Ultraschallgerät Pädiatrie kaufen: Preise & Anbieter

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Abstract – Ultraschallgerät Pädiatrie kaufen: Preise und Anbieter

  • Ultraschallgeräte für die Pädiatrie kosten je nach Geräteklasse zwischen ca. 3.500 € (Handheld/Kartengerät) und über 50.000 € (Premium-Sonograph mit Kardiologie- und Elastographie-Ausstattung); die Genehmigung nach der KBV-Ultraschallvereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V ist unabhängig von der Geräteklasse Voraussetzung für die Abrechnung.
  • Für die Hüftsonographie im Rahmen der U3 ist die GOP 01722 EBM (170 Punkte, 21,66 €, Stand 01.07.2026) einschlägig; abrechnungsberechtigt sind Fachärzte für Orthopädie sowie seit 1. Januar 2026 auch für Kinder- und Jugendchirurgie, nicht jedoch reine Kinder- und Jugendärzte.
  • Neben Kauf und Leasing (Voll- oder Teilamortisation) bieten zertifizierte Gebrauchtgeräte eine kosteneffiziente Option für Praxen mit geringem Sonographie-Volumen; die steuerliche Zurechnung des Leasingobjekts richtet sich nach dem wirtschaftlichen Eigentum und sollte im Einzelfall mit dem Steuerberater geklärt werden.
  • Über die Kernanwendungen Abdomen, Hüfte, Lunge und Kardiologie hinaus erschließt die Schädelsonographie bei offener Fontanelle sowie die zeitlich begrenzte Rückenmarksonographie beim Neugeborenen zusätzliche, strahlungsfreie Diagnosemöglichkeiten ohne Sedierung.

Welche Geräteklasse eignet sich für die pädiatrische Praxis?

Die Geräteklasse bestimmt Bildqualität, Mobilität und Anschaffungspreis eines Ultraschallgeräts für die Pädiatrie. Drei Bauweisen stehen zur Auswahl: Rollbare Ultraschallgeräte (Trolley-Systeme), mobile Ultraschallgeräte (Handheld- , Tablet- oder Laptop-Systeme) und Premium-Geräte mit voller Kardiologie- und Elastographie-Ausstattung. Das Ultraschallgerät ist dabei nur eine von mehreren Investitionsentscheidungen im Rahmen der Praxiseinrichtung für die Kinderarztpraxis — neben Möblierung und Notfallausstattung. 

Mobile Ultraschallgeräte punkten bei Hausbesuchen und in kleinen Praxen mit geringem Platzbedarf. Sie verzichten dafür häufig auf erweiterte Doppler-Funktionen. Trolley-Systeme bieten den besten Kompromiss aus Mobilität und diagnostischer Tiefe für den Praxisalltag. Premium-Geräte rechtfertigen sich vor allem bei kardiologischer Zusatzdiagnostik oder hohem Patientenaufkommen.

Für die pädiatrische Sonographie sind mehrere Anwendungsfelder praxisrelevant: die Abdomensonographie zur Abklärung unklarer Bauchschmerzen sowie zur Beurteilung von Nieren und ableitenden Harnwegen — hier gilt der Ultraschall im gesamten Kindesalter als Methode der Wahl bei Urinabflussstörungen und Fehlbildungen —, die Hüftsonographie im Rahmen der U3, die Lungensonographie bei Verdacht auf Pneumonie sowie kardiologische Fragestellungen mit Sektorschallkopf. Bei Adipositas oder unklaren Leberbefunden ergänzt die Elastographie die Standarddiagnostik um eine nicht-invasive Beurteilung der Gewebesteifigkeit. Ergänzend erlaubt die Weichteilsonographie die rasche Differenzierung bei geschwollenen Lymphknoten oder Halsweichteilen — etwa die Abgrenzung eines intakten Lymphknotens von einer Abszedierung, ohne die betroffenen Kinder einer Röntgen- oder Schnittbildgebung auszusetzen. 

Bei Neugeborenen mit noch offener Fontanelle erschließt die Schädelsonographie ein Anwendungsfeld, das mit keiner anderen bildgebenden Methode in dieser Form zugänglich ist: Sie ermöglicht die strahlungsfreie Untersuchung des gesamten Gehirns ohne Sedierung, auch bettseitig im Brutkasten. Erweiterungen der Hirnkammern, Hirnblutungen und Fehlbildungen lassen sich so unmittelbar diagnostizieren. Ein vergleichbares, zeitlich begrenztes Fenster bietet die Sonographie des Rückenmarks: Solange die Wirbelbögen des Neugeborenen noch nicht vollständig verknöchert sind, lassen sich Fehlbildungen strahlenfrei darstellen — bei Auffälligkeiten der Haut im Bereich der Lendenwirbelsäule sollte diese Untersuchung daher frühzeitig erfolgen, da sich das Zeitfenster nach wenigen Wochen bis Monaten schließt. 

