre körperliche Verfassung (Blässe, Zyanose (Blaufärbung der Haut aufgrund von Sauerstoffmangel im Blut)) und Ihr EKG werden kontinuierlich überwacht. Es ist wichtig, dass Sie jegliche Symptome, die Sie während des Tests fühlen, dem Arzt mitteilen.

In einigen Fällen kann ein Leistungstest mit einer Atemgasmessung kombiniert werden, um zusätzliche Informationen über die Leistungsfähigkeit des Herzens und der Lunge zu erhalten. Dies wird auch als Spiroergometrie oder „Belastungs-EKG mit Maske“ bezeichnet. Dabei atmen Sie in eine Maske, die die Menge und Zusammensetzung der ausgeatmeten Luft misst.

Eine Stressechokardiographie, oft auch als Stress-Echo bezeichnet, wird unter ähnlichen Umständen wie ein Belastungs-EKG durchgeführt, bietet aber zusätzliche Informationen. Es kombiniert die EKG-Aufzeichnung mit einer Echokardiographie, einer Ultraschalluntersuchung des Herzens. Ein Stress-Echo wird durchgeführt, wenn z. B. Eine genauere Beurteilung der Herzfunktion benötigt wird oder ein Belastungs-Elektrokardiogramm unklare oder nicht eindeutige Ergebnisse liefert

Nach der Untersuchung: Was kommt als nächstes?

Nach Beendigung der Untersuchung dürfen Sie sich einige Minuten ausruhen. Ihr Arzt wird die aufgezeichneten Daten analysieren und die Ergebnisse mit Ihnen besprechen. Basierend auf diesen Ergebnissen könnte es notwendig sein, weitere Tests durchzuführen, Medikamente anzupassen oder bestimmte Lebensstilanpassungen vorzunehmen.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Belastungs-EKG ein wertvolles, aber kein perfektes Diagnosewerkzeug ist. Es kann falsch negative oder falsch positive Ergebnisse liefern, daher werden die Ergebnisse in Kombination mit anderen Tests und dem klinischen Bild des Patienten interpretiert.

Die Auswertung und Bedeutung der Ergebnisse

Nach Durchführung eines Belastungs-EKGs werden die Ergebnisse von Ihrem Arzt sorgfältig analysiert. Hierbei wird auf mehrere Aspekte geachtet, darunter die Herzfrequenz, der Blutdruck, der Sauerstoffverbrauch, die elektrische Aktivität des Herzens und eventuell auftretende Symptome. Dabei ist die Interpretation der Ergebnisse in der Regel komplex und erfordert medizinisches Fachwissen.

Lesen und Interpretieren eines Belastungs-EKG

Beim Lesen eines Belastungs-EKGs konzentrieren sich die Ärzte auf verschiedene Aspekte:

Herzfrequenz und Rhythmus: Normalerweise sollte die Herzfrequenz mit zunehmender Übungsintensität ansteigen. Herzrhythmusstörungen, die nur während der Übung auftreten, können ebenfalls erkannt werden.

  • Blutdruckreaktion: Der Blutdruck steigt in der Regel mit der Intensität der Übung an. Ein abnormaler Anstieg oder Abfall des Blutdrucks kann auf eine Herzkrankheit hinweisen.
  • ST-Streckenänderungen: Eine der wichtigsten Komponenten beim Lesen eines Belastungs-EKGs sind Veränderungen der ST-Strecke. Diese Veränderungen können auf eine unzureichende Blutversorgung des Herzmuskels (Ischämie) hinweisen, insbesondere wenn sie während der Belastungsphase auftreten.
  • Symptome: Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Schwindel, die während des Tests auftreten, sind ebenfalls wichtig und können auf eine Herzerkrankung hinweisen.

