EKG-Gerät Tiermedizin kaufen: Vergleich & Kaufratgeber

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Abstract – EKG-Gerät Tiermedizin kaufen: Vergleich 2025

  • Veterinäre EKG-Geräte unterscheiden sich von Human-EKG-Systemen durch tierartspezifische Auswertungsalgorithmen und kalibrierte Referenzwertdatenbanken; der Einsatz von Humangeräten ist für die diagnostische Kardiologie nicht vertretbar, da Herzfrequenzbereiche (Hund 60–180 bpm, Katze 120–240 bpm, Pferd 28–44 bpm) und QRS-Morphologien erheblich abweichen.
  • Der Markt gliedert sich in vier Geräteklassen: Handheld/1–3-Kanal (800–2.500 € netto) für Basisdiagnostik, stationäre 6–12-Kanal-Geräte (3.000–8.000 €) für die Kardiologie, Holter-Systeme (1.500–4.500 €) für Langzeitdiagnostik sowie Telemetrie-/Patientenmonitore (5.000–15.000 €) für Intensiv und OP.
  • Zu den in Deutschland etablierten Herstellern zählen Schiller (AT-1 Veterinary), Edan (VE-100/VE-300), Mindray Animal Medical (ePM 12M Vet, uMEC 12 Vet) und Custo Med; alle Geräte müssen nach MDR 2017/745 CE-zertifiziert (Klasse IIa) sein.
  • Kaufentscheidend sind neben Preis und Ableitungsanzahl die DICOM-Kompatibilität, die Integration in Praxisverwaltungssoftware sowie die Gesamtbetriebskosten (Verbrauchsmaterial, Herstellerwartung nach § 7 MPBetreibV, Dokumentation im Bestandsverzeichnis nach § 14 MPBetreibV).

Was leistet ein veterinärmedizinisches EKG-Gerät — und wann ist es unverzichtbar?

Kardiovaskuläre Diagnostik gehört in der Kleintiermedizin zum Standard — besonders bei Rassen mit genetisch bedingter Prädisposition für Herzerkrankungen wie dem Cavalier King Charles Spaniel (CKCS, MMVD) oder dem Dobermann (DCM). Das EKG ist dabei nicht auf die kardiologische Fachpraxis beschränkt: Jede Praxis mit Anästhesie-Protokollen benötigt eine zuverlässige Herzüberwachung.

Indikationen: Herzrhythmusstörungen, Narkoseüberwachung, Herzinsuffizienz

Die klinischen Einsatzfelder gliedern sich in drei Kernbereiche:

  • Diagnostische Indikationen: Nachweis oder Ausschluss von Arrhythmien (AV-Block, Vorhofflimmern, ventrikuläre Extrasystolen), Beurteilung der Kammerfunktion, präoperatives Screening bei Risikopatienten
  • Monitoring: Perioperative Überwachung unter Allgemeinanästhesie, intensivmedizinische Kontrolle bei Schock, Trauma oder Elektrolytstörungen
  • Verlaufsdiagnostik: Therapiekontrolle unter Antiarrhythmika (z. B. Sotalol, Mexiletin), Staging nach den ACVIM-Richtlinien (Consensusstatement MMVD 2019)

Hinweis: Bei Dobermännern empfiehlt die Tierkardiologie der LMU München ein jährliches Holter-EKG ab dem zweiten bis dritten Lebensjahr — unabhängig von klinischen Symptomen, da die okkulte Phase der DCM weder im Kurzzeit-EKG noch im Herzultraschall zuverlässig erkennbar ist.

Unterschied: Human-EKG vs. veterinäres EKG

Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Gerätemechanik, sondern in der Auswertungssoftware und den Referenzwertbereichen. Hunde haben eine Ruheherzfrequenz von 60–180 bpm, Katzen von 120–240 bpm, Pferde von 28–44 bpm — Human-Normalwerte sind als Referenz durchgehend inadäquat.

Katzen zeigen häufig sehr niedrigamplitudige QRS-Komplexe, die von Auswertungsalgorithmen für Humanmedizin als pathologisch fehlklassifiziert werden. Veterinäre EKG-Systeme enthalten kalibrierte Referenzdatenbanken für die jeweilige Tierart — ein technisches Minimum, das beim Kauf nicht verhandelbar ist.

