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TL;DR – Autoklav-Hersteller für Praxis, Labor und Klinik
- Die Wahl des Autoklav-Herstellers ist nach Einsatzsegment zu differenzieren: MELAG dominiert den Praxismarkt (Klasse-B-Tischautoklaven, DIN EN 13060), Systec den Laborbereich (Mediensterilisation, GLP/ISO 9001), MMM Münchener Medizin Mechanik und Getinge das Klinik-Segment (Groß-Dampfsterilisatoren, DIN EN 285, AEMP/ZSVA).
- Entscheidende Auswahlkriterien sind Validierbarkeit gemäß MPBetreibV und RKI-BfArM-Empfehlungen (Erstvalidierungskosten: 500–1.700 €), Zykluszeit und Instrumentendurchsatz sowie Betriebskosten (Wasser- und Energieverbrauch), ergänzt durch die Dichte des autorisierten Servicenetzes zur Vermeidung behandlungsrelevanter Geräteausfälle.
- Technologische Differenzierungsmerkmale sind u. a. fraktioniertes Vorvakuum (Klasse B nach DIN EN 13060 für Hohlkörper Typ A/B), Doppelmantel-Heizsysteme (MELAG), adaptive Trocknungsalgorithmen (DRYtelligence), Schnellrückkühlsysteme (Systec: bis zu 90 % Zeitreduktion) sowie geschlossene Wasserkreisläufe mit bis zu 99 % Wasserersparnis gegenüber konventionellen Systemen.
- Für Praxisinhaber mit hohem Instrumentenumlauf reduzieren kurze Zykluszeiten (z. B. Enbio S: 7 min unverpackt, MELAG Vacuclave 105: ab 6,5 min) die Kapitalbindung in Instrumentensets; die lückenlose digitale Dokumentation (MPBetreibV, FDA 21 CFR Part 11) ist zugleich haftungsrechtliche
Inhaltsverzeichnis
Wer sind die aktuellen Marktführer für Autoklaven?
Der deutsche Markt für Autoklaven wird von einer Gruppe etablierter „Hidden Champions“ und global agierender Konzerne angeführt, die sich jeweils auf spezifische Anwendungsgebiete konzentrieren.
- Praxis-Segment: Unangefochtener Marktführer und „Platzhirsch“ ist die MELAG Medizintechnik aus Berlin. Das Unternehmen hat sich ausschließlich auf die Praxishygiene spezialisiert und hält eine dominante Stellung im Bereich der Tisch-Autoklaven. Weitere starke Wettbewerber sind Miele Professional (mit der Cube-Serie) sowie die internationalen Akteure W&H Dentalwerk Bürmoos und Euronda, die über ein sehr dichtes deutsches Vertriebsnetz verfügen.
- Labor-Segment: In der Forschung und Industrie gilt Systec als Marktführer für Labor-Autoklaven. Ihre Spezialisierung auf die Mediensterilisation setzt den technologischen Standard. In diesem Segment sind zudem ZIRBUS Technology, MMM Münchener Medizin Mechanik als führende deutsche Hersteller präsent.
- Klinik-Segment (Groß-Sterilisatoren): MMM Münchener Medizin Mechanik ist der führende Systemanbieter für die klinische Zentralsterilisation (ZSVA/AEMP) in Deutschland. Sie steht im direkten Wettbewerb mit den globalen Schwergewichten Getinge und der Belimed, die beide eine massive Präsenz in deutschen Krankenhäusern aufweisen. Lautenschläger behauptet sich hier ebenfalls als technologisch führender Premium-Anbieter.
Autoklav-Hersteller für Arztpraxen
Im Bereich der niedergelassenen Praxen, von der Allgemeinmedizin bis zur hochspezialisierten Kieferchirurgie, konzentriert sich die Nachfrage auf Tisch-Autoklaven der Klasse B gemäß DIN EN 13060. Diese Norm definiert die Anforderungen an kleine Dampf-Sterilisatoren, wobei die Klasse B durch ein fraktioniertes Vorvakuum charakterisiert ist, das eine sichere Entlüftung und anschließende Dampfdurchdringung auch bei komplexen, porösen Gütern und englumigen Hohlkörpern (Kapillaren) ermöglicht. In der modernen Praxisumgebung ist der Autoklav nicht mehr nur ein isoliertes Stand-alone-Gerät, sondern Teil eines digitalen Hygiene-Workflows, der die thermische Aufbereitung, die Verpackung und die Sterilisation lückenlos dokumentiert.
