Digitales Röntgengerät kaufen: Preise, Leasing und Installation in der Praxis

Bei der Anschaffung von Medizintechnik handelt es sich um einen systematischen Kaufprozess. Einmalige und laufende Kosten, die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit von einem Röntgengerät, die Bildqualität sowie die Kompatibilität mit der Praxis-Software spielen eine Rolle, wenn ein Arzt sich für den Erwerb von einem neuen oder gebrauchten Röntgengerät entscheidet.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Röntgengerät, Preisen und Kosten, die mit dem Anschaffungs- und Installationsprozess verbunden sind.

Röntgengerät: Aufbau und Funktionsweise

Grundsätzlich besteht ein ,klassisches‘ Röntgen-System aus einer Röntgen-Röhre, einer Generatoreinheit und dem eigentlichen Röntgen-Gerät mit Durchleuchtungs- und Aufnahmesystem. Der Generator treibt dabei die Röntgen-Röhre an, die wiederum die zur Bildgebung genutzte Strahlung erzeugt.

Die Röntgen-Röhre setzt sich zusammen aus einer Kathode (Heizdraht als Elektrodenquelle), einer Anode (Bremskörper) und einem evakuierten Glaszylinder. Vereinfacht dargestellt entsteht die Röntgenstrahlung durch sich schnell bewegende Elektroden, die im sogenannten Brennfleck der Anode abgebremst werden. Umgeben ist die Röntgen-Röhre von einem Schutzgehäuse, welches zum einen die Strahlung auf das dafür vorgesehene Strahlenaustrittsfenster beschränkt und zum anderen Außenstehende vor möglichen, wenn auch fast ausgeschlossenen Implosionen des Hochvakuums innerhalb der Röntgen-Röhre schützen soll.

 

Bei konventionellen analogen Röntgen-Anlagen erfolgt die Aufzeichnung des Röntgen-Bildes über ein sogenanntes Film-Folien-System. Dabei treffen die ausgegebenen Röntgen-Quanten auf eine Verstärkerfolie und werden direkt in Lichtwellen umgewandelt, die dann einen dahinterliegenden Film einschwärzen – wie bei regulärer Analog-Fotografie auch.

Der Trend im Bereich der medizinischen Röntgen-Anwendung geht eindeutig in Richtung digitales Röntgen, das eine hochauflösende Bilddarstellung mit schneller Erfassungszeit ermöglicht.


Röntgengerät kaufen: Preise in der Übersicht

Wenn es um den Kauf von neuen oder gebrauchten Röntgen-Geräten geht, sollte der Arzt darauf achten, dass die Medizintechnik verkehrsfähig ist. Die CE-Kennzeichnung – ,der europäische Produkt-Reisepass‘ – ist Voraussetzung für Medizinprodukte, die in Europa zum Einsatz kommen. Die CE-Kennzeichnung ist aus der Konformitätserklärung des Herstellers zu entnehmen, die dem Röntgen-Gerät beigefügt ist. Damit garantiert der Hersteller, dass das Großgerät den geltenden europäischen Vorschriften entspricht und vorgeschriebenen Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen wurde.

Die Preise von einem Röntgen-Gerät erstrecken sich üblicherweise von 5.000 bis 100.000 Euro. Generell gilt: Ein digitales Röntgen-Gerät ist kostspieliger als ein analoges Basismodell. Neue digitale Röntgen-Geräte kosten je nach Ausstattung zwischen 10.000 und 100.000 Euro, während bei einem neuen analogen Basismodell mit einer Investition von ca. 2.000 bis 40.000 Euro zu rechnen ist.

Die Preise der Röntgen-Geräte können in Abhängigkeit von den individuellen Anforderungen und Bedürfnissen des Arztes / der Ärztin variieren und sind als Einzellösungen oder durch spezielle Nachrüstung (beispielsweise in Form einer Software) unter Umständen höher als der aufgeführte Preis.

