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EKG-Trends 2018/19

Bild: Eine Armbanduhr wird für eine EKG-Untersuchung verwendet
Im Trend: Die EKG-Armbanduhr | © ChooChin / shutterstock.com

Auch im Jahr 2018/2019 gibt es wieder viele neue Trends im Bereich Medizintechnik und vor allem im Bereich der EKG-Geräte. Die EKG-Geräte werden von Jahr zu Jahr kleiner und sind immer mehr von dem Smartphone abhängig. Vor allem EKG-Untersuchungen von Zuhause aus sind in diesem Jahr sehr beliebt.

Die Daten der EKG-Messungen können via App direkt zum Spezialisten weitergeleitet werden. Der Arzt hat anhand der Ergebnisse die Möglichkeit, dem Patienten ein Rezept für die benötigten Medikamente auszustellen oder bei akuten Fällen direkt den Notarzt zu rufen. Auch das kabellose EKG-Gerät hat sich zum ersten Mal in diesem Jahr durchgesetzt.

Die meisten EKG-Produkte befinden sich momentan noch in der Testphase oder in einer Studie. Einige EKG-Geräte können aber schon gekauft werden. Achten Sie außerdem darauf, dass einige von den schon erhältlichen EKG-Geräten bislang nur in den USA erhältlich sind und es noch unklar ist, wann bzw. ob es sie demnächst auch in Europa und auf dem deutschen Medizintechnik-Markt geben wird.

Medizintechnik Hersteller Projekt Preisübersicht*
Plethysmographie und Gesundheits-Apps Fibricheck Analysiert Pulswellen phlethysmographisch über Smartphone-Kamera Kostenlos im AppStore
EKG-Messung über Armbanduhr Apple 1-Kanal-EKG-Untersuchung per SmartWatch ca. 400 - 500 $
Brustgurte und Tattoo-Sensoren zur EKG-Messung Ritmia Brustgurt zur EKG-Messung k.A.
Umana Medical EKG-Messung mit Tattoo-Sensoren k.A
EKG über den Daumen AliveCor EKG-Messung mit Daumen, bei Amazon erhältlich ca. 140 €
Datenübertragung in Echtzeit cardiopatrol Für EKG-Messung von Zuhause und die Ergebnisse werden direkt an einen Spezialisten weitergeleitet k.A.
EKG-Pflaster iRhythm EKG-Messsystem mit EKG-Pflaster, hält bis zu 2 Wochen k.A.
SCREEN-AF Arbeiten ebenfalls mit Hilfe eines EKG-Pflasters k.A.
EKG für das Smartphone D-Heart Kleines EKG-Gerät mit hoher Leistung und die Bedienung erfolgt über das Smartphone ca. 450 €

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Plethysmographie und Gesundheits-Apps

Die App Fibricheck ist ein Klasse-IIa-Medizinprodukt und analysiert phlethysmographisch anhand der mit der Smartphone-Kamera erfassten Pulswelle. Die Photoplethysmonographie misst die arterielle Druckkurve, die meist in der Fingerbeere verursacht wird. Die Ergebnisse zeigen keine Detailanalyse an wie es bei einer EKG-Untersuchung üblich ist, jedoch wird starke Arrhythmie und starker Pulsschlag angezeigt, was die typischen Symptome für Vorhofflimmern sind. Die App hat den Medica-Preis 2018 gewonnen und ist ab sofort im AppStore erhältlich.

Die Firma Apple hat etwas Ähnliches auf den Markt gebracht. Mit Hilfe der Apple-Watch werden, ebenfalls mit Photoplethysmonographie, arterielle Druckkurven erkannt. Es wurden Tests mit schon diagnostiziertem Vorhofflimmer-Patienten durchgeführt und das Ergebnis zeigte eine Übereinstimmung von 95 Prozent. Die Apps befinden sich noch in der Studie und im Testlauf, deshalb werden Sie noch nicht gezielt in den Arbeitsalltag der Ärzte integriert.

EKG-Messung über die Armbanduhr

Apple hat in diesem Jahr nicht nur die Arrhythmie-Erkennung vorgestellt, sondern auch die 1-Kanal-EKG-Untersuchung per SmartWatch. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine App. Diese greift auf kleine Sensoren zurück, die in der Apple Watch integriert wurden.