Typische Befunde und deren Bedeutung

  • Normales Belastungs-EKG: Keine signifikanten ST-Streckenänderungen, normale Herzfrequenz- und Blutdruckreaktion und das Fehlen von Symptomen weisen auf ein normales Belastungs-EKG hin.
  • Ischämische Reaktion: ST-Strecken-Senkungen während der Belastungsphase können auf eine ischämische Herzkrankheit hindeuten.
  • Arrhythmien: Das Auftreten von Arrhythmien während der Übung kann auf eine zugrunde liegende Herzrhythmusstörung hinweisen.
  • Abnormale Blutdruckreaktion: Ein unzureichender Anstieg oder ein Abfall des Blutdrucks während der Übung können auf eine Herzkrankheit hinweisen.
  • Belastungsinduzierte Symptome: Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot oder Schwindel während des Tests können ebenfalls auf eine Herzerkrankung hinweisen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Ergebnisse des Belastungs-EKGs im Zusammenhang mit anderen klinischen Informationen, einschließlich der Symptome, der medizinischen Vorgeschichte und der Ergebnisse anderer Tests, interpretiert werden müssen.

Normwerte und Sollwerte

Normwerte sind Durchschnittswerte, die in der gesunden Bevölkerung ermittelt wurden. Sie geben einen Anhaltspunkt dafür, was als „normal“ angesehen wird. Normwerte beim Belastungs-EKG können sich auf verschiedene Aspekte beziehen, wie z.B. die maximale Herzfrequenz, die Erhöhung des Blutdrucks während der Belastung oder die Erholungszeit nach Beendigung der Übung. Diese Werte können je nach Alter, Geschlecht, Körpergewicht und Fitnesslevel variieren.

Sollwerte hingegen beziehen sich auf die Zielwerte, die ein Individuum basierend auf seinen individuellen Eigenschaften und Zielen erreichen sollte. Bei einem Belastungs-EKG könnten Sollwerte beispielsweise das Erreichen einer bestimmten Herzfrequenz oder die Fähigkeit, eine bestimmte Übungsintensität für eine vorgegebene Dauer aufrechtzuerhalten, sein. Diese Werte werden oft in der Rehabilitationsmedizin oder Sportmedizin verwendet, um den Fortschritt eines Patienten oder Sportlers zu verfolgen oder um das maximale Belastungsniveau zu bestimmen.

Prof. Meinertz empfiehlt gesunden Menschen in der Regel, einen Puls von 220 minus Lebensalter nicht zu überschreiten. Das Herz eines gesunden 40-Jährigen verträgt einen Puls bis 180, während ein 60-Jähriger den Wert von 160 möglichst nicht überschreiten sollte. Entscheidend ist aber auch, wie sich der Puls bei körperlicher Belastung entwickelt: Normalerweise steigt der Herzschlag allmählich an und sinkt bei Ende der Belastung wieder langsam ab. Beginnt das Herz hingegen schlagartig zu rasen, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.

herzstiftung.de

Die Belastbarkeit ist die höchste Leistung, die noch ohne krankhafte Veränderungen verläuft.


Die nachfolgende Tabelle über Sollwerte und Normwerte für ein Belastungs-EKG stammen von Prof. Dr. med. Herbert Löllgen (Praxis für Kardiologie und Sportkardiologie).

