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Das Wichtigste im Überblick
- Moderne Telemedizin-Anbieter sichern die Zukunftsfähigkeit von Arztpraxen durch die Implementierung zertifizierter Videokommunikation und digitaler Workflows, die eine ortsunabhängige Patientenversorgung sowie eine lückenlose Integration in die ePA 3.0 ermöglichen.
- Die Marktsegmentierung differenziert zwischen PVS-integrierten Modulen wie CGM CLICKDOC oder medatixx für medienbruchfreie Dokumentation und patientenzentrierten Portalen wie Doctolib zur Maximierung der Neupatienten-Akquise über Online-Schnittstellen.
- Die regulatorische Konformität erfordert zwingend den Einsatz zertifizierter Videodienstanbieter gemäß Anlage 31b BMV-Ä sowie die Einhaltung von HL7 FHIR-Standards und ISiK-Spezifikationen zur Vermeidung von Honorarsanktionen gemäß § 378 SGB V.
- Finanzielle Nachhaltigkeit wird durch spezifische Abrechnungsziffern wie GOP 01450 und die monatliche TI-Pauschale von bis zu 359,10 € gewährleistet, gestützt durch eine Patientenzufriedenheitsrate von 93% und ein Fallzahlwachstum von 23% im Jahr 2024.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Telemedizin?
Telemedizin definiert die Erbringung ärztlicher Leistungen über räumliche Distanz hinweg unter konzentriertem Einsatz digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Spektrum umfasst die Diagnostik, Konsultation und therapeutische Überwachung (Telemonitoring). Primäres Ziel ist die Sicherstellung einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Patientenversorgung – insbesondere in strukturschwachen Regionen – sowie die Optimierung klinischer Reaktionszeiten durch digitale Vernetzung.
Die moderne Telemedizin gliedert sich in spezialisierte prozessuale Ansätze, die den klinischen Alltag effizienter gestalten und als wesentliche Säulen für die umfassende Digitalisierung in der Arztpraxis fungieren:
- Videosprechstunde: Direkter, synchroner Kommunikationskanal zwischen Arzt und Patient zur Beratung, Verlaufskontrolle und Therapieempfehlung.
- Telediagnostik (z. B. Teleradiologie): Funktionale Trennung von Untersuchung und Befundung. Während die physische Durchführung (Bildakquise) vor Ort erfolgt, übernimmt ein externer Spezialist die zeitnahe Auswertung.
- Telemonitoring: Kontinuierliche Übertragung physiologischer Vitaldaten an ein Telemedizinisches Zentrum (TMZ).
- Indikationsbeispiel: Bei chronischer Herzinsuffizienz ermöglicht dieses Verfahren eine signifikante Verkürzung der Reaktionszeiten bei klinischen Verschlechterungen.
- Tele-Konsil: Strukturierter, interkollegialer Austausch über medizinische Sachverhalte. Die Übermittlung erfolgt über gesicherte Fachdienste wie KIM (Kommunikation im Medizinwesen).
Wie funktioniert Telemedizin?
Die Telemedizin stellt eine technologische Disruption des klassischen Arzt-Patient-Kontakts dar. Durch die Entkoppelung von Ort und Zeit ermöglicht sie eine effiziente Patientenversorgung mittels audiovisueller Kommunikation. Die Implementierung basiert auf einer dreigliedrigen Architektur: der Benutzeroberfläche (Interface), der Übertragungsschicht (Transmission) und der Integrationsebene (E-Health-Backend).
Um eine rechtssichere und stabile Fernbehandlung zu gewährleisten, ist der Einsatz eines zertifizierten Videodienstanbieters (VDA) gemäß Anlage 31b zum BMV-Ä obligat. Die technische Verbindung wird über folgende Mechanismen realisiert:
- Peer-to-Peer (P2P) Kommunikation: Zur Minimierung von Latenzzeiten werden Audio- und Videodaten bevorzugt direkt zwischen den Endgeräten (Smartphone, Tablet oder PC) übertragen.
- Signaling-Server: Dieser dient ausschließlich der Initiierung des Verbindungsaufbaus und dem Austausch von IP-Adressen, um Firewalls und NAT-Router zu passieren.
- Hardware-Anforderungen: Patientenseitig ist ein internetfähiges Endgerät mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Breitbandverbindung erforderlich.