Melag
Die MELAG Medizintechnik GmbH & Co. KG ist ein 1951 in Berlin gegründetes, inhabergeführtes Familienunternehmen in der dritten Generation. Mit über 700.000 verkauften Einheiten ist das Unternehmen Weltmarktführer im Bereich der Praxishygiene.
- Kernphilosophie: Konsequente Spezialisierung ausschließlich auf die Instrumentenaufbereitung („Made in Germany“). Sämtliche Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprozesse finden am Hauptstandort Berlin statt.
- Marktposition: Anbieter von Systemlösungen, die den gesamten Aufbereitungskreislauf (Reinigen, Desinfizieren, Pflegen, Sterilisieren, Dokumentieren) nach RKI-Vorgaben und internationalen Normen (DIN EN 13060, DIN EN 285, DIN EN ISO 15883) abdecken.
Das Autoklav-Portfolio von Melag wird primär nach der DIN EN 13060 (Kleinstereilisatoren) kategorisiert, ergänzt um Groß-Sterilisatoren nach DIN EN 285.
- Die 4-in-1 Revolution: Careclave
- Der Careclave kombiniert Reinigung, Desinfektion, Pflege und Sterilisation in einem Gerät.
- Besonderheit: Aufbereitung von bis zu 8 Übertragungsinstrumenten in der Carebox (ca. 16 Min.) inklusive automatisierter Öl-Pflege der Spannsysteme (iDOS-Dosierverfahren).
- Vorteil: Ersetzt ein separates Pflegegerät und reduziert Wartungs- sowie Validierungskosten erheblich.
- Klasse B Autoklaven (Fraktioniertes Vor-Vakuum)
- Diese Geräte sind für alle beladungsformen (massiv, porös, Hohlkörper Typ A/B, verpackt) zugelassen.
- Premium-Klasse (Evolution Serie): High-End-Lösung mit patentierter Doppelmantel-Technologie (schnellster Kaltstart) und DRYtelligence (adaptive, sensorgesteuerte Trocknung).
- Vacuclave 550: Mit 50 Litern Kammervolumen und einer Kapazität von bis zu 25 kg bietet dieses Gerät die Leistung eines Groß-Autoklaven bei der Flexibilität eines Tischgeräts. Es nutzt die wasserlose Luftkühlung Coolify.
- Prime Line & Pro Line: Die modernen Nachfolger der Profi-Klasse. Die Prime Line bietet erweiterte Funktionen wie das Heavy Duty Programm (8 kg Beladung), während die Pro Line als wirtschaftliches Einstiegsmodell fungiert.
- Kompakt-Klasse (Vacuclave 105 & 305)
- Kompakte Klasse B Sterilisatoren mit 5 Liter Kammervolumen.
- Fokus: Maximale Geschwindigkeit (ab 6,5 Min.) auf minimaler Stellfläche (30 cm Breite). Ideal für den schnellen Instrumentenumlauf zwischen Behandlungen.
- Klasse S Autoklaven (Vacuclave 118 S / 123 S)
- Konzipiert für Praxen, die keine komplexen Hohlkörper Typ A aufbereiten. Sie nutzen ein vereinfachtes Vakuumverfahren und sind eine preisgünstige Alternative für massive Instrumente.