Männer 20-24 Jahre 25-29 Jahre 30-34 Jahre 35-39 Jahre 40-44 Jahre 45-49 Jahre 50-54 Jahre 55-59 Jahre 60-64 Jahre
Gewicht (kg) Watt
60-64 220 210 200 185 175 170 156 150 135
66-69 225 215 205 195 180 175 160 155 140
70-73 230 220 210 200 190 180 165 160 145
74-77 235 225 215 205 195 185 170 165 150
78-81 240 230 220 210 200 190 180 170 155
82-85 245 235 225 215 205 195 185 175 160
86-89 250 240 230 220 210 200 190 180 170
90-93 255 245 235 225 215 205 195 185 175
94-97 260 250 240 230 220 210 200 190 180
98-101 265 255 245 235 225 215 205 195 185
102-105 270 260 250 240 230 220 210 200 190
106-109 280 270 260 250 235 225 215 205 195
Belastungs-EKG Watt Tabelle (Sollwerte) für Männer nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht
Frauen 20-24 Jahre 25-29 Jahre 30-34 Jahre 35-39 Jahre 40-44 Jahre 45-49 Jahre 50-54 Jahre 55-59 Jahre 60-64 Jahre
Gewicht (kg) Watt
40-45 110 105 100 95 90 90 85 75 75
46-49 115 110 105 100 100 95 90 85 80
50-53 120 115 110 105 100 100 95 90 85
54-57 125 120 120 115 110 105 100 100 95
58-61 130 125 125 120 115 110 105 100 100
62-65 135 135 130 125 120 120 115 105 105
66-69 140 140 135 130 130 125 120 110 110
70-73 150 145 140 135 130 130 125 115 115
74-77 155 150 145 140 135 135 130 120 120
78-81 160 155 150 150 145 140 135 130 130
82-85 165 160 155 150 150 145 140 140 135
86-89 170 165 160 160 155 150 145 140 140
Belastungs-EKG Watt Tabelle (Sollwerte) für Frauen nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht
Sollwerte für die maximale Leistung (Watt) bei einem Belastungs-EKG. Gruppiert nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht.
Sollwerte für die maximale Leistung (Watt) bei einem Belastungs-EKG. Gruppiert nach Alter, Geschlecht und Körpergewicht.

Abbruchkriterien

Es gibt eine Reihe von Abbruchkriterien, die sicherstellen, dass das Belastungs-EKG sicher bleibt und Patienten nicht gefährdet werden. Das Belastungs-EKG wird in folgenden Fällen vorzeitig beendet:

Absolute Indikationen
EKG-Befunde
  • ST-Strecken-Senkung ≥3 mm
  • ST-Strecken-Hebung ≥1 mm
Hämodynamische Befunde
  • Blutdruckabfall >10 mm Hg (Vergleich zum Ausgangsblutdruck) mit Zeichen einer myokardialen Ischämie (Angina pectoris, ST-Senkung)
  • Mäßig-schwere Angina-pectoris-Symptomatik
  • Schwere Dyspnoe
  • Klinische Zeichen einer Minderperfusion (Zyanose)
Arrhythmien
  • Anhaltende (Dauer >30 s) ventrikuläre Tachykardie
Sonstiges/

Symptomatik

  • Erschöpfung des Patienten
  • Technische Probleme (defekte EKG-Registrierung, Monitorausfall)
Relative Indikationen
Hämodynamische Befunde
  • Hypertensive Fehlregulation (RRsyst 230–260 mm Hg, RRdiast ≥115 mm Hg)
  • Blutdruckabfall >10 mm Hg (Vergleich zum Ausgangsblutdruck) ohne Zeichen einer myokardialen Ischämie (keine Angina pectoris, keine ST-Senkung)
Arrhythmien
  • Polymorphe Extrasystolie, Paare (2 konsekutive VES), Salven (≥3 konsekutive VES)
  • Supraventrikuläre Tachykardien
  • Bradyarrhythmien
  • Auftreten von Leitungsstörungen (höhergradiger AV-Block, Schenkelblock)
Sonstiges/Symptomatik
  • Verstärkte Angina-pectoris-Symptomatik
Abbruchkriterien eines Belastungs-EKGs. Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V

Wie viel kostet ein Belastungs-EKG?

EBM (gesetzlich Versicherte)

Sind Sie gesetzlich krankenversichert und liegt eine medizinische Notwendigkeit für ein Belastungs-EKG vor, dann ist die Untersuchung für den Patienten kostenfrei. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten. Der Arzt kann das Belastungs-EKG über “EBM 03321” mit 22,75 € zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) abrechnen.

GOÄ (Privatversicherte)

Die Abrechnung von privatversicherten Patienten (Selbstzahler) orientiert sich an der GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte). In diesem Fall kostet ein Belastungs EKG zwischen 25,94 € – 90,78 €. In der Regel liegen die Kosten beim Regelhöchstsatz von 59,66 €.

