Eterno Cloud: Praxissoftware mit Funktionen, Kosten und Erfahrungen

Eterno Health
Cloud-Praxissoftware Praxissoftware
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product-id: 44401

Das Produkt auf einen Blick

  • Eterno Cloud der Eterno Health GmbH ist ein browserbasiertes, KBV-zertifiziertes Praxisverwaltungssystem (PVS) ohne lokalen Server für Praxen mit 1 bis 150 Ärzten, das digitale Patientenakte, Online-Buchung, Abrechnung nach EBM, GOÄ und BG sowie KI-Module wie Scribe, Eterno Connect und Leni Recall bündelt; Radiologie, Zahnmedizin und Ophthalmologie sind ausgenommen.
  • Eterno Core kostet 199 € je Leistungserbringer (Pilot ab Januar 2027), Eterno Suite 299 € je Arzt und Monat; KI-Add-ons, die Onboarding-Gebühr sowie Konnektor und Kartenterminals für die TI-Anbindung über Akquinet werden gesondert berechnet.
  • Nach § 393 SGB V ist für die Cloud-Verarbeitung von Gesundheitsdaten ein C5-Typ-2-Testat oder ein gleichwertiger Nachweis erforderlich; Eterno belegt Hosting in Deutschland und ISO-27001-Zertifizierung, ein C5-Testat ist jedoch nicht öffentlich ausgewiesen.
  • Vor Vertragsabschluss sollten Praxisinhaber C5-Nachweis, AVV mit Verschwiegenheitspflicht nach § 203 StGB, Ausfallkonzept, SLA, HZV-Umsetzungsstatus (bis April 2027) und die Datenherausgabe bei Vertragsende schriftlich absichern.
Günstige Markenqualität
(4,9/5 Google) Zufriedene Kunden
Beschreibung

Was ist Eterno Cloud?

Anbieter: Eterno Health GmbH, Teil der Eterno Group

Eterno Cloud gehört zu Eterno Health bzw. zur Eterno Group. Neben der Software betreibt die Gruppe mit den ETERNO Spaces eigene ambulante Polikliniken. Dort setzt Eterno die Software selbst ein und entwickelt sie nach eigener Aussage aus diesem Betrieb heraus weiter.

Cloud-PVS statt lokaler Server

Eine cloudbasierte Praxissoftware verlagert Datenhaltung, Updates und Backups vom Praxisserver zum Anbieter. Eterno Cloud läuft vollständig im Browser, unter Windows und macOS. Sie brauchen weder einen eigenen Praxisserver noch eine lokale Installation. Damit entfallen Server-Hardware, Wartungsverträge, manuelle Updates und Energiekosten für den Serverbetrieb. Im Gegenzug wird die Internetanbindung zur kritischen Infrastruktur.

Zielgruppe: von der Einzelpraxis bis zum MVZ

Eterno Cloud richtet sich an Praxen mit 1 bis 150 Ärztinnen und Ärzten. Für MVZ, Großpraxen und Arztnetze bietet Eterno eine eigene MVZ-Software zur zentralen Verwaltung mehrerer Standorte. Neben ärztlichen Praxen adressiert Eterno auch Psychotherapie und Physiotherapie.

Was kann die cloudbasierte Praxissoftware Eterno Cloud genau?

Kalender und Online-Buchung

Der dynamische Kalender zeigt Termine, Ärzte und Räume in einer Tages- und Wochenansicht. Doppelbelegungen erkennt er vor der Bestätigung. Die Online-Buchung läuft über das Patientenportal CareGate und ist Teil des PVS:

  • Buchung rund um die Uhr: Patienten buchen, verschieben und stornieren selbst, auch ohne CareGate-Konto.
  • Einbindung in die Praxiswebsite: per Buchungslink oder iFrame, im Praxis-Branding.
  • Neu- und Bestandspatienten: unterschiedliche Terminarten, Hinweistexte oder vorgeschaltete Formulare.
  • Warteliste: Wird ein Termin frei, benachrichtigt das System die Patienten automatisch.

Terminserien und -ketten hat Eterno angekündigt. Verfügbar sind sie noch nicht.

