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Ultraschall-Geräte gesucht?

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Die Bedeutung des modernen Ultraschalls

Bild: Eine Patientin kriegt ein Kontrastmittel verabreicht
Injektion vom Kontrastmittel | © Romaset / shutterstock.com

Ultraschall-Geräte gehören mit etwa 500 Geräten pro 1 Mio. Einwohner zu der am weitesten verbreiteten bildgebenden Medizintechnik in deutschen Arztpraxen und Kliniken. Bei der klassischen Ultraschall-Diagnostik werden hochfrequente Schallimpulse erzeugt, welche in den Körper eines Patienten schadlos eindringen und unterschiedlich stark an bestimmten Grenzflächen reflektiert werden.

Durch stetige Weiterentwicklungen lassen sich heute präzise Angaben über die Größe, Form und genaue Lage von Organen (Lokalisationsdiagnostik) treffen. Dank der Doppler-Methode sind zudem Analysen zu Blutfluss-Geschwindigkeiten möglich (Funktionsdiagnostik). Krankhafte Größenveränderungen von Organen, Zystenbildungen oder Flüssigkeitsansammlungen können daher genauso erkannt werden wie Gefäßstenosen und Septumdefekte.

In der heutigen Zeit werden nahezu ausschließlich Ultraschall-Systeme hergestellt, die ein gewisses Maß an Mobilität besitzen. Sei es die kompakte Bauart für den Rettungs- bzw. Hausbesuch-Einsatz oder die Installation auf einem Rollwagen für Klinikstationen: Der Trend geht klar in Richtung Miniaturisierung. Neben den diagnotischen gibt es auch therapeutische Ultraschall-Geräte.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Anders als beispielsweise beim Röntgen, fertigen Ultraschall-Geräte Echtzeitschnittbilder vom Körper des jeweiligen Patienten an. Dabei können vor allem Aussagen über Tiefenstaffelungen getroffen werden. Die Anwendungsbereiche von dem medizinischen Ultraschall sind daher breit gefächert. Neben den medizinischen gibt es eine Vielzahl kosmetischer Anwendungen für Ultraschall-Geräte (Mikromassagen, Wärme-Anwendungen, Anregung von Stoffwechselaktivitäten, etc.)

Wie gefährlich ist eine Ultraschall-Untersuchung?

Bild: Eine Ultraschall-Behandlung zur Linderung von Schmerzen am Knie
Ultraschall-Behandlung zur Schmerzlinderung | © Giovanni G / shutterstock.com

Die Ultraschall-Diagnostik, kurz Sonografie oder auch nur Sono genannt, erfreut sich in der Medizin äußerster Beliebtheit. Denn aufgrund der nicht invasiven, schmerzfreien Behandlung, aber auch weil dieses Verfahren mit keiner Strahlenbelastung verbunden ist, gilt die Sonografie bei Patienten und Ärzten als bevorzugtes bildgebendes Verfahren.

Bei der Behandlung mit einem Ultraschall-Therapie-Gerät kann es sowohl zu thermal als auch nichtthermal induzierten Nebenwirkungen kommen. Diese können teilweise zu erheblichen körperlichen Schäden führen, weshalb ein sicherer und fachgerechter Umgang unbedingt erforderlich ist. Sollten alle risikominimierenden Maßnahmen ergriffen worden sein, so lässt sich die Ultraschall-Therapie als eine grundsätzlich unschädliche und mit wenig Nebenwirkungen behaftete Behandlungsmethode fassen.

Die medizinischen Anwendungsbereiche des diagnostischen Ultraschalls entscheiden darüber, mit welcher Schallfrequenz gearbeitet werden muss. Nicht alle Organe können mit der gleichen Frequenz untersucht werden: Während der Kopfbereich nur mit einer Frequenz von höchstens 3 MHz untersucht werden sollte, erlaubt die Untersuchung der Augen bis zu 11 MHz. Die folgende Tabelle soll Ihnen daher einen Überblick über die unterschiedlichen Frequenzbereiche des diagnostischen Ultraschalls in ihren jeweiligen Anwendungen verschaffen.

Ultraschall-Anwendung Frequenzbereich
Kopf 1 - 3 MHz
Schwangerenvorsorge 2 - 5,5 MHz
Abdominalbereich 2,5 - 5,5 MHz
Gynäkologie 2,5 - 6 MHz
Pädiatrie 3 - 6,5 MHz
Schilddrüse und Prostata 3,5 - 7,5 MHz
Mammadiagnostik 3,5 - 8 MHz
periphere Gefäße 4,5 - 10,5 MHz
Augen 7 - 11 MHz
Echokardiographie 2,5 - 5,5 MHz

Abhängig von der eingestellten Frequenz des Ultraschalls dringen die Schallwellen unterschiedlich weit in das Körpergewebe ein. An dieser Stelle begegnet die Medizin jedoch einer Zwickmühle, denn die Eindringtiefe und die axiale Auflösung verhalten sich diametral zueinander: Das bedeutet, dass sich mit steigender Frequenz zwar die axiale Auflösung verbessert, die Eindringtiefe jedoch geringer wird. Die Lösung liegt hier leider nur im Finden eines Kompromisses. Die folgende Tabelle soll das Verhältnis von Frequenzbereich und Auflösung / Eindringtiefe noch einmal verdeutlichen.

