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Inhaltsverzeichnis

Speicherfolienscanner für die Zahnarzt-Praxis

Es ist kein Geheimnis, dass man unter einer modernen Zahnarztpraxis heutzutage eine „digitale Praxis" versteht. Und tatsächlich sind viele medizinische Verfahren mittlerweile vollkommen digitalisiert. Zwar galten die analogen Verfahren zu Beginn der Digitalisierung noch immer als die altbewährte, zuverlässigere Variante, doch das hat sich mittlerweile geändert.

Bei der Nutzung der Speicherfolientechnik werden die Vorteile des digitalen Röntgens besonders deutlich: Hier werden die Röntgenbilder auf einer speziellen röntgenlichtempfindlichen Folie gespeichert und anschließend in einem Speicherfolienscanner digitalisiert. So können alle Röntgenbilder digital archiviert, in die Praxissoftware integriert und versendet werden. Auch eine Nachbearbeitung der Bilder ist möglich.

Speicherfolien können überdies mehrere hundert Mal benutzt werden. Somit ist dieses digitale Röntgen-Verfahren äußerst umweltfreundlich. Doch die Speicherfolien-Technik bietet in vielen Fällen auch einen finanziellen Vorteil für die Zahnärzte, denn oft kann die „alte" Anlage bei der Digitalisierung der Praxis einfach beibehalten werden. Die Digitalisierung findet bei diesem Röntgen-Verfahren nämlich ausschließlich auf der Seite des Empfangsmediums statt.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Eine Umstellung vom analogen zum digitalen Röntgen erfolgt im Fall der Speicherfolienscanner ohne eine mühevolle Umgestaltung des Röntgen-Raumes in der Zahnarztpraxis. Die Speicherfolientechnik kann sowohl bei intraoralen Röntgen-Aufnahmen als auch bei Panoramaschichtaufnahmen genutzt werden. Das Material der Folien ist nämlich bei beiden Verfahren das gleiche.

Entwicklung und Digitalisierung der Röntgen-Bilder

Eine Röntgen-Speicherfolie enthält fotostimulierbare Speicherleuchtstoffe. Wird die Speicherfolie bestrahlt, wird sofort ein physikalischer Prozess ausgelöst, durch den der Zustand der auf den Folien befindlichen Elektronen verändert wird. Dieser Prozess lässt sich mehrere hundert Male problemlos wiederholen, bis die Folien mechanisch abgenutzt und unbrauchbar werden. Im Anschluss der Belichtung befindet sich auf der Speicherfolie noch ein analoges Röntgenbild.

Die Digitalisierung erfolgt erst beim Auslesen des Bildes im Speicherfolienscanner. Während moderne Speicherfolienscanner die Folien bereits direkt nach dem Auslesen löschen und sie dadurch für den nächsten Scanvorgang verwendbar machen, muss der Löschprozess bei älteren Geräten noch manuell durchgeführt werden. Meist steht den Altgeräten hierzu ein Lichtkasten, auch „Resetter” genannt, zur Verfügung. Dem älteren und dem neuen Verfahren ist jedoch gemein, dass weder bei der Entwicklung noch beim Löschen der Röntgen-Bilder mit dem Speicherfolienscanner Chemikalien benötigt werden.

Übliche Preise für Speicherfolienscanner

Bild: Ein Mann wird beim Zahnarzt im Mundraum geröngt
Eine intraorale Röntgen-Untersuchung | © ALPA PROD / shutterstock.com

Speicherfolienscanner gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Kleinere Speicherfolienscanner können meistens nicht mehrere Speicherfolien zugleich auswerten und haben oftmals keinen zusätzlichen Slot für eine große Panorama- oder Ceph-Speicherfolie. Kleine, kompakte Speicherfolienscanner sind daher etwas günstiger als die großen Modelle.