Patientenakte, Regelsystem und Aufgabenlisten

Mit der One-Click-Doku übernehmen Sie komplette Dokumentationspfade per Klick in die digitale Patientenakte, also Anamnese, Diagnose, Befund und Abrechnungsziffern. Wiederkehrende Befunde und Textbausteine legen Sie einmal an.

Das Regelsystem prüft Eingaben automatisch auf Plausibilität. Es orientiert sich am KV-Prüfmodul sowie an EBM und GOÄ. Eigene Regeln sind möglich. So kann eine Diagnose automatisch eine Kontrollaufgabe in sechs Monaten samt Patientenerinnerung auslösen. Aufgabenlisten bündeln offene To-dos und lassen sich priorisieren und zuweisen.

Digitale Formulare und Anamnese

Die digitale Anamnese verlagert die Datenerhebung vor den Termin. Patienten füllen Anamnesebögen, Aufklärungsformulare und Einwilligungen vorab im Browser aus, ohne App. Die Angaben landen automatisch in der Akte.

Wer die Formulare nicht vorab ausgefüllt hat, holt das in der Praxis nach:

  • Per QR-Code am eigenen Smartphone, mit Identitätsprüfung über Name und Geburtsdatum. Der Zugriff endet nach 15 Minuten.
  • Per Tablet und PIN in der Praxis.

Ein roter oder grüner Punkt am Termin zeigt, ob die Formulare vollständig sind. Beim Smart Self-Check-in zeigt das System fehlende Angaben direkt an.

Patientenkommunikation und Videosprechstunde

Die digitale Patientenkommunikation läuft automatisch per E-Mail und SMS: Terminbestätigungen, Absagen, Verschiebungen und Erinnerungen 48 Stunden vorher. Alle Nachrichten gibt es auf Deutsch und Englisch, steuerbar pro Standort. Bei angebundener Doctolib-Terminbuchung unterdrückt das System doppelte Benachrichtigungen.

Befunde, Arztbriefe und Rechnungen teilen Sie digital mit Patienten. Patienten übermitteln umgekehrt Laborberichte oder eigene Unterlagen vorab. Für die integrierte Videosprechstunde erhalten sie 30 Minuten vorher den Zugangslink mit Technik-Check.

Abrechnung: EBM, GOÄ, BG, HZV

Laut Hersteller eignet sich die integrierte Abrechnung für gesetzlich und privat abrechnende Praxen. Sie umfasst EBM-, GOÄ- und BG-Abrechnung, ein Regelwerk und ein digitales Rechnungsbuch.

Wie tief die GOÄ- und Privatliquidationsfunktionen reichen, dokumentiert Eterno nicht öffentlich. Praxen mit hohem Privatanteil sollten ihre typischen Abrechnungsfälle deshalb in einer Live-Demo durchspielen.

Die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) baut Eterno derzeit aus. Alle HZV-Verträge sollen bis 1. April 2027 umgesetzt sein, in Baden-Württemberg im März und April 2027. Hausarztpraxen mit hohem HZV-Anteil sollten sich den Status schriftlich bestätigen lassen.

Eterno Connect

Eterno Connect ist ein KI-Telefonassistent für die Arztpraxis. Er nimmt Anrufe rund um die Uhr an und beantwortet Standardfragen, etwa zu Öffnungszeiten oder Leistungen. Rezeptwünsche, Krankschreibungen oder Rückrufbitten legt er als Aufgabe für das Team an. Ein Anruflimit gibt es nicht.

  • Standalone ab 9 € pro Monat: per Rufumleitung, unabhängig vom bisherigen PVS.
  • Integriert für 99 € pro Betriebsstätte und Monat: zusätzlich mit Patientenerkennung und direkter Terminverwaltung, nicht im Suite-Paket enthalten.

Laut Eterno werden Anrufe nicht als Audio gespeichert, sondern direkt verarbeitet und bei Bedarf transkribiert. Anrufer erfahren zu Beginn, dass sie mit einem digitalen Assistenten sprechen. Kennzahlen wie „bis zu 70 % weniger Anrufe“ sind Herstellerangaben.