GOÄ-Ziffer Name Betrag
652 Elektrokardiographische Untersuchung unter fortschreibender Registrierung (mindestens neun Ableitungen) in Ruhe und bei physikalisch definierter und reproduzierbarer Belastung (Ergometrie) – gegebenenfalls auch Belastungsänderung – 25,94 € – 90,78 €
GOÄ-Ziffern für ein Belastungs-EKG

Risiken und Nebenwirkungen

Obwohl das Belastungs-EKG ein relativ sicheres und nicht-invasives Verfahren ist, sind wie bei jeder medizinischen Untersuchung gewisse Risiken und Nebenwirkungen zu berücksichtigen. Diese sind in der Regel minimal und treten nur selten auf, dennoch ist es wichtig, sich ihrer bewusst zu sein und sich bei Bedarf von medizinischem Fachpersonal beraten zu lassen.

Mögliche Risiken eines Belastungs-EKG

  • Unwohlsein oder Schwindel aufgrund der körperlichen Anstrengung.
  • Herzprobleme, wie unregelmäßiger Herzschlag (Arrhythmie), niedriger Blutdruck (Hypotonie), hoher Blutdruck (Hypertonie) oder in seltenen Fällen Herzinfarkt. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Ereignisse extrem selten sind, da das Belastungs-EKG unter medizinischer Aufsicht durchgeführt wird und das medizinische Personal bereit ist, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, falls Probleme auftreten.
  • Erschöpfung, Muskelkater oder Schmerzen im Bewegungsapparat nach dem Test, insbesondere bei Personen, die keine regelmäßige körperliche Aktivität gewohnt sind.
  • Kreislaufkollaps

Umgang mit Risiken und Nebenwirkungen

Um die Risiken und Nebenwirkungen eines Belastungs-EKG zu minimieren, wird das Verfahren immer unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal durchgeführt. Vor dem Test führt der Arzt eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung durch, um das individuelle Risikoprofil zu bestimmen und sicherzustellen, dass der Patient für den Test geeignet ist.

Während des Tests wird der Patient sorgfältig überwacht und der Test wird abgebrochen, wenn ungewöhnliche Symptome oder EKG-Veränderungen auftreten. Nach dem Test wird der Patient bei der Erholung beobachtet und bei Bedarf medizinisch betreut.

Es ist wichtig, dass Patienten ihre Ärzte über alle gesundheitlichen Bedenken oder Bedingungen informieren, die sie haben könnten, bevor sie ein Belastungs-EKG durchführen, und dass sie während des Tests auf ihren Körper hören und jegliches Unwohlsein oder Schmerzen melden.

Die Zukunft des Belastungs-EKG

Das Belastungs-EKG hat sich seit seiner ersten Anwendung ständig weiterentwickelt, und diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Mit den Fortschritten in Medizintechnologie und Gesundheitsdatenanalyse stehen wir vor einer spannenden Zukunft, die das Potential hat, das Belastungs-EKG und seine Anwendungen noch weiter zu verbessern.

Neue Technologien und Entwicklungen

Neue Technologien eröffnen neue Möglichkeiten für das Belastungs-EKG. Zum Beispiel ermöglicht die Weiterentwicklung von mobilen EKG-Geräten und Wearable-Technologien, wie Fitness-Tracker und Smartwatches, die kontinuierliche Überwachung der Herzaktivität und anderer Gesundheitsdaten in Echtzeit, und nicht nur während einer spezifischen Untersuchung im medizinischen Umfeld.

Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bieten auch große Chancen für die Interpretation und Analyse von EKG-Daten. Mit diesen Technologien könnte es möglich sein, Muster und Anomalien in EKG-Daten zu erkennen, die für das menschliche Auge schwer zu erkennen sind, was zu genaueren Diagnosen führen könnte.