Welche EKG-Geräte-Typen gibt es für die Tierarztpraxis?

Der Markt für veterinäres EKG-Equipment lässt sich in drei Geräteklassen gliedern. Sie unterscheiden sich in Einsatzprofil, diagnostischer Auflösung und Preis fundamental.

Stationäre Mehrkanal-EKG-Geräte vs. portable Handheld-Geräte

Stationäre EKG-Systeme mit 12 Kanälen oder 6 liefern den diagnostisch breitesten Datensatz. Sie sind für spezialisierte Kardiologen oder größere Überweisungspraxen die erste Wahl. Simultane Mehrkanalableitungen, integrierte Druckfunktionen und Praxis-IT-Integration sind Standard.

Portable Handhelds (1- bis 3-Kanal) sind für Allgemeinpraxen mit gelegentlichem EKG-Bedarf konzipiert. Geräte wie der Schiller AT-1 Veterinary oder der Edan VE-300 kombinieren kompakte Bauform mit ausreichender klinischer Aussagekraft für Basisdiagnostik und Narkosemonitoring.

Telemetrische Systeme & Langzeit-EKG (Holter) für Kleintiere

Das Holter-EKG (24h- oder 48h-Langzeitableitung) ist bei der Dobermann-Kardiomyopathie-Diagnostik sowie bei intermittierenden Arrhythmien unverzichtbar, die im Kurzzeit-EKG nicht erfasst werden. Veterinäre Holter-Systeme unterscheiden sich von Human-EKG-Geräten durch angepasste Elektrodenhalterungen und Auswertungssoftware mit veterinären Referenzwerten.

Telemetrie-Systeme für die stationäre Überwachung — etwa in der Intensivstation oder während langer Eingriffe — übertragen Echtzeit-EKG kabellos an eine Zentralstation. Anbieter wie Mindray Animal Medical bieten modulare Patientenmonitore (ePM 12M Vet, uMEC 12 Vet), die EKG, SpO₂ und Kapnographie kombinieren.

GerätetypTypischer EinsatzAbleitungenPreisspanne (netto)
Handheld / 1–3-KanalBasisdiagnostik, Narkose1–3800–2.500 €
Stationär / 6–12-KanalKardiologie, Überweisungspraxis6–123.000–8.000 €
Holter-SystemLangzeitdiagnostik Hund/Katze2–31.500–4.500 €
Telemetrie / PatientenmonitorIntensiv, OP-Monitoring3–125.000–15.000 €
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Welche Kriterien entscheiden beim EKG-Gerät Tiermedizin kaufen?

Wer ein veterinäres EKG-Gerät kaufen möchte, sollte vier technische Dimensionen strukturiert prüfen.

Ableitungsanzahl je Tierart

Die klinisch notwendige Kanalzahl hängt direkt vom Patientenspektrum ab. Für die Kleintierpraxis mit Hund und Katze als Hauptspezies ist ein 6-Kanal-System ausreichend. Pferdepraktiker benötigen spezifische Elektrodenanordnungen (modifizierte Eindhoven-Ableitungen) und Referenzwerte — nicht alle Geräte liefern diese mit. Für Exoten (Vögel, Reptilien) existieren bislang nur wenige kommerzielle Systeme mit validierten Referenzbereichen. Die manuelle Auswertung durch den Untersucher ist hier oft unumgänglich.

Tierartspezifische Kurvenauswertung

Ein veterinäres EKG-Gerät muss tierartspezifische Auswertungsalgorithmen mitliefern — idealerweise mit automatischer Arrhythmieerkennung für Hund und Katze. Geräte ohne diese Funktion sind für die diagnostische Kardiologie nur eingeschränkt verwendbar.

Konnektivität: DICOM, Praxissoftware-Integration, Cloud-Archivierung

In modernen Praxen ist die DICOM-Kompatibilität keine Komfortfunktion, sondern Grundvoraussetzung für strukturierte Archivierung und den Transfer zu Überweisungspartnern. Prüfen Sie die Kompatibilität mit Ihrer Tierarzt-Praxissoftware (z. B. easyVet, VetInform, Vetera). Einige Hersteller bieten cloudbasierte EKG-Archivierung mit Fernbefundungsoption an — für Allgemeinpraxen ohne eigene kardiologische Expertise ein relevantes Zusatzmerkmal.