Röntgengerät: Preise

RöntgengerätPreis
Dental-Röntgengerät (DVT)50.000 - 160.000 €
Computertomograph (CT)Ab 30.000 €, je nach Ausstattung bis zu 1 Mio. €
Bodenmontiertes Röntgen-Gerät (digital)30.000 - 100.000 € (und mehr, je nach Ausstattung)
Dental-Röntgengerät (OPG)17.000 - 50.000 €
C-Bogen15.000 - 80.000 €
Mobiles Röntgen-Gerät5.000 - 50.000 €
Veterinär-Röntgengerät5.000 - 20.000 €
Bodenmontiertes Röntgen-Gerät (analog)2.000 - 40.000 €
Dental-Röntgengerät (Kleinröntgen)2.000 - 7.000 €

Röntgengerät kaufen: Kosten-Kalkulation im Überblick

Ein Röntgen-Gerät ist eine kostenintensive Anschaffung. Die Produktqualität, das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Wirtschaftlichkeit spielen eine Rolle, wenn ein Arzt sich für die Investition in ein neues oder gebrauchtes Röntgen-Gerät entscheidet. Bei der Neuanschaffung eines digitalen Röntgen-Geräts sind sowohl einmalige Kosten, wozu unter anderem die Anschaffungskosten zählen, als auch langfristige (Folge-)Kosten zu berücksichtigen, die eine Unterhaltung, Wartung sowie Instandsetzung des Großgeräts umfassen. Generell sollte mithilfe einer Kostenkalkulation vorab ermittelt werden, inwieweit die Anschaffungskosten einer neuen Röntgen-Anlage die Steigerung der Effizienz begleichen.

Bei den Kosten unterscheidet man zwischen fixen Kosten, die unabhängig von den Behandlungsleistungen anfallen, sowie den variablen Kosten, die von den Behandlungsleistungen abhängig sind. Hinzu kommen die Kapital-Kosten, die einerseits aus den jährlichen kalkulatorischen Abschreibungen (Anschaffungskosten, Nutzungsdauer, Restwert des Röntgen-Geräts) und andererseits aus den jährlichen kalkulatorischen Zinsen (entgehende Erträge, Kredit-Kosten) resultieren.

Mithilfe einer Kosten-Vergleichsrechnung kann der Arzt seine Ausgaben und Gesamtkosten für die entsprechende Röntgen-Anlage kalkulieren. Auch die Kosten pro Behandlungsfall bzw. -einheit können mithilfe eines solchen Kosten-Vergleichs errechnet werden. Auf diese Weise können beispielsweise Röntgen-Geräte und deren Kosten verglichen werden und so das optimale Gerät ermittelt werden. Sind die Gesamtkosten der verglichenen Geräte gleich, sind die variablen Kosten pro Behandlungseinheit entscheidend, um die günstigere Alternative zu ermitteln.

Alle Informationen rund um Praxisfinanzierung und Businessplan finden Sie hier.


Röntgengerät leasen: Vorteile / Nachteile vom Leasing

Wenn ein Arzt das passende Finanzierungsverfahren wählt, kann er oftmals Kosten effizient aufteilen oder sogar senken. In vielen Fällen bieten Leasingangebote eine gute Möglichkeit, um die Kosten für eine Neuanschaffung mithilfe einer Außenfinanzierung auf eine längere Laufzeit zu verteilen. Dabei beginnt die monatliche Leasing-Rate oftmals bei 300 €. Entsprechende Angebote finden sich nicht nur bei den Herstellern, sondern auch bei den Händlern.