- Groß-Autoklaven (Cliniclave 45 Serie)
- Groß-Sterilisatoren nach DIN EN 285 mit 100 bis 200 Litern Volumen für OP-Zentren und Kliniken. Verfügbar als ein- oder zweitürige (Durchreiche-)Varianten.
| Kategorie | Modellbeispiel | Kapazität (max.) | Zykluszeit (B-Programm) | Fokus / Zielgruppe |
| 4-in-1 | Careclave | 11 kg / 8 Instr. | ab 16 min (Care-Modus) | Zahnarztpraxen |
| Premium | Vacuklav 44 B+ | 9 kg | 20 – 35 min | Chirurgie, MKG, OP-Zentren |
| XL-Klasse | Vacuclave 550 | 25 kg | 13 – 43 min | MVZ, Kliniken |
| Prime | Vacuclave 323 | 8 kg | 22 – 35 min | Fachärzte (Allrounder) |
| Kompakt | Vacuclave 105 | 2 kg | ab 6,5 min | Schnellbedarf, Zahnarztpraxen |
| Klinik | Cliniclave 45 | 70 kg | 23 – 50 min | Kliniken, ZSVA |
Alle Klasse B Geräte evakuieren die Luft mehrfach im Wechsel mit Dampfeinlässen. Dies garantiert eine vollständige Dampfpenetration selbst in englumigen Hohlkörper-Instrumenten (z. B. Turbinen, Endoskope), was die Voraussetzung für eine erfolgreiche Sterilisation ist.
Die Doppelmantel-Technologie hält den Sterilisationsraum auf Temperatur, was die Aufheizphasen verkürzt. DRYtelligence nutzt Algorithmen, um die Trocknungszeit präzise an die Beladungsmenge anzupassen, was die Instrumente schont und den Energieverbrauch senkt.
MELAG integriert alle Geräte in einen digitalen Workflow. Die Freigabe erfolgt papierlos direkt am Smart-Touch Display der Geräte (ProControl). Mit der Software MELAtrace werden die Prozessdaten von RDG, Siegelgerät und Autoklav lückenlos verknüpft und rechtssicher archiviert.
Miele Professional
Die Miele & Cie. KG ist ein 1899 in Gütersloh gegründetes, in vierter Generation inhabergeführtes Familienunternehmen. Durch die strategische Integration der Steelco-Gruppe im Jahr 2017 hat das Unternehmen sein Portfolio für den niedergelassenen Sektor signifikant erweitert und fusioniert industrielle Fertigungssolidität mit spezialisierter medizintechnischer Agilität.
- Kernphilosophie: Realisierung maximaler Investitionssicherheit durch den Leitsatz „Immer Besser“. Der Fokus liegt auf kompromissloser Langlebigkeit und Prozesssicherheit: Gewerbliche Komponenten werden auf bis zu 28.000 Zyklen getestet, um eine dauerhaft validierbare Aufbereitung ohne vorzeitige Materialermüdung im harten Praxisalltag zu gewährleisten.
- Marktposition: Anbieter ganzheitlicher 360PRO-Systemlösungen, die den vollständigen Instrumentenkreislauf RKI-konform abbilden.
| Kategorie | Modellbeispiel | Kapazität (max.) | Zykluszeit (B-Programm) | Fokus / Zielgruppe |
| CUBE (Standard) | PST 1710 | 17 l Volumen; 4,5 kg Instrumente / 1,5 kg Textilien / 9 kg Kassetten | Effizient; Zeitersparnis durch individuelle Zykleneinstellungen | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Ambulante OP-Praxen |
| CUBE (Standard) | PST 2210 | 22 l Volumen; 5,5 kg Instrumente / 2 kg Textilien / 9 kg Kassetten | Effizient; Zeitersparnis durch individuelle Zykleneinstellungen | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Ambulante OP-Praxen |
| CUBE X (Premium) | PST 1720 | 17 l Volumen; 4,5 kg Instrumente / 1,5 kg Textilien | Optimiert: Signifikante Verkürzung durch EcoDry-Technologie | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Ambulante OP-Praxen |
| CUBE X (Premium) | PST 2220 | 22 l Volumen; 6,0 kg Instrumente / 2,0 kg Textilien | Maximiert: Kürzeste Laufzeiten via EcoDry & erhöhtes Instrumentengewicht | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Ambulante OP-Praxen |
Die CUBE-Serie definiert den Standard für die Instrumentenaufbereitung durch Ergonomie und Prozesssicherheit. Die CUBE X-Serie erweitert dieses Spektrum um dedizierte Performance-Features für chirurgisch aktive Praxen mit hohem Instrumentendurchsatz.