Welche Schallkopf-Anforderungen stellt die Pädiatrie?

Die Schallkopf-Frequenz bestimmt Eindringtiefe und Bildauflösung. Bei Kindern gelten andere Frequenzbereiche als bei Erwachsenen, da Zielstrukturen näher an der Körperoberfläche liegen. Neugeborene benötigen höherfrequente Schallköpfe für oberflächennahe Strukturen wie die Säuglingshüfte. Bei älteren Kindern und Jugendlichen greifen zunehmend Erwachsenen-Frequenzbereiche.

Mikro-Konvex-Sonden kommen bei Neugeborenen und in der Pädiatrie zum Einsatz — ihre kleine Auflagefläche passt sich an die geringere Körpergröße an. Für die Hüftsonographie sind hochauflösende Linearschallköpfe im Bereich von 7,5 bis 12 MHz Standard. Konvexschallköpfe mit 2 bis 5 MHz eignen sich für die Abdomensonographie größerer Kinder.

Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Anbieter eine automatisierte Messsoftware für die Säuglingshüfte im Lieferumfang führt. Solche Software-Assistenten vermessen die Hüftwinkel nach standardisierten Kriterien und reduzieren die Untersuchungszeit bei der U3 spürbar — ein Kaufkriterium mit direktem Abrechnungsbezug, nicht nur ein Komfortmerkmal.

Linear- vs. Konvex- vs. Sektorschallkopf im pädiatrischen Einsatz:

SchallkopfFrequenzbereichEinsatzgebiet Pädiatrie
Linearschallkopf7,5–12 MHzSäuglingshüfte, oberflächennahe Strukturen
Mikro-Konvexschallkopfca. 5–8 MHzAbdomen bei Neugeborenen/Kleinkindern
Konvexschallkopf2–5 MHzAbdomen bei älteren Kindern/Jugendlichen
Sektorschallkopf1–6 MHzKardiologische Fragestellungen, Schädel bei Neugeborenen

Hinweis für den Umgang mit einem Pädiatrie-Ultraschallgerät und einem Kind: Gehen Sie auf die Belange des Kindes ein.

  • Wärmen Sie das Ultraschallgel vor dem Auftragen an.
  • Lagern Sie das Kind im Notfall richtig für die Ultraschalluntersuchungen. Notfalls ist eine Untersuchung am Kind auch auf den Armen der Mutter möglich.
  • Geben Sie dem Kind einen Schnuller, um es zu beruhigen.

Quelle: Dr. med. Bernd Erkert – Ultraschalluntersuchung im pädiatrischen Notfall (PDF Download)

Was kostet ein Ultraschallgerät für die Kinderarztpraxis?

Der Anschaffungspreis eines Ultraschallgeräts hängt von Geräteklasse, Schallkopf-Ausstattung und Softwareumfang ab. Tragbare Ultraschallgeräte für die pädiatrische Sonographie kosten marktüblich zwischen 3.500 und rund 20.000 Euro. Trolley- und Mittelklassesysteme liegen bei etwa 15.000 bis 30.000 Euro. High-End-Geräte mit voller Kardiologie-, Elastographie- und KI-gestützter Bildoptimierung erreichen 30.000 bis 50.000 Euro und mehr.

Haftungsrisiko: Diese Preisspannen sind Marktorientierungswerte aus öffentlich sichtbaren Angeboten und Herstellerprofilen, keine verbindlichen Listenpreise. Sondenzustand, Servicevertrag, Softwarelizenzen und mögliche Reparaturkosten bestimmen die tatsächlichen Gesamtbetriebskosten. Ein vollständig aufgeschlüsseltes Angebot ist vor jeder Kaufentscheidung zwingend.

Preisspannen nach Geräteklasse:

GeräteklassePreisspanne (netto)Typische Ausstattung
Mobile Ultraschallgeräteca. 3.500–20.000 €Basis-B-Mode, teils Farbdoppler, WLAN/USB-Anbindung
Kompakt-/Mittelklassesystemeca. 15.000–30.000 €Mehrere Schallköpfe, Standard-Doppler, Praxis-Workflow
High-End-Ultraschallgeräteca. 30.000–50.000 €+Kardiologie-Ausstattung, Elastographie, KI-gestützte Bildoptimierung

Die entscheidenden Kostentreiber innerhalb einer Geräteklasse: Anzahl kompatibler Schallköpfe, KI-gestützte Auswertungssoftware für Bildoptimierung sowie DICOM/PACS-Anbindung für die Praxisverwaltung.