Für einen lückenlosen Informationsfluss muss die digitale Patientenkommunikation dabei vollautomatisiert in das PVS eingebunden sein, um eine rechtssichere Dokumentation gemäß § 630f BGB ohne manuellen Mehraufwand zu gewährleisten.
| Phase | Operativer Ablauf | Technische Umsetzung |
| 1. Terminierung | Online-Buchung & digitale Anamnese (Fragebogen). | PVS generiert kryptografisch gesicherten Zugangslink. |
| 2. Authentifizierung | Identitätsnachweis des Patienten beim Betreten des virtuellen Warteraums. | Abgleich der Patientendaten; digitaler Identitätsnachweis. |
| 3. Konsultation | Multimodale Interaktion (Videochat, Screen-Sharing von Befunden). | Ende-zu-Ende verschlüsselte Echtzeitübertragung. |
| 4. Abschluss | Diagnosestellung, Beratung und Therapieplanung. | Dokumentation erfolgt simultan im PVS. |
| 5. Verordnung | Ausstellung von E-Rezepten und eAU. | Übermittlung via Telematikinfrastruktur (TI). |
Welche Telemedizin-Plattformen gibt es?
Der fragmentierte Markt für Telemedizin-Anbieter segmentiert sich in drei primäre technologische Domänen. Die strategische Auswahl des korrekten Systems hängt kritisch von der bestehenden IT-Infrastruktur der Praxis, der anvisierten Patientenklientel (Zuweisernetzwerk vs. Direct-to-Consumer) und dem zwingend erforderlichen Grad der TI-Integration ab. In allen Segmenten verschwimmen die Grenzen zwischen reiner synchroner Kommunikation (Video) und asynchroner Therapiebegleitung durch Apps und DiGAs zunehmend.
PVS-integrierte Lösungen
Diese Lösungen sind native Module oder tiefe Integrationen führender Praxisverwaltungssysteme (PVS). Ihr Fokus liegt auf nahtlosem Workflow: Keine doppelten Dateneingaben, direkte Dokumentation in der Karteikarte.
- CGM CLICKDOC (CompuGroup Medical)
- Marktrelevanz: Sehr hoch, aufgrund der Marktdominanz der CGM-PVS (Albis, Turbomed, Medistar). Standard in vielen konservativen Praxen.
- Kernvorteil (USP): Tiefst-mögliche Integration. Der Start der Videosprechstunde erfolgt direkt aus dem Terminkalender des PVS; Befunde können während des Calls per Drag-and-Drop geteilt werden.
- Interoperabilität: Vollständig TI-konform; native ePA-Lese/Schreibrechte während des Calls; TIM-Integration für asynchrone Rückfragen.
- Empfehlung: Einzelpraxen und MVZ, die bereits CGM-Produkte nutzen und Workflows nicht durch externe Tools brechen wollen.
- medatixx (x.onvid / x.patient)
- Marktrelevanz: Hoch. Starke Verbreitung durch die modulare Struktur der medatixx-Softwarefamilie.
- Kernvorteil (USP): Hybrider Ansatz. Starke Verbindung zur Patienten-App (x.patient) für Rezeptbestellungen und Chat, die nahtlos in die Videosprechstunde übergehen kann.
- Interoperabilität: Anbindung an die TI; direkter Dokumentenupload in die ePA via PVS-Schnittstelle.
- Empfehlung: Praxen, die eine starke Patientenbindung über eine eigene App-Lösung suchen, ohne ein großes Portal zu nutzen.
- tomedo (Arzt-Direkt)
- Marktrelevanz: Führend bei Apple/macOS-basierten Praxen. Gilt als Innovationstreiber.
- Kernvorteil (USP): Moderne UX/UI. Die Kopplung mit der „Arzt-Direkt“-App ermöglicht automatisiertes Onboarding von Patienten vor dem Video-Call (Anamnesebögen digital).
- Interoperabilität: High-End. Nutzt TI-Dienste sehr aktiv, inklusive automatisiertem KIM-Versand von eAUs direkt nach dem Video-Call.
- Empfehlung: Fachärzte und moderne MVZs, die technikaffine Patienten haben und Apple-Hardware nutzen.
- T2med
- Kernvorteil (USP): Kosten-Transparenz und „Built-in“-Philosophie. Die Videosprechstunde ist kein teures Add-on, sondern Teil der PVS-DNA. Keine Drittanbieter-Tracker.
- Interoperabilität: Solide TI-Anbindung, Fokus auf schnelle, unkomplizierte ePA-Befüllung.