Die Kosten für einen kompakten Speicherfolienscanner liegen ungefähr bei 5.500 bis 7.500 Euro netto. Große Speicherfolienscanner sind zwar etwas teurer, überschreiten jedoch nur selten die 10.000 Euro-Marke. Viele dieser teuren Speicherfolienscanner eignen sich zur Digitalisierung von Intra-, Panorama- und Ceph-Aufnahmen. Auch lassen sich bei einigen Speicherfolienscannern mehrere Folien gleichzeitig digitalisieren.

Die Bedienung der Speicherfolienscanner erfolgt hier meist über Touch-Displays, was sich natürlich ebenfalls auf den Preis auswirkt. Es liegt auf der Hand, dass solche großen, teureren Speicherfolienscanner insbesondere für Zahnarztpraxen mit einem hohen Patientenaufkommen und einer Vielzahl an täglichen Röntgenaufnahmen geeignet sind. In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen eine Kosten- und Hersteller-Übersicht zu aktuellen Speicherfolienscannern auf dem Markt zusammengestellt.

Hersteller Modell Speicherfolien Kosten (neu, mit Einbau)*
Carestream CS 7600 Größen 0 bis 4 ab 6.500 €
Dürr Dental Mini View Größen 0 bis 4 ab 6.400 €
Dürr Dental Mini Plus Größen 0 bis 4 ab 6.600 €
Dürr Dental Perio Plus Größen 0 bis 4, OPG-Speicherfolie und Ceph-Speicherfolie ab 8.200 €
Dürr Dental Combi View Größen 0 bis 4, OPG-Speicherfolie und Ceph-Speicherfolie ab 9.500 €
Hy-Scan Keep It Simple Größen 0 bis 3 ab 5.600 €
KaVo eXam One Größen 0 bis 4 ab 5.800 €
KaVo eXam Größen 0 bis 4 ab 6.300 €
orangedental X-On Spark Größen 0 bis 3 ab 6.000 €
Planmeca ProScanner Größen 0 bis 4 ab 6.600 €
Soredex DIGORA Optime Comfort Größen 0 bis 4 ab 6.700 €

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Zubehör für das Röntgen in der Zahnarzt-Praxis

Bild: Ein paar Speicherfolien
Die Optik der Speicherfolien | © Siri ni / shutterstock.com

Im Unterschied zu vielen anderen medizintechnischen Geräten bieten Speicherfolienscanner kaum technische Erweiterungsmöglichkeiten oder optionale Zusatzfunktionen, die sich auf den Endpreis des Scanners auswirken. Und auch das zur Verfügung stehende Zubehör ist überschaubar, denn zum Zubehör eines Speicherfolienscanners gehören im Wesentlichen nur die Speicherfolien.

In der Regel erhalten Sie schon bei dem Kauf des Speicherfolienscanners auch einen Satz Speicherfolien in verschiedenen Größen inklusive passender Schutzhüllen. Speicherfolien und Schutzhüllen können aber auch jederzeit nachbestellt werden. Da Speicherfolien jedoch mehrere hundert Male genutzt werden können, reicht der mitgelieferte Foliensatz oftmals schon für die ersten Monate aus.

Intraorale Speicherfolien werden entsprechend ihrer Größe von den Herstellern meist in Zweier- oder Vierer-Sets verkauft. Nur die Folien in der Größe 4 lassen sich oftmals auch einzeln kaufen. Die Kosten richten sich nach der Größe der Speicherfolien – je größer die Speicherfolie, desto teurer ist sie. Die Preise für ein Zweier-Set Speicherfolien in der Größe 0 beginnen je nach Hersteller bei ungefähr 100 Euro netto. Eine einzelne Speicherfolie der Größe 4 gibt es ab einem Preis von circa 120 Euro netto.