Die Rolle des Belastungs-EKG in der personalisierten Medizin

Die personalisierte Medizin strebt danach, Behandlungen auf die individuellen Merkmale jedes Patienten zuzuschneiden, einschließlich genetischer, umweltbedingter und lebensstilbedingter Faktoren. In diesem Zusammenhang könnte das Belastungs-EKG eine wichtige Rolle spielen.

Durch die genaue Überwachung der Reaktion des Herzens auf Belastung kann das Belastungs-EKG wertvolle Informationen über die individuelle Herzgesundheit und das Risiko von Herzerkrankungen liefern. Diese Informationen können verwendet werden, um personalisierte Behandlungspläne zu erstellen, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Risiken jedes Patienten zugeschnitten sind.

Zukünftige Fortschritte könnten sogar die Entwicklung von personalisierten Trainingsprogrammen ermöglichen, die auf den Ergebnissen von Belastungs-EKGs basieren, um die Herzgesundheit zu verbessern und das Risiko von Herzerkrankungen zu reduzieren.

FAQ

Wie lange dauert ein Belastungs-EKG?

Die durchschnittliche Dauer eines Belastungs-EKGs beträgt in der Regel etwa 15 Minuten. Dieser medizinische Belastungstest kann jedoch bei bestimmten Umständen vorzeitig beendet werden. Sollten während des Belastungs-EKGs gefährliche EKG-Veränderungen festgestellt werden oder der Blutdruck des Patienten übermäßig ansteigen (über 250 mmHg systolisch oder über 120 mmHg diastolisch), wird der Arzt die Untersuchung sofort abbrechen. Ebenso wird das Belastungs-EKG sofort gestoppt, wenn der Patient Beschwerden äußert. Es ist wichtig zu beachten, dass die Sicherheit des Patienten immer an erster Stelle steht und das Belastungs-EKG dazu dient, Informationen über die Herzgesundheit zu sammeln, ohne den Patienten zu gefährden.

Ist ein Belastungs-EKG schmerzhaft?

Ein Belastungs-EKG sollte normalerweise nicht schmerzhaft sein. Die nicht-invasive Untersuchung beinhaltet körperliche Anstrengung, ähnlich wie beim schnellen Gehen oder Joggen, was zu Atemnot, Schwitzen und Muskelermüdung führen kann, aber nicht zu Schmerzen.

Die Elektroden, die auf Ihrer Haut platziert werden, um die elektrischen Impulse Ihres Herzens aufzuzeichnen, können ein leichtes Kribbeln oder Kühlen verursachen, sollten aber ebenfalls keine Schmerzen verursachen. In einigen Fällen kann die Entfernung der Elektroden, die oft mit einem Klebstoff befestigt sind, etwas unangenehm sein, besonders auf behaarten Hautstellen, aber dies ist in der Regel kurzlebig und nicht stark schmerzhaft.

Während des Tests ist es wichtig, dass Sie sofort aufhören und das medizinische Personal informieren, wenn Sie Schmerzen, insbesondere in der Brust, oder andere Symptome wie starke Kurzatmigkeit, Schwindel oder Übelkeit verspüren.

Wie genau ist ein Belastungs-EKG?

Die Genauigkeit eines Belastungs-EKGs kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, einschließlich der Qualität der Durchführung des Tests, der Erfahrung und Kenntnisse des auswertenden Arztes, und spezifischen Patientencharakteristiken.

Es ist wichtig zu beachten, dass ein Belastungs-EKG nicht 100 % genau ist und falsch-positive oder falsch-negative Ergebnisse liefern kann. Ein falsch-positives Ergebnis bedeutet, dass der Test ein Problem anzeigt, das tatsächlich nicht vorhanden ist. Ein falsch-negatives Ergebnis bedeutet, dass der Test kein Problem anzeigt, obwohl tatsächlich eines vorhanden ist.