Schall-Frequenz Auflösung Eindringtiefe
2 MHz 1,8 mm 20 - 25 cm
3,5 MHz 1,3 mm 15 - 18 cm
5 Mhz 1 mm 10 - 12 cm
7,5 MHz 0,7 mm 6 - 8 cm
10 MHz 0,3 mm 3 - 4 cm

Wie oft darf man einen Ultraschall durchführen lassen?

Grundsätzlich gilt die Ultraschall-Untersuchung als risiko- und schmerzfrei für die Patienten und das Praxis-Team. Selbst Studien mit mehr als über 40 Jahren Laufzeit können keine Gefahr vom Ultraschall belegen, lediglich einige Nebenwirkungen sind bekannt. Diese treten allerdings im Regelfall nur bei unsachgemäßer Anwendung der Ultraschall-Therapie auf.

Durch die Wärmeentwicklungen im beschallten Gewebe kann es - bei zu langer oder zu intensiver Anwendung - zu Hyperämien, entzündlichen Reaktionen oder sogar Gewebsnekrosen kommen. Darüber hinaus können wärmeunabhängige Beschädigungen, wie im Fall der sogenannten Kavitation, entstehen. Hierbei bilden sich durch die Beschallung Gasbläschen, die zu Blutungen und Verletzungen im Gewebe führen.

Auch wenn die medizinische Anwendung des Ultraschalls grundsätzlich unbedenklich erscheint, verwendet man bei der Ultraschall-Therapie und speziell im Bereich der Schwangerschaftsbetreuung eine vorsorgliche Sicherheitsstufe an: Das ALARA-Prinzip. Diese Bezeichnung steht für „As low as reasonably achievable“ (so niedrig, wie vernünftigerweise erreichbar) und soll gewährleisten, die Schallleistung möglichst niedrig für den Patienten zu halten.

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Generell sollte von einer Ultraschall-Therapie immer dann abgesehen werden, wenn - z.B. bei akuten Infektionen - eine Anwendung von Wärme kontraindiziert ist. Darüber hinaus sollte es nie zu einer Beschallung des Uterus von Schwangeren, den Augen oder des zentralen Nervensystems kommen. Ebenfalls sollte von einer Behandlung in direkter Nähe eines Gelenkersatzes abgesehen werden, da dieser sich unerwartet stark erwärmen könnte.

Ultraschall bald für Schwangere verboten

Bild: Ein Mann hält den schwangeren Bauch seiner Frau und ein 3D-Ultraschall-Bild in der Hand
Bald verboten: 3D/4D Ultraschall während der Schwangerschaft | © Estrada Anton / shutterstock.com

Eine Entwarnung gleich vorweg: Echte Gefahren durch eine Ultraschall-Untersuchung sind heutzutage auch nach langjährigen Studien und intensiver Forschungsarbeit im Bereich der Sonographie nicht bekannt. Dennoch stellt die Anwendung von Ultraschall-Geräten ohne medizinische Relevanz ein potentielles Risiko dar.

Dementsprechend soll ab dem Jahr 2021 der 3D und 4D Ultraschall für Schwangere verboten werden. Grund für das Verbot des 3D und 4D Ultraschalls in der Schwangerschaft ist die neue Strahlenschutzverordnung, die Anfang des Jahres 2019 in Kraft getreten ist. Diese verbietet ab dem 1. Januar 2021 3D und 4D Ultraschall-Untersuchungen ohne medizinische Notwendigkeit.

Das 3D / 4D Ultraschall-Gerät kann nicht nur von ausgebildeten Ärzten erworben werden, sondern auch von Nichtmedizinern. So haben sich auf dem freien Gesundheitsmarkt auch nichtmedizinische Unternehmen etabliert, welche die 3D und 4D Sonographie bei Ungeborenen anbieten. Dabei warnen Experten vor einer zu häufigen und laienhaften Ultraschall-Anwendung bei Ungeborenen. Aus dieser Überlegung resultiert das Verbot für den 3D / 4D-Ultraschall, weniger aus der Sorge vor bleibenden Schäden oder Nebenwirkungen.

Gründe für einen Ultraschall in der Schwangerschaft

Bild: Tipps für den Medizingeräten-Kauf

Die Ultraschall-Untersuchung während der Schwangerschaft dient vor allem dazu festzustellen, ob sich der Embryo normal entwickelt oder ob Auffälligkeiten auftreten. Aus diesem Grund gehört der Ultraschall international zu der Grundversorgung während der Schwangerschaft. Oft werden durch die Ultraschall-Untersuchung in der Schwangerschaft beispielsweise Herzfehler bei Ungeborenen entdeckt.