Module im Überblick

Modul Funktion Zielgruppe
Kalender und Online-Buchung Terminvergabe, Ressourcenplanung, Selbstbuchung, Warteliste Praxisteam, Patienten
Dokumentationssystem Digitale Patientenakte, One-Click-Doku, Regelsystem, Aufgabenlisten Arzt, Praxisteam
Digitale Formulare und Anamnese Vorab-Erfassung, QR-Code, Tablet, digitale Einwilligung Patienten
Patientenkommunikation E-Mail, SMS, Dokumentenaustausch, Videosprechstunde Praxisteam, Patienten
Abrechnung EBM, GOÄ, BG, Rechnungsbuch; HZV im Ausbau Praxisverwaltung
Eterno Connect KI-Telefonassistent Empfang
Leni Recall Automatische Wiedereinbestellung Praxisteam

Zusätzlich bietet Eterno eine Whitelabel-Funktion für Farben und Logos.

KI-Funktionen in Eterno Cloud

Careflow: KI für das Praxisteam

Careflow umfasst Recall, den dynamischen Kalender und den Smart Check-in. Leni Recall ist ein automatisches Recall-System für Vorsorge, Nachsorge und Impfungen. Die Praxis legt die Kriterien selbst fest: Diagnose (ICD-10), Abrechnungsziffer (EBM oder GOÄ), Alter, Geschlecht, Besuchshistorie und eigene Patientenmarker.

Nach Freigabe der Patientengruppe verschickt das System personalisierte Nachrichten im Namen der Praxis, zeitlich gestaffelt. Das vermeidet Anrufspitzen. Patienten mit bestehendem Termin oder auf einer Sperrliste schließt es automatisch aus. Die Lizenz kostet 29 € pro Monat zzgl. USt, jede weitere Nutzerlizenz 15 €.

CareDesk und CareGate: KI für Arzt und Patienten

  • Scribe dokumentiert das Patientengespräch per Klick in Echtzeit und lernt das Vokabular der Praxis.
  • Das BI-Dashboard (im Preiskonfigurator: CareView Pro) zeigt Auslastung, Umsatz und weitere Kennzahlen tagesaktuell.
  • CareGate bündelt die Patientenkanäle: Eterno Connect, Online-Buchung und digitale Formulare.

Für externe medizinische Spracherkennung führt Eterno Nuance by Microsoft als Partner. Welche Nuance-Produkte angebunden sind und ob Lizenzkosten anfallen, sollten Sie vor Vertragsabschluss klären.

Schnittstellen und Partner: Wie offen ist Eterno Cloud?

TI-Anbindung: E-Rezept, eAU, ePA, KIM

Laut Hersteller unterstützt ETERNO Cloud alle relevanten TI-Anwendungen: E-Rezept, eAU, ePA, KIM, TI-Messenger, eMP, NFDM, QES und VSDM. Die TI-Anbindung übernimmt der Partner Akquinet über einen Konnektor im Praxisnetz. Die TI-Hardware bleibt also vor Ort. Für TI-Funktionen im Homeoffice brauchen Sie einen Netzwerkzugang zur Praxis oder einen VPN-Zugang.

App Store und offene REST-API

Eterno öffnet die Plattform über einen App Store. Grundlage ist eine REST-API mit bidirektionalen Schnittstellen. Als erste Integration ist die Doctolib-Terminbuchung verfügbar, für Praxen ohne Zusatzkosten. Anbindungen an Samedi, Amboss und Teeme sind geplant. Praxen können so bewährte Drittlösungen weiter nutzen.

Übernahme von Doc Cirrus (inSuite)

Doc Cirrus entwickelt seit 2012 cloudbasierte Praxissoftware und gehört seit September 2026 zur Eterno Group. Für Praxen bedeutet das:

  • Marke: Doc Cirrus entfällt, die Produkte treten unter ETERNO Cloud auf.
  • Zertifizierung: Eterno übernimmt Zertifizierungen, Schnittstellen und Infrastruktur. In den KBV-Installationsstatistiken erscheint Eterno an Stelle von Doc Cirrus.
  • Entwicklung: Das Doc-Cirrus-Team wechselt vollständig zu Eterno.
  • Bestandskunden: inSuite-Kunden müssen nicht migrieren, können aber auf ETERNO Cloud wechseln.