Kaufkriterien-Checkliste

  • Tierartspezifische Referenzwertdatenbank (Hund, Katze, ggf. Pferd) vorhanden
  • Automatische Arrhythmieerkennung mit veterinären Algorithmen
  • Ableitungsanzahl passend zum Praxisprofil (≥ 6 Kanal für Kardiologie)
  • DICOM-Schnittstelle und Praxissoftware-Kompatibilität geprüft
  • CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt (Klasse I oder IIa) nach MDR 2017/745 vorhanden
  • Elektroden und Verbrauchsmaterial: Verfügbarkeit und Kosten langfristig kalkuliert
  • Herstellersupport und Wartungsvertrag für Deutschland verfügbar
  • Schulungsangebot für das Praxisteam inklusive oder optional buchbar

Was kostet ein EKG-Gerät für die Tiermedizin?

Die Gesamtkosten einer EKG-Investition gehen über den Listenpreis hinaus. Verbrauchsmaterial, Serviceverträge und Softwareupdates addieren sich über eine Nutzungsdauer von 7–10 Jahren erheblich.

Gerätekosten nach Kategorie

Für eine Allgemeinpraxis mit überschaubarem EKG-Volumen (5–15 EKGs pro Monat) ist ein Handheld-Gerät im Segment 1.500–2.500 € wirtschaftlich sinnvoll. Spezialisierte Kardiologiepraxen oder Überweisungszentren kalkulieren mit 6.000–12.000 € für ein vollständiges stationäres System inklusive Druckeinheit und Software.

Leasing vs. Kauf

Medizintechnische Geräte mit einem Anschaffungswert ab ca. 2.000 € netto lassen sich steuerlich nach § 7 EStG auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abschreiben — für EKG-Geräte in der Regel 5 Jahre. Leasing bietet Liquiditätsvorteile und ermöglicht einen Upgrade-Zyklus ohne Restwertrisiko. Bei Geräten mit schneller Produktentwicklung — etwa telemetrische Systeme mit cloudbasierter Auswertung — ist Leasing häufig die wirtschaftlich rationalere Entscheidung.

Wartung, Kalibrierung und Verbrauchsmaterial

Einmalelektroden für Kleintiere kosten je nach Bezugsquelle 0,10–0,40 € pro Stück. Krokodilklemmen-Sets sind langlebiger, müssen aber regelmäßig auf Kontaktqualität geprüft werden. Standard-EKG-Geräte für nicht-invasive Oberflächen-Ableitung fallen nicht unter die gesetzliche STK-Pflicht nach Anlage 1 MPBetreibV. Schreiben Hersteller in der Gebrauchsanweisung dennoch Kontrollen vor, sind diese als Instandhaltungsmaßnahme nach § 7 MPBetreibV verpflichtend einzuhalten. Unabhängig davon ist jedes aktive EKG-Gerät im Bestandsverzeichnis (§ 14 MPBetreibV) zu führen und im Medizinproduktebuch zu dokumentieren. 

Tipp: Fragen Sie beim Hersteller explizit nach Wartungspauschalen und Ersatzteilkosten über einen Zeitraum von 5 Jahren. Geräte mit niedrigem Listenpreis können durch hohe Serviceverträge langfristig teurer werden.

Welche Hersteller und Modelle sind in der Tiermedizin in Deutschland etabliert?

Der deutsche Markt für veterinäre EKG-Geräte wird von einer überschaubaren Gruppe etablierter EKG-Geräte Hersteller dominiert — alle mit lokalen Vertriebsstrukturen oder autorisierten Händlern in Deutschland.

Marktüberblick: Schiller, Edan, GE Healthcare, Mindray, Custo Med

Schiller AG (Hauptsitz Baar, Schweiz) zählt zu den führenden EKG-Herstellern im deutschsprachigen Raum. Das Modell AT-1 Veterinary ist ein 3-Kanal-Gerät mit 12 simultanen Ableitungen, veterinärer Messsoftware und integriertem Thermodrucker — eine bewährte Wahl für mobile Einsätze und mittlere Praxisvolumina.

Edan EKG-Geräte: Edan Instruments liefert mit dem VE-100 und VE-300 speziell für Tiermedizin entwickelte 1- bzw. 3-Kanal-Geräte mit veterinären Ableitungsprogrammen, Ethernet-Konnektivität und CE-Zertifizierung. Preisgünstige Einstiegs- und Mittelklasseoptionen für die Allgemeinpraxis.