Dieses kabellose EKG-Gerät ist bereits zertifiziert und ist somit das erste EKG-Gerät ohne externe Elektroden. Der Preis für die AppleWatch liegt bei ca. 400 bis 500 US-Dollar netto. Inzwischen ist die AppleWatch auch auf dem deutschen Technik-Markt erhältlich und findet viel Anklang.

Brustgurte und Tattoo-Sensoren zur EKG-Messung

Die App Ritmia arbeitet mit gewerblich erhältlichen Brustgurten. Im Moment kann diese einen normalen (Sinus-)Rhythmus von nicht klassifizierbaren Rhythmen und erkennbarem Vorhofflimmern unterscheiden. Die Tests und Studien für die App laufen noch. Das Unternehmen Umana Medical misst mithilfe einer innovativen Technologie das EKG mit Hilfe von Tattoo-Sensoren.

Die Tattoo-Elektroden werden mit einer speziellen Tinte aus Nanomaterialien auf den Brustkorb aufgetragen; diese verwandelt das Tattoo in leitfähige Elektroden. Ein 5 cm breiter und 1 cm dicker Monitor wird dann auf die entsprechenden Stellen gelegt, nimmt die Signale auf und speichert diese. Das EKG-Tattoo kann unkompliziert im Alltag verwendet werden und Patienten können damit sogar duschen. Nach dem Auftragen hält das EKG-Tattoo ca. fünf bis sieben Tage.

Mit den Daumen ein EKG erzeugen

Das US-Unternehmen AliveCor arbeitet mit einem flachen, rechteckigen Pad, das auf einer Seite zwei quadratische Elektroden aufweist. Der Patient muss beide Daumen auf die Elektroden legen, damit ein EKG erzeugt wird.

Das EKG-Gerät entspricht einem EKG-Gerät mit I Ableitung. Benutzten die Patienten nur einen Daumen und dazu noch das Knie oder den Knöchel, sind auch Ableitungen II und III möglich. Das Gerät ist mittlerweile schon bei Amazon erhältlich und kostet ca. 140 Euro netto.

EKG-Datenübertragung in Echtzeit

Das EKG-Gerät der Firma cardiopatrol hat die Arbeitsleistung eines 3-Kanal-EKG-Gerätes. Das cardiopatrol System kann mit dem Handy oder Smartphone über Bluetooth verbunden werden. Der Arzt kann dem Patienten dann Medikamente verschreiben oder auf direktem Wege den Notarzt anrufen.

So ist der Patient, wenn er das EKG-Gerät trägt, immer unter Beobachtung eines Spezialisten und bei einem Notfall kann sofort eingegriffen werden. Das ist vor allem für Risikopatienten oder für Patienten, die nicht mehr mobil sind, ein großer Vorteil.

EKG-Pflaster

Das mobile EKG-Gerät iRythm ist ein kontinuierliches EKG-Messsystem mit dem ZIO XT EKG-Pflaster, welches bis zu 14 Tage getragen werden kann. Zurzeit können so 13 supraventrikuläre und ventrikuläre Rhythmusstörungen mit hoher Sicherheit erkannt und identifiziert werden. Das iRhythm-System befindet sich momentan in einer der anspruchsvollsten und versorgungsrelevantesten Studien im Bereich Vorhofflimmern.

Auch die deutsch-kanadische Studie SCREEN-AF setzt ebenfalls auf EKG-Pflaster als zentrales Element moderner EKG-Anwendung. Die Zielgruppe des Systems und der Studie sind vor allem Patienten, die 75 Jahre oder älter sind. Sie erhalten zweimal innerhalb von drei Monaten das ZIO XT EKG-Pflaster. Die Studie erfolgt unter Beobachtung des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK).

EKG-Gerät für das Smartphone

Die Firma D-Heart hat ein EKG für das Smartphone entwickelt. Die Daten können ebenfalls wie bei der Firma cardiopatrol auf das Handy übertragen und somit direkt dem Arzt übermittelt werden.

Es ist eines der kleinsten EKG-Geräte auf dem Medizintechnik-Markt, hat aber die gleiche Leistung wie ein EKG-Gerät im Krankenhaus oder in der Arztpraxis. Laut dem Hersteller ist es sehr kosteneffizient und außerdem klein, kompakt und somit besonders praktisch für den Alltag. Momentan kostet es etwa 450 € netto.