- Empfehlung: Einzelpraxen, die ein faires Preismodell ohne versteckte Modulkosten suchen.
- inSuite (Doc Cirrus)
- Marktrelevanz: Nische, aber dennoch stark.
- Kernvorteil (USP): Browserbasierte Praxissoftware. Da das ganze PVS im Browser läuft, ist die Telemedizin hier „natürlich“ zuhause. Ermöglicht auch IoT-Anbindung (Remote Monitoring von Geräten).
- Interoperabilität: Exzellent für vernetzte Strukturen; ePA und TIM sind im Browser-Interface nahtlos verankert.
- Empfehlung: Überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften (ÜBAG) und Praxen mit mehreren Standorten.
- Eterno Cloud
- Marktrelevanz: Wachsend in Nischen.
- Kernvorteil (USP): Spezialisierung auf hybride Pfade (z.B. digitale Anamnese vorab, Video, dann physisch). Videosprechstunde ist direkt mit PVS Eterno Cloud integriert.
- Interoperabilität: Setzt auf API-First Ansätze zur Anbindung an diverse Systeme.
- Empfehlung: Private Facharztpraxen mit hohem Serviceanspruch.
Standalone-Plattformen
Webbasierte Lösungen ohne direkte PVS-Bindung (bzw. nur via Schnittstelle). Fokus: Maximale Sicherheit, Flexibilität und „Sofort-Start“-Garantie.
- arztkonsultation.de
- Marktrelevanz: Etablierter Player, oft in Selektivverträgen der Krankenkassen genutzt.
- Kernvorteil (USP): Funktionsvielfalt für spezielle Fachgruppen (z. B. Wunddokumentation, hochauflösende Bildübertragung, Konferenzen mit Dritten/Dolmetschern).
- Interoperabilität: Gute Anbindungsmöglichkeiten, bietet oft Brückenlösungen für Kliniken ohne modernes KIS.
- Empfehlung: Klinik-Ambulanzen und spezialisierte Fachärzte (Dermatologie, Wundversorgung).
- sprechstunde.online
- Marktrelevanz: Beliebt als unkomplizierte Backup-Lösung.
- Kernvorteil (USP): Simplicity. Anmeldung und Start in Sekunden. Sehr geringe technische Hürden für Patienten (keine App nötig).
- Interoperabilität: Basis-Integration. Fokus liegt auf der Videoverbindung, weniger auf tiefem Datenaustausch.
- Empfehlung: Ärzte im Notdienst oder als Zweitlösung, wenn das PVS ausfällt.
- VIOMEDI
- Marktrelevanz: Solider Mittelstand.
- Kernvorteil (USP): Fokus auf Service und begleitete Installation. Bietet oft White-Labeling für Praxisnetze an.
- Interoperabilität: Standard-konform.
- Empfehlung: Praxisnetze, die eine einheitliche Lösung für alle Mitglieder suchen, unabhängig vom PVS.
Patientenzentrierte Portale
Diese Anbieter kommen von der Patientenseite (Terminbuchung). Die Videosprechstunde ist hier ein „Feature“ der Patientenakquise.
- Doctolib
- Marktrelevanz: Etablierter Player im Bereich Online-Terminkalender Software.
- Kernvorteil (USP): Massive Sichtbarkeit. Die Videosprechstunde ist direkt mit dem Online-Terminkalender verknüpft, was die „No-Show“-Rate drastisch senkt. Automatisches Recall-System.
- Interoperabilität: Schnittstelle zu fast allen PVS vorhanden (Doctolib Pro). ePA-Integration ist da, aber oft abhängig von der Tiefe der PVS-Kopplung.
- Empfehlung: Fachärzte mit hohem Patientenaufkommen und dem Wunsch nach Neupatienten-Akquise über digitale Kanäle.
- Jameda (DocPlanner Gruppe)
- Marktrelevanz: Stärkster Verfolger von Doctolib.
- Kernvorteil (USP): Starke Verbindung von Arztbewertungsportal (Marketing) und Telemedizin. Gute SEO-Sichtbarkeit für die Praxis.
- Samedi
- Kernvorteil (USP): Höchste Sicherheitsstandards (wichtig für Kliniken) kombiniert mit exzellentem Patientenportal (Zuweiserportale, komplexe Ressourcenplanung).
- Interoperabilität: Sehr stark in der KIS-Integration (Krankenhausinformationssysteme) und ePA.