Leasen heißt ,(ver-)mieten‘, was bedeutet, dass das Röntgen-Gerät nach Beendigung des Vertrages nicht Eigentum des Arztes beziehungsweise des Leasingnehmers wird. Nach Vertragsende ist das Großgerät Eigentum des Leasinggebers, außer dieser möchte die Röntgen-Anlage zum Restwert an den Leasingnehmer endgültig verkaufen. Dabei wird die Ablösesumme üblicherweise bereits vor dem Kauf auf einen bestimmten Prozent des Anschaffungspreises (beispielsweise 10%) fixiert. Alternativ kann der Leasingnehmer nach Ende des Vertrages ein neues Modell auswählen und ein neues Leasingangebot einholen.

Im Vergleich mit einem klassischen Kredit bei der Bank kann das Leasing steuerliche Vorteile mit sich bringen, da die Leasingraten als Betriebskosten den steuerpflichtigen Gewinn verringern. Bei der Aufnahme eines Kredits hingegen können allein die Zinsen den steuerpflichtigen Gewinn mindern, wobei diese jährlich sinken.

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Röntgengerät Leasing: Vorteile / Nachteile

Vorteile
Nachteile
Die Leasingraten können als Betriebskosten
steuerlich abgesetzt werden.
Der Leasingnehmer ist nicht Eigentümer des Röntgen-Geräts;
dieses muss ggf. zum Restwert vom Leasinggeber abgekauft werden.



Röntgen-Raum in der Praxis: Bauliche Anforderungen und Kosten

Bei der Neuinstallation von einem Röntgen-Gerät oder einer Veränderung der Röntgen-Einrichtung ist eine Genehmigung des Bauamtes notwendig. Fachpersonal vom TÜV kann baubegleitend beraten, wobei der bauliche Strahlenschutz gemäß der RöV (Röntgenverordnung) im Vordergrund steht.

Der Röntgen-Raum muss mit Strahlenschutzwänden abgeschirmt werden, damit keine Röntgen-Strahlung in andere Praxisräume durchdringen kann. Generell gilt: Je höher die Leistung der Röhre bzw. die Röhrenspannung, desto dicker muss die Abschirmung sein.

Bei einer Praxisneugründung muss neben dem Anschaffungspreis der Röntgen-Raum ausgebaut beziehungsweise ausgestattet werden. Die Kosten liegen dabei im vierstelligen Bereich, wobei mit 5.000 bis 10.000 Euro je nach Raumgröße und Aufwand zu rechnen ist. Denn neben Baumaßnahmen wie dem Trockenausbau und dem Anbringen der Strahlenschutzwände müssen zusätzlich Kosten für Möbel mit Bleischubladen, Türen aus Blei- oder Rotglas und die Elektroinstallation in die Kalkulation mit einfließen.


Röntgengerät einbauen: Installation und sicherheitstechnische Kontrolle (STK)

Je nach Größe und Preis eines Röntgen-Geräts fallen die Montage-Kosten unterschiedlich aus. Einmalige Kostenpunkte sind neben der Montage die Lieferung der neuen sowie ggf. die Demontage und Entsorgung von dem alten Röntgen-Gerät. Die Lieferfrist von einem Röntgen-Gerät beläuft sich zumeist auf bis zu 6 Wochen.

In die Installation sind üblicherweise eine mehrstündige Einweisung durch Fachpersonal, die Verknüpfung der Software mit dem Praxis-Netzwerk sowie mit weiteren PCs und ein Abnahmeprotokoll inbegriffen. Die Einweisung erfolgt zumeist durch den Hersteller oder Lieferanten und sollte schriftlich fixiert werden. Hinzu kommen die Kosten für die sicherheitstechnische Kontrolle (STK). Die Durchführung einer professionellen STK muss nach der MPBetreibV (Medizinprodukte-Betreiberverordnung) sowie der Medizingeräteprüfung nach DIN VDE 0751 erfolgen. Es kommen außerdem Anmeldegebühren hinzu: Wenn alle Anforderungen erfüllt sind, sollte eine kostenpflichtige Genehmigung bei der zuständigen Behörde beantragt werden – mindestens zwei Wochen vor der Betriebsaufnahme des Röntgen-Geräts.