Laut Eterno soll die inSuite künftig „ETERNO Cloud Core“ heißen. In der neuen Produktstruktur bezeichnet Eterno Core jedoch ein rein cloudbasiertes PVS. Wie sich die bisherige Hybrid-Architektur einfügt, ist noch offen. Details finden Sie auf der Produktseite zu Doc Cirrus inSuite.

Partner und Schnittstellentypen

NFON stellt die Cloud-Telefonie bereit. Für Connect ist NFON aber keine Voraussetzung, der Assistent funktioniert mit jeder bestehenden Telefonanlage. Für Medizingeräte nutzt Eterno die GDT-Schnittstelle und den DICOM-Standard, für Labore LDT, für den Datenaustausch HL7 und FHIR.

Partner / Standard Funktion Integrationstiefe
Akquinet TI-Anbindung Herstellerangabe: integriert
Doctolib Terminbuchung Bidirektional über App Store
Nuance by Microsoft Spracherkennung Nicht öffentlich spezifiziert
NFON Cloud-Telefonie Nicht öffentlich spezifiziert
Fabius Verrechnung und Factoring Nicht öffentlich spezifiziert
Fidus Augenarzt-Software Nicht öffentlich spezifiziert
Bechtle IT-Infrastruktur Dienstleistung, keine Datenschnittstelle
GDT, LDT, HL7, FHIR, DICOM Geräte-, Labor- und Bildanbindung Abhängig vom Gerät

Klären Sie für jede Schnittstelle, ob sie Daten liest und schreibt oder nur Export und Import unterstützt.

Datenschutz und Sicherheit in der Cloud

Hosting-Standort und Zertifizierungen

Nach § 393 SGB V dürfen Leistungserbringer Gesundheitsdaten nur im Inland, in der EU oder in gleichgestellten Staaten in der Cloud verarbeiten. Die datenverarbeitende Stelle braucht eine Niederlassung im Inland. Seit Juli 2025 ist ein aktuelles C5-Typ-2-Testat nötig oder ein Nachweis mit vergleichbarem Sicherheitsniveau.

Eterno hostet nach eigenen Angaben ausschließlich in Deutschland und ist ISO-27001-zertifiziert. Ein C5-Testat nennen die Herstellerseiten nicht. Da die Praxis für die Einhaltung haftet, sollten Sie sich das C5-Testat oder einen gleichwertigen Nachweis vor Vertragsabschluss schriftlich vorlegen lassen.

DSGVO, Schweigepflicht und Datennutzung

Beim Datenschutz in der Arztpraxis gilt: Verantwortlich im Sinne der DSGVO bleibt die Praxis, Eterno verarbeitet nur im Auftrag. Eterno stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und Zugriffskontrollen bereit. Daten werden verschlüsselt übertragen und gespeichert, Zugriffe protokolliert.

Die Weitergabe an Dienstleister ist mit der ärztlichen Schweigepflicht vereinbar, wenn die Praxis sie zur Verschwiegenheit verpflichtet (§ 203 Abs. 3 StGB). Prüfen Sie, ob der AVV das ausdrücklich regelt.

Eterno beschreibt zudem einen „Private Analytics“-Ansatz mit pseudonymisierten Daten zur Weiterentwicklung der Software. Klären Sie im AVV, ob und auf welcher Rechtsgrundlage Daten Ihrer Praxis dafür genutzt werden.

Digitale Unterschrift auf dem Tablet

Patienten unterschreiben Einwilligungen und Behandlungsverträge per Finger oder Stift auf dem Tablet. Eterno nennt die Signatur rechtssicher und DSGVO-konform. Welche Signaturart nach eIDAS-Verordnung zum Einsatz kommt, weist Eterno nicht aus. Maßgeblich für die Aufklärung bleibt das mündliche Gespräch nach § 630e BGB.

KBV-Zertifizierung als PVS

Die KBV-Praxissoftware-Zertifizierung ist Voraussetzung für die Kassenabrechnung. Eterno bezeichnet ETERNO Cloud als KBV-zertifiziert. Die Praxisverwaltung basierte bislang auf der KBV-zertifizierten inSuite von Doc Cirrus. Prüfen Sie den Status für Ihre Fachgruppe in der Zertifizierungsliste der KBV. Nach der Umbenennung kann die Produktbezeichnung dort abweichen.