In einigen Fällen kann ein Belastungs-EKG ergänzt oder durch andere Tests, wie zum Beispiel eine Stressechokardiographie oder eine Myokardszintigraphie, bestätigt werden, um eine genauere Diagnose zu ermöglichen. Es ist daher wichtig, dass Patienten und Ärzte die Ergebnisse eines Belastungs-EKG im Kontext der gesamten klinischen Situation des Patienten interpretieren.

Wo kann man ein Belastungs-EKG machen?

Ein Belastungs-EKG wird in der Regel von Fachärzten für Innere Medizin durchgeführt. Es ist jedoch auch möglich, diesen wichtigen medizinischen Test bei einigen Allgemeinmedizinern und insbesondere bei internistischen Sportmedizinern durchführen zu lassen. Darüber hinaus bieten viele Krankenhäuser und spezialisierte Kardiologie-Zentren Belastungs-EKGs an.

Darf man ein Belastungs-EKG nach einer Corona-Infektion machen?

Ja, ein Belastungs-EKG kann nach einer überstandenen COVID-19 Erkrankung durchgeführt werden und ist in einigen Fällen sogar besonders empfehlenswert. COVID-19 kann verschiedene Organe betreffen, einschließlich des Herz-Kreislauf-Systems. Bei manchen Menschen können sich nach einer akuten Infektion Herzprobleme entwickeln oder bestehende Herzprobleme können sich verschlimmern.

Ein Belastungs-EKG kann helfen, eventuelle Herzprobleme nach einer Corona-Infektion zu identifizieren und zu überwachen, insbesondere wenn Symptome wie Brustschmerzen, Kurzatmigkeit oder ungewöhnliche Müdigkeit vorliegen. Das Belastungs-EKG kann auch dazu beitragen, die körperliche Belastbarkeit und Fitness nach einer Corona-Erkrankung zu bewerten, insbesondere bei Menschen, die sich wieder sportlich betätigen möchten oder müssen.

Es ist jedoch wichtig, vor der Durchführung eines Belastungs-EKGs den Gesundheitszustand sorgfältig zu beurteilen und sicherzustellen, dass keine akute COVID-19 Infektion oder andere schwerwiegende Gesundheitsprobleme vorliegen, die den Test gefährlich machen könnten. Daher sollte die Entscheidung, ein Belastungs-EKG nach Corona durchzuführen, immer unter ärztlicher Aufsicht getroffen werden.

Bitte beachten Sie, dass dies allgemeine Informationen sind und nicht alle individuellen Gesundheitsumstände berücksichtigen. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt oder Gesundheitsdienstleister, um eine persönliche medizinische Beratung zu erhalten.

Darf man ein Belastungs-EKG nach einer Erkältung machen?

Ein Belastungs-EKG sollte nicht unmittelbar nach einer frischen Erkältung oder während einer anderen akuten Erkrankung (z. B. Angina pectoris, Herzmuskelentzündung, Hypertonie grad iii, Koronarsyndrom oder Lungenembolie) durchgeführt werden. Ebenso sollte der Test vermieden werden, wenn eine akute Rhythmus- oder Blutdruckentgleisung vorliegt oder eine unbehandelte Überfunktion der Schilddrüse besteht. Diese Bedingungen können das Testergebnis verfälschen und die Gesundheit des Patienten gefährden. Es ist daher ratsam, vor der Durchführung eines Belastungs-EKGs einen Arzt zu konsultieren, um sicherzustellen, dass der Test sicher und effektiv durchgeführt werden kann.

Wie sollte man sich für ein Belastungs-EKG kleiden?

Bei einem Belastungs-EKG ist es ratsam, ein kurzes T-Shirt, eine kurze Hose und Turnschuhe zu tragen. Da der Test körperliche Anstrengung erfordert, ist es wichtig, Kleidung zu wählen, die Bewegungsfreiheit ermöglicht und den Körper kühl hält. Nach dem Test kann es hilfreich sein, trockene Wechselkleidung und einen Trainingsanzug zur Hand zu haben, um ein Auskühlen zu verhindern. Ein Handtuch kann ebenfalls nützlich sein, um Schweiß abzuwischen.