Zu den langfristigen Ausgaben zählt die TÜV-Prüfung, die üblicherweise alle 5 Jahre erfolgt und eine Strahlenschutzprüfung gemäß der RöV impliziert. Daneben bietet der TÜV Strahlenschutz-Kurse und -Unterweisungen für das medizinische Personal an.


Röntgen-Software kaufen: Bildbearbeitung, Dosis-Management und PACS

Bei einer Neuanschaffung sollte auf die Integrationsfähigkeit von dem Röntgen-Gerät in die bestehende Praxis-Software geachtet werden. Ist das Röntgen-Gerät mit der aktuellsten Windows-Version kompatibel? Wenn nicht, lässt sie sich umrüsten? Zudem ist von Bedeutung, welche Programme in dem Röntgen-Gerät bereits integriert sind oder gekauft werden müssen. Bei manchen Röntgen-Geräten ist eine hauseigene Bildverarbeitungssoftware in dem Gesamtpreis mit einbegriffen, während bei anderen Röntgen-Geräten optionale Kosten für eine sogenannte Imaging-Software hinzukommen. Die digitale (Nach-)Bearbeitung der Röntgen-Aufnahmen ermöglicht es, diagnostisch relevante Informationen deutlich zu machen, indem Grauwerte und Bildkontrast angepasst werden. Einschlägige Programme erhöhen so die Bildqualität und Aussagefähigkeit. Zudem existieren auf dem Medizintechnik-Markt zertifizierte Software-Produkte für effizientes Dosis-Management, die u. a. von den Herstellern angeboten werden.

Seit 1995 ist DICOM (Digital Imaging and Communications in Medicine) das Standardformat zur Archivierung und Weitergabe digitaler Bilder. Mithilfe der DICOM-Schnittstelle können Röntgen-Bilder direkt in der bestehenden Archivierungssoftware gespeichert werden. PACS (Picture Archiving and Communication System) ist die standardisierte Lösung zur Speicherung digitaler Aufnahmen – ein digitales Bildarchivierungssystem. In Abhängigkeit von den Herstellern kann das System mit weiteren Features für das Dokumentenmanagement aufgerüstet werden.

Die IT-Sicherheit ein zentrales Thema, wenn es um sensible Patientendaten wie beispielsweise Röntgen-Aufnahmen geht. Um zu verhindern, dass Dritte ohne Befugnis auf Patientendaten zugreifen oder dass Patientendaten unbeabsichtigt gelöscht werden, sollte in der Praxis ein gesichertes Netzwerk vorhanden sein und Anti-Virus-Software installiert werden.


Röntgengerät: Wartung und Reparatur

Die Instandhaltung von einem Röntgengerät umfasst Wartungsarbeiten, die üblicherweise vierteljährlich durchgeführt werden müssen. Dieser Service umfasst die Prüfung des Systems durch Fachpersonal und dauert normalerweise einen halben bis einen ganzen Tag.

Das neue Schlüsselwort bei der Wartung von digitaler Medizintechnik ist Remote Service: ein Verfahren, das mithilfe von Datenmessungen Störungen und Ausfälle der Technik feststellen kann. Die Daten von dem Röntgen-Gerät werden über eine permanente Netzwerkverbindung (VPN) an das Rechenzentrum des Herstellers übertragen und vor Ort automatisch ausgewertet. Auf diese Weise können per Ferndiagnose und -zugriff Systemstörungen schnell behoben werden. Die Datensicherheit ist dabei stets mithilfe zertifizierter IT-Infrastruktur garantiert.

Einige Hersteller bieten zudem vermehr Predictive Maintenance an, das Prognosen über die restliche Lebensdauer der Komponenten beziehungsweise des Betriebszustandes von dem Röntgen-Gerät liefert. Es erfolgt eine Art ,vorausschauende Wartung‘ basierend auf den gemessenen Daten und deren Auswertung, sodass potenzielle Ausfälle der Technik prognostiziert und verhindert werden können. Vorreiter auf diesem Gebiet ist Siemens Healthineers mit dem Guardian Program für das proaktive Monitoring von Großgeräten.