Kauf, Leasing, Finanzierung oder Gebrauchtgerät — was passt zur Praxis?

Kauf, Leasing und Finanzierung unterscheiden sich in Liquiditätsbelastung, steuerlicher Behandlung und langfristigen Kosten. Die steuerliche Zurechnung eines Leasingobjekts folgt dem wirtschaftlichen Eigentum: Ist das Gerät dem Leasinggeber zuzurechnen, verbucht die Praxis die monatliche Rate als sofort abzugsfähige Betriebsausgabe. Verbleibt das wirtschaftliche Eigentum bei der Praxis, aktiviert und schreibt sie das Gerät selbst ab.

Maßgeblich für diese Zurechnung ist der Vertragstyp. Bei Vollamortisationsverträgen deckt die Praxis über die Laufzeit die gesamten Anschaffungskosten inklusive Zinsen ab. Bei Teilamortisationsverträgen wird während der Laufzeit nur ein Teil des Anschaffungspreises finanziert — ein Restwert von etwa 40 Prozent nach 36 Monaten ist ein Praxisbeispiel. Dieser Restwert wird am Vertragsende durch Kauf, Rückgabe oder Anschlussleasing ausgeglichen. Die konkrete Ausgestaltung variiert je nach Anbieter und Vertrag erheblich und gehört im Einzelfall vor den Steuerberater der Praxis — mehr zu den Grundlagen im Beitrag zum Ultraschallgeräte Leasing.

Leasing schont die Liquidität und hält die Praxis technologisch aktuell: Verträge enthalten häufig eine Anschlussoption auf neuere Gerätegenerationen. Ein Kauf lohnt sich eher bei langer Nutzungsdauer und stabilem Patientenaufkommen, da keine laufenden Finanzierungskosten anfallen. Grundlage ist dann die reguläre Abschreibung des Ultraschallgeräts über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Für Praxen mit geringem Sonographie-Volumen bietet sich zudem ein zertifiziertes gebrauchtes Ultraschallgerät als dritte Option an: Generalüberholte Systeme etablierter Hersteller reduzieren den Anschaffungspreis erheblich — bei vergleichbarer Bildqualität und mit Garantie- sowie Serviceoptionen des Fachhändlers.

Tipp: Vergleichen Sie bei Leasingangeboten die Gesamtlaufzeitkosten, nicht nur die monatliche Rate — Restwertklauseln und vorzeitige Ausstiegskonditionen unterscheiden sich zwischen Anbietern erheblich. Klären Sie die konkrete steuerliche Einordnung des Vertragstyps mit dem Steuerberater der Praxis, bevor Sie unterschreiben.

Checkliste vor Vertragsabschluss mit dem Leasinggeber:

  • [ ] Vertragstyp prüfen: Voll- oder Teilamortisationsleasing
  • [ ] Steuerliche Zurechnung und Einordnung mit dem Steuerberater klären
  • [ ] Restwert und Anschlussoption nach Vertragsende festlegen
  • [ ] Wartungs- und Serviceumfang im Leasingvertrag verankern
  • [ ] Kündigungsfristen und vorzeitige Ausstiegskosten prüfen
  • [ ] Update-Fähigkeit der Software für künftige Gerätegenerationen sichern

Welche Anbieter sind für pädiatrische Ultraschallgeräte relevant?

Für die pädiatrische Sonographie sind vor allem Hersteller relevant, die dedizierte Kinderschallköpfe und pädiatrische Voreinstellungen (Presets) in ihrer Softwarearchitektur führen. GE Healthcare, Siemens Healthineers, Philips, Canon Medical und Samsung zählen zu den etablierten Anbietern stationärer und mobiler Systeme. Spezialisierte Hersteller wie Clarius oder SonoScape positionieren sich im Segment der mobilen Ultraschallgeräte.

Regionaler Service und Wartung entscheiden im Praxisalltag oft stärker über die Anbieterwahl als der reine Anschaffungspreis. Ausfallzeiten durch lange Serviceanfahrten oder fehlende Ersatzschallköpfe unterbrechen den Praxisbetrieb und wirken sich unmittelbar auf die Terminplanung aus — ein durchdachter Reparatur- und Wartungsservice verkürzt diese Ausfallzeiten spürbar.

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Welche Abrechnungsvoraussetzungen gelten für pädiatrische Sonographie?