- Empfehlung: Große MVZ-Strukturen, Kliniken und vernetzte Versorgungszentren.
- Dr. Flex
- Marktrelevanz: Der „leise“ Riese im Hintergrund.
- Kernvorteil (USP): Funktioniert als „Layer“ über der bestehenden Webseite der Praxis, ohne die Patienten auf ein Fremdportal zu zwingen.
- Interoperabilität: Sehr breite PVS-Kompatibilität.
- Empfehlung: Praxen mit starker eigener Marke, die ihre Patienten nicht an eine Plattform wie Doctolib „verlieren“ wollen.
- TeleClinic (Primär als Plattform für Ärzte)
- Marktrelevanz: Relevant für Ärzte, die zusätzliche Kapazitäten füllen wollen.
- Kernvorteil (USP): Marktplatz-Modell. Ärzte können „Dienste“ übernehmen und Patienten behandeln, die nicht zum eigenen Stamm gehören (Fremdpatienten).
- Interoperabilität: Eigene, geschlossene Plattform-Logik, aber volle eRezept/eAU Anbindung.
- Empfehlung: Ärzte, die im Homeoffice dazuverdienen wollen oder Praxen mit freien Kapazitäten.
Technische Anforderungen und Interoperabilität im Versorgungsalltag
Die rechtssichere Etablierung von Telemedizin-Anbietern in der vertragsärztlichen Versorgung unterliegt strikten technischen Normierungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der gematik. Ein Verstoß gegen diese Vorgaben führt unweigerlich zu Honorarrückforderungen und potenziellen disziplinarischen Maßnahmen.
Hardware- und Infrastruktur-Voraussetzungen
Die Anlage 31b BMV-Ä definiert die absoluten Mindeststandards für die Praxisinfrastruktur. Die Praxis benötigt eine adäquate, störungsfreie Breitband-Internetanbindung, die durch eine professionelle, hardwarebasierte Firewall gegen externe Intrusionen abgesichert ist. Als Endgeräte sind Standard-PCs, Laptops oder Tablets zulässig, sofern sie über ein hochauflösendes Display, eine qualitativ hochwertige Kamera, Mikrofon und Lautsprecher verfügen, um eine visuelle Diagnostik (z.B. Dermatologie) zu ermöglichen.
Aus arbeitsrechtlicher und vertragsarztrechtlicher Perspektive ist relevant: Die Erbringung der Videosprechstunde ist nicht auf die physischen, gemeldeten Praxisräume beschränkt. Ärzte dürfen diese explizit auch aus dem Homeoffice erbringen. Voraussetzung hierfür ist ein abgeschlossener Raum (Datenschutz/Diskretion), ein voll ausgestatteter Telearbeitsplatz und der hochsichere Zugriff auf die elektronische Behandlungsdokumentation (PVS) und die Telematikinfrastruktur (via VPN). Eine Leistungserbringung aus dem Ausland (z.B. während eines Urlaubs) ist vertragsarztrechtlich jedoch strikt untersagt.
Telematikinfrastruktur (TI) und Komponenten
Zur vollständigen Refinanzierung der erbrachten Leistungen und zur Vermeidung von Honorarsanktionen (bis zu 2,5 % Honorarkürzung) muss die Praxis zwingend an die TI angebunden sein. Für die telemedizinische Ausstellung von eAUs und eRezepten ohne physische Unterschrift ist der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) der jeweiligen Landesärztekammer (LÄK) für die Erzeugung der Qualifizierten Elektronischen Signatur (QES) obligatorisch. Die TI-Pauschalen des GKV-Spitzenverbandes erstatten einen Teil dieser Vorhaltekosten
Interoperabilität – Ebenen und Standards
Im Jahr 2026 rückt die semantische und syntaktische Interoperabilität in das Epizentrum der technischen Anforderungen. Das Fraunhofer IESE und die gematik forcieren mit dem Digital-Gesetz den verbindlichen Einsatz von HL7 FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) und den ISiK-Spezifikationen (Informationstechnische Systeme in Krankenhäusern und Praxen). Diese Standards erzwingen die Auflösung von Datensilos. Sie stellen sicher, dass Gesundheitsdaten – von telemetrischen Vitalparametern aus MedKitDoc-Geräten bis zu Therapie-Reports von DiGAs – systemunabhängig, strukturiert und maschinenlesbar zwischen der Telemedizin-Plattform des Patienten, der elektronischen Patientenakte (ePA) und dem PVS des Arztes ausgetauscht werden können. Spätestens ab 2026 greifen scharfe Sanktionsmechanismen für IT-Anbieter und PVS-Hersteller, die diese Interoperabilitätsziele nicht marktfähig implementieren.