Für welche Arztpraxen eignet sich Eterno Cloud besonders gut?

Fachrichtungen mit eigenen Lösungen

Eterno hält für zehn Fachgebiete eigene Konfigurationen vor: Allgemeinmedizin, Dermatologie, Gynäkologie, Innere Medizin, Kardiologie, Nephrologie, Orthopädie, Physiotherapie, Psychotherapie und Urologie. Nach Herstellerangabe ist die Software in über 15 Disziplinen im Einsatz. Einige fachspezifische Funktionen:

  • Dermatologie: strukturierte Bildablage für Verlaufskontrollen von Hautveränderungen.
  • Gynäkologie: organisierte Krebsfrüherkennung nach KFE-Richtlinie mit strukturierter Dokumentation.
  • Orthopädie: Ultraschallbilder direkt aus der Akte, standardisierte Messwerte in der Sportmedizin.
  • Psychotherapie: Modul für Gruppentherapien und KBV-zertifizierte Videosprechstunde in Kooperation mit arztkonsultation.

Mehrstandort-Praxen und MVZ

Mehrstandort-Strukturen profitieren am stärksten. Alle Standorte greifen auf denselben Datenbestand zu, ohne replizierte Server. Für TI-Anwendungen braucht jeder Standort weiterhin einen eigenen Konnektorzugang. Referenzkunden nennen standortübergreifendes Arbeiten, den Wegfall lokaler Server und Homeoffice als zentrale Vorteile.

Grenzen

Laut Hersteller-FAQ eignet sich ETERNO Cloud für alle Fachrichtungen außer Radiologie und Zahnmedizin. Die Vergleichsseite des Herstellers schließt zusätzlich die Ophthalmologie aus. Für Augenärzte listet Eterno Fidus als Partner. Zudem sollten Praxen mit instabiler Bandbreite ihre IT-Infrastruktur vor dem Wechsel prüfen lassen.

Eterno Cloud Kosten: Preismodell und Vertragsbedingungen

Produktvarianten: Eterno Core, Eterno Suite und Add-ons

Eterno stellt sein Angebot auf drei Stufen um. Eterno Core ist das reine Cloud-PVS. Eterno Suite ergänzt Online-Buchung, digitale Formulare und das Patientenportal. KI-Funktionen und der integrierte Telefonassistent sind Add-ons. Praxen können so zunächst nur das PVS wechseln.

Variante Preis pro Monat Umfang Status
Eterno Core 199 € je Leistungserbringer Reines Cloud-PVS ohne Zusatzmodule Pilot ab 1. Januar 2027
Eterno Suite 299 € je Arzt, Teilzeit 159 € Core plus Online-Buchung, digitale Formulare, Patientenportal Verfügbar
KI-Add-ons Gesondert berechnet Zum Beispiel Scribe Preise nicht öffentlich
Eterno Connect (integriert) 99 € je Betriebsstätte KI-Telefonassistent ohne Anruflimit Verfügbar
Eterno Connect (Standalone) ab 9 € Rufumleitung, unabhängig vom PVS Verfügbar
Leni Recall 29 € zzgl. USt, weitere Nutzer 15 € Automatischer Patienten-Recall Verfügbar

Heilbehandlungen sind nach § 4 Nr. 14 UStG in der Regel umsatzsteuerfrei, viele Praxen können daher keine Vorsteuer abziehen. Lassen Sie sich im Angebot ausweisen, ob die Preise netto oder brutto gelten.

Wechselkonditionen und Zusatzkosten

Neukunden erhalten derzeit:

  • bis zu 12 kostenfreie Monate nach Go-live, je nach Vertragslaufzeit
  • 50 % Wechselbonus auf die einmalige Onboarding-Gebühr
  • Übernahme der bisherigen PVS-Kosten für bis zu 24 Monate, nach Prüfung des Altvertrags

Hinzu kommen Nebenkosten. Die Höhe der Onboarding-Gebühr nennt Eterno nicht öffentlich. Konnektor und Kartenterminals sind nicht Teil der Lizenz. Scribe und das Dashboard können Sie drei Monate kostenfrei testen, danach berechnet Eterno sie als Add-on.