Kann ich normal essen und trinken vor einem Belastungs-EKG?

Ja, im Allgemeinen können Sie vor einem Belastungs-EKG normal essen und trinken, allerdings gibt es einige Richtlinien, die Sie beachten sollten:

Leichte Mahlzeiten: Es ist ratsam, vor dem Test nur eine leichte Mahlzeit zu sich zu nehmen. Ein voller Magen kann Unbehagen verursachen und die Leistungsfähigkeit während des Belastungs-EKGs beeinträchtigen.

Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke: Koffein kann den Herzschlag und Blutdruck beeinflussen, was die Ergebnisse des Tests verfälschen kann. Es wird daher empfohlen, vor dem Test auf Koffein zu verzichten.

Ausreichend hydratisiert bleiben: Stellen Sie sicher, dass Sie gut hydriert sind, da Dehydration zu ungenauen Testergebnissen führen kann.

Medikamente: Wenn Sie regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt informieren. Manche Medikamente können die Testergebnisse beeinflussen und müssen möglicherweise vor dem Test abgesetzt werden.

Vermeiden Sie Alkohol: Alkohol kann das Herz-Kreislauf-System beeinflussen und sollte vor einem Belastungs-EKG vermieden werden.

Was ist ein G26.3 und G31 Belastungs-EKG?

G26.3 und G31 sind Begriffe, die im Zusammenhang mit arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen in Deutschland stehen. Sie beziehen sich auf spezifische Untersuchungen, die im beruflichen Kontext durchgeführt werden, um die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten.

G26.3 Untersuchung: Dies ist eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung, die speziell für Personen vorgesehen ist, die Atemschutzgeräte tragen müssen, insbesondere in Bereichen, in denen es zu einer hohen körperlichen Belastung kommen kann, wie etwa bei Feuerwehrleuten oder Arbeitern in bestimmten Industriebereichen. Die G26.3 Untersuchung beinhaltet typischerweise ein Belastungs-EKG, um die kardiorespiratorische Fitness und die Fähigkeit des Individuums zur Bewältigung der mit dem Tragen von Atemschutzgeräten verbundenen Anstrengungen zu bewerten. Weitere Elemente der Untersuchung können eine Lungenfunktionstestung und ein allgemeiner Gesundheitscheck sein.

G31 Untersuchung: Die G31 Untersuchung ist eine arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für Personen, die Taucherarbeiten ausführen. Diese Untersuchung soll sicherstellen, dass die betreffende Person körperlich fit genug ist, um sicher tauchen zu können, und keine medizinischen Bedingungen hat, die das Tauchen gefährlich machen könnten. Zu den typischen Elementen der G31 Untersuchung gehört ebenfalls ein Belastungs-EKG, um die kardiovaskuläre Fitness zu überprüfen. Weitere Tests können Hör- und Sehtests, Lungenfunktionstests und eine allgemeine medizinische Untersuchung umfassen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Ruhe-EKG und einem Belastungs-EKG?

Ein Ruhe-EKG ist eine Untersuchung, die in entspanntem Zustand durchgeführt wird, während der Patient still liegt. Es zeichnet die elektrische Aktivität des Herzens auf, während es in einem ruhigen und stabilen Zustand ist. Das Ruhe-EKG kann viele Arten von Herzproblemen erkennen, einschließlich abnormaler Herzrhythmen, vergangener Herzinfarkte oder Blockaden in den Herzarterien.

Im Gegensatz dazu wird ein Belastungs-EKG durchgeführt, während der Patient körperliche Aktivität ausführt. Es kann helfen, Probleme zu identifizieren, die nur unter Stress sichtbar werden, wie etwa die Koronare Herzkrankheit, bei der die Blutgefäße des Herzens durch Fett und Cholesterin verengt oder blockiert sind.

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Autor: Nils Buske, zuletzt aktualisiert am