KBV-Liste: Zertifizierte Anbieter für Videospreschstunde
Nachfolgende eine Liste der zertifizierten Anbieter für Videosprechstunden in Deutschland, die den Anforderungen der KBV entsprechen.
- app.elmo.call.tcc-clinicalsolutions.de
- app.ak-hebamme.de
- app.arzt-direkt & medikonsil-direkt.de
- app.arztkonsultation.de
- app.mentavio.com
- app.sprechstunde.online
- BeeHealthy Videosprechstunden-Funktion
- CGM ELVI – Elektronische Sprechstunde
- CLICKDOC Videosprechstunde
- coach.perform-digital.de
- Connect basis – die KOSTENLOSE Videosprechstunde von RED Medical
- Connect plus – die ERWEITERTE Videosprechstunde von RED Medical
- Consularia Live
- docmondo.net
- Doctolib Videosprechstunde
- EPIKUR Videosprechstunde
- helios-videosprechstunde
- https://agaplesion.patientus.de
- https://app.telemedpro.de/
- https://audi.elvi.de
- https://beratung.medizin.de
- https://diakonie.healthcompanion.online
- https://healthcompanion.online
- https://invirto.patientus.de
- https://jameda.patientus.de
- https://kvvideo.de
- https://meisterdoc.healthcompanion.online
- https://my.profession-fit.de
- https://my.prothera-fit.de
- https://room-v3.edudip.com
- https://s-thetic.patientus.de
- https://security.patientus.de
- https://sprechstunde.meona.de; https://sprechstunde.mesalvo.com
- https://sprechstunde.telemedicum.online
- https://uksh.patientus.de
- https://uniklinikum-jena.patientus.de
- https://videoberatung.ecosero.de
- https://videosprechstunde.almeda.de
- https://videosprechstunde.doconline.saarland
- https://videosprechstunde.ti-e.de
- https://www.bad-gmbh.elvi.de
- https://www.basf.elvi.de
- https://www.fragdeineapotheke.elvi.de
- https://www.schaeffler-health-coach.de/login
- https://www.self-control-online.de/login
- https://www.video-patmed.de/
- https://www.vitos.clickdoc.de
- https://xonvid.patientus.de
- https://zotzklimas.patientus.de
- jitsi.planorg.de
- kbv.sandbox.minddistrict.com
- arztkonsultation ak GmbH kbvvideochat.syncpilot.com
- klinikum-itzehoe-mvzs.patientus.de
- meedio.me, Version 1.0
- MeetOne Videosprechstunde
- Monks Videosprechstunde
- myon.call
- Patientenportal.elvi.de
- POLAVIS Videosprechstunde
- samedi Videosprechstunde
- SaniQ Videosprechstunde
- sprechstunde.medizin-vernetzt.de
- synlab-humangenetik.patientus.de
- telecare.vivora.health
- TeleClinic Videosprechstunde
- TeleDoc Videokonsultation
- tele.gomedicus.com
- Telemedizin Premium
- tele.medkitdoc.de
- therapy.soulhelper.de
- video.amaterna.de
- video.enna.care
- video.eterno.cloud
- video.medflex.de
- videosprechstunde.dm-edv.de
- videosprechstunde.docdirect
- videosprechstunde.doconline.bayern
- videosprechstunde.doctorbox.de
- videosprechstunde.healthmatch.vitaservices.de
- videosprechstunde.josephstift-dresden.de
- viomedi
- webPRAX
- www.medityme.com
- www.web.doccura.de
Vorteile und Nachteile von Telemedizin
| Kategorie | Vorteile | Nachteile |
| Versorgungsqualität & Zugang | Sicherstellung der Versorgung: Kompensation struktureller Defizite im ländlichen Raum und bei Ärztemangel.Fachexpertise: Ortsunabhängige Hinzuziehung von Spezialisten (z.B. telemedizinische Konsile/Arzt-Arzt-Gespräche).Klinische Lücken: Schließung von Vakanzen in kleineren Krankenhäusern durch externe Zuweisung. | Arzt-Patienten-Beziehung: Reduktion der Interaktionstiefe durch Wegfall physischer Präsenz und non-verbaler Signale.Limitierte Diagnostik: Einschränkung auf anamnestische und visuelle Befunde (keine Palpation/Auskultation). |
| Praxismanagement & Prozesse | Infektionsschutz: Effektive Risikominimierung im Wartezimmer-Setting (Triage vor Praxisbesuch).Kapazitätssteuerung: Optimiertes Terminmanagement und Auslastung der Ressourcen.Barrierefreiheit: Niedrigschwelliger Zugang für immobile oder zeitlich stark gebundene Patientengruppen. | Implementierungsaufwand: Notwendigkeit der Prozessadaptation und Team-Einarbeitung (Change Management).Digitale Spaltung: Erschwerter Zugang für technisch nicht versierte Patientenkohorten (Support-Bedarf). |
| Ökonomie & Work-Life-Balance | Erlöspotenzial: Generierung neuer EBM-/GOÄ-Ziffern und Erweiterung des Leistungsspektrums.Flexibilität: Möglichkeit für Homeoffice-Modelle und freiere Arbeitszeitgestaltung für den Arzt.Patientenkomfort: Wegfall von Anreisezeiten und Wartezeiten (Patientenbindung). | Investitionskosten: Initialer und laufender Aufwand für IT-Infrastruktur, Hardware und Datensicherheit. |
FAQ
Wie viel kostet Telemedizin?