Analoges Röntgengerät nachrüsten: Vorteile der Digitalisierung

Bei einem analogen Röntgen-Gerät stellt die Digitalisierung auf lange Sicht einen zusätzlichen Kostenpunkt dar. Ein niedergelassener Arzt muss nicht zwangsläufig ein neues, kostspieliges Röntgen-Gerät für seine Praxis erwerben, wenn die bestehende analoge Röntgen-Anlage eine CE-Kennzeichnung aufweist. Entspricht das bestehende analoge Röntgen-Gerät den aktuellen Standards der Qualitätssicherung, kann es mithilfe von digitalen Systemen modernisiert werden. Dabei sollte das Röntgen-Gerät dauerhaft funktionsfähig sein, sodass keine zusätzlichen Reparaturkosten anfallen. Sinnvoll ist eine Nachrüstung von einem analogen Röntgen-Gerät auf ein DR- oder CR-System grundsätzlich, wenn diese voraussichtlich 5 bis 10 Jahre funktionsfähig bleibt.

Bei der Nachrüstung von einem analogen Röntgen-Gerät entfallen:

Röntgenfilm

Fotochemie (sowie deren Entsorgung)

Filmtüten

Filmarchivierung (Archivplatz)

Entwicklungsmaschine (Wartung)

Pro Röntgenfilm kann dabei mit Kosten von etwa 1,20 € gerechnet werden. Multipliziert man die Kosten mit der jährlichen Anzahl an Röntgen-Aufnahmen, liegen die Gesamtkosten meist im vier- bis fünfstelligen Bereich. Durch die Modernisierung des Röntgen-Geräts wird die Erzeugung und Darstellung der Röntgen-Bilder vereinfacht: Die Aufnahmen können digital am Befundmonitor anstatt am Leuchtkasten betrachtet werden. Das bestehende analoge Röntgen-Gerät sollte mit einem Röntgen-Detektor (DR) / einem Auslesegerät samt Speicherfolien (CR) ergänzt werden. Bei der Neugründung einer Praxis hingegen ist die Anschaffung von einem digitalen Röntgen-Gerät empfehlenswert, um langfristige Kosten verbunden mit Reparatur, Wartung und Umrüstung zu vermeiden.

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie die Vorteile und Nachteile des digitalen Röntgens gegenüber dem analogen Röntgen zusammengefasst:

Digitales Röntgengerät: Vorteile / Nachteile

VorteileNachteile
Keine Über- und UnterbelichtungHohe Anschaffungskosten
(besonders im Vergleich mit
analogen Röntgengeräten)
Schnelle Darstellung digitaler Aufnahmen mit hohem Informationsgehalt
Nachbearbeitung am Computer 
Speicherung der Röntgen-Aufnahmen im standardisierten DICOM-Format
Digitales Bildarchivierungssystem PACS
Reduktion der Strahlenbelastung
Weder Dunkelkammer noch Entwicklungsgerät mit Verbrauchsmaterialien benötigt
Reduktion der Umweltbelastung

Gebrauchtes Röntgengerät kaufen: Infos und Preise

Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ist neben einer gemeinschaftlichen Nutzung von einem Röntgen-Gerät die Anschaffung von einem Gebraucht-Gerät in vielen Fällen eine sinnvolle Option. Gebrauchte neuwertige Röntgen-Geräte sind im Vergleich zu neuen Modellen kostengünstiger: Der Preis für ein neuwertiges Röntgen-Gerät, das aktuellen Qualitätsstandards entspricht, liegt üblicherweise zwischen 10.000 und 25.000 Euro. Voraussetzung für die Verkehrsfähigkeit eines Medizinprodukts in der EU ist auch bei Gebrauchtgeräten die CE-Kennzeichnung.