GE EKG-Geräte: GE Healthcare ist primär in der Humanmedizin positioniert (MAC-Serie), bietet aber über seine breite Servicenetze und starke DICOM-Integration Anknüpfungspunkte für Überweisungskliniken, die parallel human- und veterinärmedizinisch arbeiten.

Mindray EKG-Geräte: Mindray Animal Medical adressiert mit dem ePM 12M Vet und uMEC 12 Vet besonders das Segment Anästhesie-Monitoring und Intensivstation. Die Integration von EKG, SpO₂, Kapnographie und NIBP in einem System ist für operativ tätige Praxen wirtschaftlich attraktiv. Mindray Animal Medical eröffnete 2025 ein europäisches Trainingszentrum in Den Haag.

Custo Med (Deutschland) ist ein Hersteller mit deutschsprachigem Support und veterinärspezifischen EKG- und Holter-Systemen. Für Praxen, die Wert auf lokalem Service und kurzen Reaktionszeiten legen, eine beachtenswerte Option.

HerstellerModell (Beispiel)SegmentTierartenBesonderheit
SchillerAT-1 VeterinaryHandheld / 3-KanalHund, KatzeVet.-Messsoftware, mobil, 2,9 kg
EdanVE-100 / VE-300Handheld / EinsteigerHund, KatzeVet.-spezifisch entwickelt, CE-zertifiziert
GE HealthcareMAC-SerieStationär / High-EndHuman + Vet.-KlinikDICOM, breites Servicenetz, DE-Standorte
MindrayePM 12M Vet / uMEC 12 VetMonitor / IntensivHund, KatzeEKG + SpO₂ + Kapno kombiniert
Custo MedCusto cardio vetStationär / HolterHund, KatzeDeutscher Support, Holter-Option

Zulassungsanforderungen & CE-Kennzeichnung

Veterinäre EKG-Geräte fallen in Deutschland unter die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR 2017/745), sofern sie mit einer Diagnosefunktion vertrieben werden. Achten Sie beim Kauf auf eine gültige CE-Kennzeichnung der Klasse IIa sowie auf die Konformitätserklärung des Herstellers. Geräte ohne CE-Kennzeichnung dürfen in der Praxis nicht eingesetzt werden — unabhängig von Preis oder Verfügbarkeit auf Importmärkten.

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FAQ: Häufige Fragen zum Kauf eines EKG-Geräts in der Tiermedizin

Kann ich ein Human-EKG-Gerät in der Tierarztpraxis einsetzen?

Technisch ist es möglich — diagnostisch riskant. Human-EKG-Geräte verfügen weder über tierartspezifische Referenzwertdatenbanken noch über veterinäre Arrhythmie-Algorithmen. Befunde werden automatisch anhand humaner Normwerte interpretiert, was zu systematischen Fehlklassifikationen führt. Für gelegentliches Narkosemonitoring mit manueller Auswertung durch erfahrene Tierärzte ist der Einsatz tolerierbar — für die diagnostische Kardiologie nicht vertretbar.

Ab welcher Praxisgröße lohnt sich ein stationäres Mehrkanal-EKG?

Als Faustregel gilt: Ab ca. 10–15 kardiologischen EKGs pro Monat amortisiert sich ein stationäres 6-Kanal-System gegenüber einem Handheld-Gerät innerhalb von 3–4 Jahren. Praxen mit regelmäßigen Überweisungen aus der Umgebung rechnen häufig früher positiv. Für eine belastbare Kalkulation empfiehlt sich ein Vergleich über die Medizintechnik-Finanzierung inkl. Leasingoptionen.

Welche Ableitungstechnik eignet sich bei Katzen mit geringer Kooperation?

Katzen tolerieren lange Ableitungssequenzen schlecht. Geräte mit schneller 10-Sekunden-Aufnahme und automatischer Artefakterkennung minimieren den Aufwand erheblich. Klebeetiketten-Elektroden an den Extremitäten sind kooperationsfreundlicher als Krokodilklemmen. Einige Hersteller bieten spezifische Katzen-Ableitungsprotokolle an, die bei reduzierten Signalqualitäten noch auswertbare Kurven liefern.

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