Die Gesamtkosten für Telemedizin im Jahr 2026 hängen primär vom gewählten Funktionsumfang ab. Während einfache Videodienst-Lösungen oft kostenfrei oder für ca. 39 € erhältlich sind, kosten voll integrierte Plattformen mit KI-Dokumentationsassistenten und Terminmanagement zwischen 99 € und 199 € monatlich. Einmalig fallen etwa 400 € für professionelle Webcams und Headsets an.
Wer ist der Marktführer in der Telemedizin?
Die Marktführerschaft in der Telemedizin im Jahr 2026 ist durch eine hochgradige Fragmentierung gekennzeichnet, was die Identifikation eines einzelnen dominanten Akteurs erschwert. Global betrachtet zählen Teladoc Health und Amwell aufgrund ihrer breiten B2B-Basis zu den einflussreichsten Unternehmen. In der europäischen Marktstruktur hat sich Doctolib als führende Schnittstelle etabliert, deren Dominanz vor allem auf der tiefen Verzahnung mit lokalen Praxisverwaltungssystemen fußt.
Innerhalb des deutschsprachigen Raums teilen sich spezialisierte Anbieter die Marktanteile: TeleClinic gilt als einer der Vorreiter in der Akutversorgung, während Zava im Bereich der asynchronen Medizin und pharmazeutischen Logistik führt. Die Wettbewerbsstärke definiert sich 2026 zunehmend über die Tiefe der Integration in bestehende Versorgungsnetzwerke statt über reine Nutzerzahlen.
Wie wird Telemedizin von Patienten angenommen?
Die Akzeptanz der Telemedizin hat sich in der Post-Pandemie-Ära nachhaltig verfestigt: Laut aktuellen Daten der Techniker Krankenkasse für das Jahr 2024 stieg die Zahl der Videosprechstunden im TK-Kollektiv um 23 % auf 711.000 Behandlungen an, womit der Rückgang der Vorjahre (2022: 717.000; 2023: 576.000) signifikant gestoppt wurde (Quelle: TK, 2025). Während 68 % der Bevölkerung eine grundsätzliche Nutzungsbereitschaft signalisieren, zeigen erfahrene Nutzer (Durchschnittsalter 44 Jahre; n=712) mit einer Zufriedenheitsrate von 93 % und einer Wiedernutzungsabsicht von 94 % eine extrem hohe Bindung (Quelle: Müllmann et al., 2023).
Patienten präferieren die Telemedizin primär aufgrund der Zeitersparnis durch den Wegfall der Anreise (92 %) und der Ortsunabhängigkeit (87 %), wobei die Nutzung mit 30 % in der Allgemeinmedizin und 29 % in der Psychotherapie am stärksten ausgeprägt ist (Quelle: TK, 2025). Trotz dieser positiven Resonanz identifizieren 88 % der Patienten klare Indikationsgrenzen, insbesondere die fehlende physische Untersuchung (60 %), weshalb die Anwendung gezielt für Krankschreibungen (33 %), Befundbesprechungen (26 %) sowie strukturierte Verlaufskontrollen oder die Evaluation von DiGAs nachgefragt wird (Quelle: Müllmann et al., 2023).