Langfristige Kosten verbunden mit der Nachrüstung und Reparatur eines Gebrauchtgeräts sollten in die Kauf-Entscheidung mit einfließen. Oftmals sind auf dem Gebrauchtmarkt Röntgen-Geräte verfügbar, die erst seit wenigen Jahren in Benutzung sind. Gerade für Praxis-Neugründungen kann dies eine vernünftige Alternative zu einer Neuanschaffung darstellen, um die Kosten zu Beginn überschaubar zu halten. Mehr über gebrauchte Röntgengeräte erfahren Sie hier.


Gebrauchtes Röntgengerät verkaufen / entsorgen

Wenn Sie Ihr veraltetes Röntgen-Gerät entsorgen wollen, muss ein Antrag zur Beendigung des Betriebes eines Röntgen-Geräts unter Angabe der Seriennummer bei dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt eingereicht und damit ordnungsgemäß abgemeldet werden.

Eine fachgerechte Demontage ist obligat. Diese erfolgt durch einen zugelassenen Entsorger, der eine Zertifizierung gemäß der Entsorgungsfachbetriebeverordnung aufweist. Für gewöhnlich beträgt die Dauer der Demontage von einem Röntgen-Gerät 1 bis 2 Arbeitstage je nach Größe und Gerätetyp. Dabei wird das Röntgen-Gerät, die Dunkelkammer sowie die Entwicklungsmaschine samt Zubehör abgebaut bzw. ausgeräumt. Wenn sich die Arztpraxis allerdings nicht im Erdgeschoss, sondern in höheren Stockwerken befindet, kann sich der Demontage-Prozess über mehrere Tage erstrecken.

Viele Hersteller wie GE bieten Ihren Kunden bereits beim Kauf von einem neuen Röntgen-Gerät an, diese im Fall einer späteren Neuanschaffung zurückzunehmen. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Großgeräte von dem Hersteller entsorgt werden. Die Gebrauchtgeräte können vom Hersteller auch anschließend an Länder außerhalb Europas wie beispielsweise Marokko weiterverkauft werden.

Möchte der Arzt sein Röntgen-Gerät eigenständig verkaufen und nicht an den Hersteller oder Händler zurückgeben, muss dieses ebenfalls demontiert und fachgerecht gelagert werden. Dieser Vorgang ist ebenfalls meldepflichtig – genauso wie die Inbetriebnahme von einem Röntgen-Gerät: In diesem Fall ist auch ein Antrag zur Beendigung des Betriebes eines Röntgen-Geräts zu stellen. Die ordnungsgemäße Entsorgung sollte anschließend bei der zuständigen Behörde nachgewiesen werden.

Auf unserer Seite können Sie kostenlose Angebote für Ihr gebrauchtes Röntgengerät einholen, wenn Sie diese verkaufen möchten. Wir vermitteln Ihre Anfrage an qualifizierte Händler und garantieren Ihnen so schnelle Kaufangebote. Hier können Sie unverbindliche Angebote für Ihr gebrauchtes Röntgengerät einholen.


Digitales Röntgengerät kaufen: Experten-Interview mit einer Radiologin

Medizinio führte ein Experten-Interview mit der Leitenden Oberärztin Dr. med. Beate Christ aus Hannover durch. Frau Christ hat uns erzählt, welche Funktionen Röntgen-Geräte und CT-Geräte heutzutage aufweisen, wie der Kaufprozess von Medizintechnik in einem Krankenhaus vonstatten geht und was bei dem Kauf eines Röntgen-Geräts für die Praxis zu beachten ist. Zudem stellte Frau Christ uns die wichtigsten Entwicklungen und Neuerungen auf dem Fachgebiet der Radiologie vor. Das vollständige Experten-Interview können Sie hier nachlesen.


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Name
Röntgengerät

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