Hersteller Größe Stückzahl Kosten*
Acteon 2 2 ab 70 €
Carestream 0 4 ab 230 €
1 4 ab 230 €
2 4 ab 230 €
3 4 ab 230 €
4 4 ab 230 €
Dürr Dental 0 2 ab 90 €
1 2 ab 90 €
2 4 ab 160 €
2 12 ab 460 €
3 2 ab 110 €
4 1 ab 120 €
KaVo 2 6 ab 240 €
1 6 ab 240 €
Soredex 2 6 ab 320€

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Speicherfolien-Größe

Die Wahl der passenden Speicherfolien-Größe hängt primär davon ab, wie groß der Bereich ist, der geröngt werden soll. Die kleinste Speicherfolien-Größe 0 ist mit den Maßen von 2x3 cm in erster Linie für die Untersuchung von Kindern gedacht. Die kleinste Speicherfolie für Erwachsene hat die Maße 2 mal 4 Zentimetern, was als Größe 1 verzeichnet ist. Darüber hinaus gibt es intraorale Speicherfolien noch in den Größen 2 (3 mal 4 Zentimeter), 3 (2,7 mal 5,4 Zentimeter) und 4 (5,7 mal 7,5 Zentimeter).

Obwohl die Speicherfolien ähnlich biegsam sind wie ein Röntgenfilm, müssen die Speicherfolien sehr sorgsam behandelt werden. Schon kleine Beschädigungen können sich permanent auf die Röntgenbilder auswirken und diese verfälschen. Auch können die Folien durch direktes Sonnenlicht sowie durch ultraviolette Strahlung beschädigt werden. Weitaus kostspieliger sind indes die größeren Speicherfolien für OPG- und Ceph-Aufnahmen. Beide Speicherfolien-Arten liegen preislich ungefähr bei 600 bis 800 Euro netto.

Folien-Art Größe Preisdurchschnitt*
OPG 12,7 x 28,5 cm ca. 620 €
15 x 30 cm ca. 640 €
Ceph 18 x 24 cm ca. 630 €
20 x 24 cm ca. 900 €
24 x 30 ca.1.000 €

*Alle Preise verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt.

Tipps für den Kauf

Vielen Zahnarztpraxen genügt ein kleiner Speicherfolienscanner vollkommen. Vor dem Kauf sollten Sie sich daher noch einmal vergegenwärtigen, wie häufig in Ihrer Praxis digitale Röntgenaufnahmen erstellt werden und ob dies häufig bei mehreren Patienten gleichzeitig geschieht. Haben Sie nur einen Röntgen-Raum mit einem Röntgen-Strahler und nur wenige Aufnahmen am Tag?

Für das intraorale Röntgen in der Zahnarztpraxis werden kleinere Speicherfolien benötigt. Meist wird daher das intraorale Kleinformat von 2 mal 3 Zentimetern oder 2 mal 4 Zentimetern genutzt. Die Folien werden vor dem Belichten in eine spezielle Lichtschutzhülle eingelegt und anschließend mittels eines Halterungssystems im Mundraum des Patienten platziert. Bei den Panoramaschichtaufnahmen werden hingegen Speicherfolien im Großformat benötigt. Denn bei diesem Röntgen-Verfahren wird die Speicherfolie in die Kassette des OPG-Geräts eingelegt.

Die Installation von Röntgen-Technik ist immer mit einem Mehraufwand verbunden. Auch bei der Installation eines Speicherfolienscanners müssen Sie einige Aspekte berücksichtigen, die gegebenenfalls auch mit zusätzlichen Kosten verbunden sind: So findet vor der Inbetriebnahme des Speicherfolienscanners zunächst eine Röntgen-Erstabnahme durch den Hersteller oder den Lieferanten statt. Es ist durchaus sinnvoll, die Einweisung schriftlich zu fixieren.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Speicherfolienscanner benötigen eine TÜV-Prüfung, welche gemäß der Röntgenverordnung verläuft und spätestens alle fünf Jahre erneut durchgeführt werden muss. Für diese Prüfung fallen in jedem Fall Kosten an. Erkundigen Sie sich daher am besten noch vor der Bestellung des Speicherfolienscanners bei Ihrem örtlichen TÜV-Partner, welche Gebühren für die Prüfung anfallen.