Die Abrechnung ultraschalldiagnostischer Leistungen setzt eine Genehmigung der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung voraus — nach der Ultraschall-Vereinbarung gemäß § 135 Abs. 2 SGB V. Diese Vereinbarung regelt sowohl die fachliche Qualifikation des Arztes als auch die apparative Ausstattung des eingesetzten Geräts. Eine allgemeine „Ultraschall-Genehmigung“ existiert nicht — jeder Anwendungsbereich erfordert eine gesonderte Genehmigung. Wie diese Genehmigung mit der laufenden Praxisabrechnung zusammenspielt, erklärt der Beitrag zum Thema Ultraschall abrechnen nach KV und EBM.

Für die Sonographie der Säuglingshüften im Rahmen der U3 ist die GOP 01722 EBM einschlägig — bewertet mit 170 Punkten, das entspricht 21,66 Euro bei einem Orientierungspunktwert von 12,7404 Cent (Stand 01.07.2026). Die Berechnung dieser GOP setzt ebenfalls eine Genehmigung nach der Ultraschall-Vereinbarung voraus. Abrechnungsberechtigt sind grundsätzlich Fachärzte für Orthopädie sowie für Orthopädie und Unfallchirurgie. Seit dem 1. Januar 2026 ist die GOP 01722 zusätzlich für Fachärzte für Kinder- und Jugendchirurgie berechnungsfähig — reine Kinder- und Jugendärzte gehören nach dieser Regelung weiterhin nicht zum abrechnungsberechtigten Fachgruppenkreis.

Die Durchführungsempfehlung zur Hüftsonographie ergibt sich aus Anlage 5 der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Die hüftsonographische Screening-Untersuchung soll in zeitlichem Zusammenhang mit der U3 in der 4. bis 5. Lebenswoche erfolgen. Für die U3 selbst gilt ein Zeitrahmen von der 4. bis 6. Lebenswoche mit einer Toleranzgrenze von der 3. bis zur 8. Lebenswoche. Vor der Investition in ein pädiatrietaugliches Gerät lohnt sich daher die Prüfung, ob das gewählte System die apparativen Anforderungen der Ultraschall-Vereinbarung erfüllt — andernfalls droht trotz Anschaffung keine Abrechnungsfähigkeit.

FAQ: Häufige Fragen zum Ultraschallgerät in der Pädiatrie

Reicht ein Konvexschallkopf für die Hüftsonographie beim Säugling, oder braucht es einen speziellen Kinderschallkopf?

Für die Hüftsonographie ist ein hochauflösender Linearschallkopf im Bereich von 7,5 bis 12 MHz Standard — die Säuglingshüfte ist eine oberflächennahe Struktur mit hohem Auflösungsbedarf. Ein Konvexschallkopf mit niedrigerer Frequenz liefert hier keine ausreichende Bildschärfe für die Beurteilung nach der Durchführungsempfehlung der Kinder-Richtlinie.

Lohnt sich ein mobiles Ultraschallgerät für die Kinderarztpraxis mit geringem Volumen?

Mobile Ultraschallgeräte reduzieren den Anschaffungspreis gegenüber stationären Systemen erheblich und eignen sich für Praxen mit begrenztem Sonographie-Aufkommen oder Hausbesuchstätigkeit. Einschränkungen bestehen bei erweiterten Doppler-Funktionen und teils bei der apparativen Zertifizierung nach der Ultraschall-Vereinbarung — klären Sie dies vor dem Kauf mit der zuständigen KV.

Welche Qualitätssicherungsanforderungen gelten für die U3-Hüftsonographie?

Die Durchführung richtet sich nach Abschnitt C Kapitel III sowie Anlage 5 der Kinder-Richtlinie des G-BA. Zusätzlich unterliegt die Abrechnungsgenehmigung einer Stichprobenprüfung durch die KV. Deren Prüfquote liegt seit dem 1. Januar 2024 bei vier Prozent der genehmigten Ärzte pro Jahr.

Bis zu welchem Alter lässt sich das Rückenmark eines Neugeborenen sonographisch beurteilen?

Die Untersuchung ist nur möglich, solange die Wirbelbögen der Lendenwirbelsäule noch nicht vollständig verknöchert sind — ein Zeitfenster von wenigen Wochen bis Monaten nach der Geburt. Bei Hautauffälligkeiten im Bereich der Lendenwirbelsäule sollte die Sonographie daher frühzeitig erfolgen; danach ist für eine vergleichbare Diagnostik in der Regel eine Kernspintomographie erforderlich.

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