Cloud-PVS vs. lokale Serverlösung

Der Lizenzpreis allein bildet die Wirtschaftlichkeit nicht ab. Bei einer lokalen Lösung kommen Server-Hardware, Wartungsverträge, IT-Dienstleister, Energiekosten und Ausfallzeiten hinzu. Rechnen Sie Ihre IT-Gesamtkosten über fünf Jahre gegen das Eterno-Angebot.

Eterno Cloud Erfahrungen: Was Praxen berichten

Eterno nennt über 2.000 Ärztinnen und Ärzte als Nutzer und eine durchschnittliche Zufriedenheit von 4,8 von 5. Einschließlich der Doc-Cirrus-Kunden spricht Eterno von über 8.000 Ärztinnen und Ärzten.

Die veröffentlichten Referenzen stammen vor allem aus Orthopädie, Gynäkologie und interdisziplinären Zentren:

  • Prof. Dr. Catalá-Lehnen (Lans Medicum): integrierte Onlinebuchung, standortübergreifendes Arbeiten, Abschaffung lokaler Server.
  • Prof. Dr. med. Oliver Tobolski (Ortho4Sport): cloudbasierter, vernetzter Partner für den Praxisaufbau.
  • Dr. Schinkel & Ngozi Mora (med3): trägt einen GKV-Betrieb mit mehreren Fachbereichen, ohne teure Hardware, mit Homeoffice.

Unabhängige Erfahrungsberichte sind bislang rar. Eterno bietet an, die Software im Alltag bestehender Referenzpraxen zu zeigen. Nutzen Sie das und hospitieren Sie in einer Praxis Ihrer Fachrichtung.

Umstieg auf Eterno Cloud: Einführung und Datenmigration

Datenübernahme und Ablauf

Die Praxis schickt zunächst ihre Daten, Eterno konvertiert sie. Optional gibt es ein Testsystem zur Vorschau. Prüfen Sie dort gezielt Karteieinträge, Abrechnungshistorie, Befundanhänge und offene Posten, denn beim PVS-System-Wechsel hängt die Qualität stark vom Quellsystem ab.

Eterno beschreibt den Wechsel in sechs Schritten:

  1. Kontaktaufnahme: Präsentation, auf Wunsch Einblick in Referenzpraxen
  2. Test-Datenkonvertierung: optional mit Testsystem
  3. Vorbereitung: Umstellungstermin und Vorbereitungsgespräch
  4. Umstellung: Geräteanbindung, Konfiguration, Teamschulung vor Ort
  5. Go-live: Kundenbetreuer begleiten den ersten Tag vor Ort
  6. Nachbetreuung: Key-Account-Management

Die Startseite nennt 30 Tage bis zum Go-live bei einer Migration und 72 Stunden bei einer Neueröffnung. Die FAQ hält die Dauer dagegen für zu individuell für eine feste Aussage. Die Praxis muss nicht schließen. Servicezeiten und Reaktionszeiten sind öffentlich nicht festgelegt. Halten Sie sie als Service Level Agreement im Vertrag fest.

Ausblick: neue Produktgeneration 2027

  • 1. Januar 2027: drei Bestandspraxen starten als Piloten
  • Januar 2027: öffentliche Vorstellung auf der Fachmesse MEDIZIN
  • Februar bis April 2027: breite Verfügbarkeit
  • Erstes Quartal 2027: einheitliche Oberfläche für Core und Suite mit einem Login

Die Angaben geben den Planungsstand vom September 2026 wieder. Wer vorher wechselt, sollte die spätere Umstellung vertraglich regeln.

Eterno Cloud oder Doctolib: Welche Praxissoftware ist besser?

Vergleich: Eterno Cloud, Doctolib und ETERNO Cloud Core

Doctolib bietet seit November 2025 ein eigenes PVS an, zunächst für Allgemeinmedizin, Pädiatrie und Gynäkologie. Die inSuite von Doc Cirrus ist dagegen kein unabhängiger Wettbewerber mehr.

Kriterium Eterno Cloud Doctolib Praxissoftware ETERNO Cloud Core (ehem. inSuite)
Architektur Browserbasiert, cloud-native Cloud, keine lokale Servervariante geplant Einordnung in neue Produktstruktur noch offen
Fachrichtungen 10 eigene Konfigurationen, über 15 im Einsatz Start: Allgemeinmedizin, Pädiatrie, Gynäkologie siehe Produktseite
Preis (laufend) Core 199 €, Suite 299 € pro Arzt und Monat (Preisbasis im Angebot klären) Vollpaket 475 € pro Arzt und Monat (inkl. MwSt.), Einstieg ab 139 € individuell
Datenmigration Onboarding-Gebühr (Höhe nicht öffentlich) 1.190 € einmalig –
KI-Funktionen Scribe, Connect, Recall, BI-Dashboard (als Add-ons) KI-Telefon-, Abrechnungs- und Sprechstundenassistent über das Eterno-Portfolio ergänzbar
Kombinierbarkeit Doctolib-Terminbuchung per App Store anbindbar – –

Die Preise sind nur eingeschränkt vergleichbar: Doctolib nennt Bruttopreise inklusive KI, bei Eterno kommen KI-Add-ons hinzu. Mehr zum Wettbewerber lesen Sie auf der Produktseite zur Doctolib Praxissoftware.

Kombination statt Entweder-oder

Über den Eterno App Store lässt sich die Doctolib-Terminbuchung bidirektional anbinden. Wer das Doctolib-Portal zur Neupatientengewinnung nutzt, muss bei einem Wechsel zu Eterno also nicht darauf verzichten.

Entscheidungskriterien nach Praxistyp

Eterno Cloud eignet sich besonders für:

  • Mehrstandort-Strukturen und MVZ
  • interdisziplinäre Zentren mit ärztlichen und therapeutischen Leistungen
  • bisherige inSuite-Kunden
  • Praxen, die zunächst nur das PVS tauschen wollen (Eterno Core)
  • Fachärzte außerhalb der Doctolib-Startfachrichtungen

Doctolib kann Vorteile bieten für Hausarztpraxen sowie pädiatrische und gynäkologische Praxen, die ein Komplettpaket inklusive KI suchen. Das gilt auch für Praxen mit HZV-Schwerpunkt, solange Eterno die HZV-Verträge noch nicht vollständig umgesetzt hat.

FAQ: Häufige Fragen zu Eterno Cloud

Was kostet Eterno Cloud?

Eterno Core kostet 199 € pro Monat und Leistungserbringer. Eterno Suite kostet 299 € pro Monat und Arzt, in Teilzeit 159 €. Als Add-ons kommen KI-Funktionen, der integrierte Telefonassistent (99 € pro Betriebsstätte) und Leni Recall (ab 29 €) hinzu. Hinzu kommt eine einmalige Onboarding-Gebühr, deren Höhe Eterno nicht öffentlich nennt.

Kann ich Doctolib zusammen mit Eterno Cloud nutzen?

Ja. Die Doctolib-Terminbuchung lässt sich über den Eterno App Store bidirektional anbinden, laut Eterno ohne Zusatzkosten für die Praxis.

Funktioniert Eterno Cloud bei einem Internetausfall weiter?

In seiner Vergleichstabelle bezeichnet Eterno die Software als offlinefähig, dokumentiert den Umfang aber nicht. Fordern Sie vor Vertragsabschluss das Ausfallkonzept an und planen Sie eine Backup-Leitung ein, etwa über Mobilfunk.

Welche Hardware wird in der Praxis benötigt?

Ein internetfähiges Endgerät mit Browser unter Windows oder macOS genügt. Zusätzlich brauchen Sie die TI-Komponenten vor Ort, also Konnektor und Kartenterminals.

Wem gehören die Patientendaten bei einem Anbieterwechsel?

Verantwortlich bleibt die Praxis. Der Vertrag sollte die Herausgabe aller Daten in einem maschinenlesbaren Format bei Vertragsende regeln. Nur so erfüllen Sie die zehnjährige Aufbewahrungspflicht nach § 630f Abs. 3 BGB.

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