- EcoDry-Technologie (CUBE X): Durch eine optimierte Trocknungsphase werden die Zykluszeiten massiv reduziert. Dies minimiert die Vorhaltezeiten des Instrumentariums und steigert die materialeigene Langlebigkeit durch verringerte thermische Belastung.
- Automatisierung (CUBE X): Das integrierte automatische Wasserfüllventil reduziert manuelle Prozessschritte und eliminiert Fehlerquellen beim Befüllen des Speisewassers (Vermeidung von Leerläufen).
- Digitale Schnittstellen & Dokumentation: Beide Serien verfügen über einen WiFi-Dongle-Key zur nahtlosen Integration in die Praxis-IT. Die individuelle Benutzererfassung ermöglicht eine rechtssichere digitale Freigabe der Chargen gemäß MPBetreibV.
- Flexibilität: Die höhenverstellbaren Vorderfüße erlauben die Installation auf minimalem Raum, während das Touch-Farbdisplay eine intuitive Bedienung auch unter Zeitdruck im Praxisalltag gewährleistet.
W&H Dentalwerk Bürmoos
Die 1964 gegründete W&H Deutschland GmbH spezialisiert sich auf den bundesweiten Vertrieb und die fachliche Beratung innovativer Dental-Technologie für Zahnarztpraxen, Universitätskliniken und den Fachhandel.
- Kernphilosophie: Maximale Zukunftssicherheit durch technologische Adaptivität. Während die Lisa-Serie als High-End-Lösung die Vollausstattung für maximale Effizienz definiert, bietet die Lara-Serie eine hochflexible Basis, die durch ein einzigartiges Upgrade-System („Activation Codes“) punktgenau an wachsende Praxisanforderungen oder neue gesetzliche Auflagen angepasst werden kann.
- Marktposition: W&H positioniert sich als Innovationsführer für den niedergelassenen Sektor, der die Brücke zwischen mechanischer Präzision und digitaler Vernetzung schlägt. Der Fokus liegt auf der Reduktion von Vorhaltezeiten durch die schnellsten B-Zyklen im jeweiligen Segment.
| Kategorie | Modellbeispiel | Kapazität (max.) | Zykluszeit (B-Universal 134°) | Fokus / Zielgruppe |
| Lisa Plus ioD | VA131-17 | 17 l; bis 4,5 kg Instrumente | 21–43 Min. (inkl. Trocknung) | Zahnarztpraxen, Arztpraxen |
| Lisa Plus ioD | VA131-22 | 22 l; bis 6,0 kg Instrumente | 22–46 Min. (inkl. Trocknung) | Zahnarztpraxen, Arztpraxen |
| Lara | RIL-117 | 17 l; bis 4,5 kg Instrumente | 25–51 Min. (inkl. Trocknung) | Zahnarztpraxen, Arztpraxen |
| Lara | RIL-122 | 22 l; bis 5,5 kg Instrumente | 28–55 Min. (inkl. Trocknung) | Zahnarztpraxen, Arztpraxen |
Technologische Benchmarks:
- Activation Code-System: Es erlaubt Praxen, Funktionen wie die adaptive Trocknung (Eco Dry +), Schnellzyklen für unverpackte Instrumente oder erweiterte Rückverfolgbarkeit (Traceability) erst dann freizuschalten, wenn sie tatsächlich benötigt werden – ohne Hardware-Tausch.
- Operative Resilienz: Die Geräte sind auf minimale Standzeiten optimiert. Das ergonomische Design mit werkzeuglosem Tankzugang und integriertem Wasserfüllventil sorgt für eine reibungslose Integration in den Praxisworkflow, unterstützt durch automatisierte Dokumentation via USB oder Cloud.
Euronda
Euronda hat sich als internationaler Referenzpunkt für Sterilisationslösungen und Infektionsprävention etabliert. Das Unternehmen deckt die gesamte Kette der Instrumentenaufbereitung ab – von der Thermodesinfektion über die Verpackung bis zur Autoklavierung. Mit der Integration von Hochgeschwindigkeits-Technologien (Enbio-Linie) adressiert Euronda das zentrale Problem moderner Praxen: Die Diskrepanz zwischen steigenden Patientenzahlen und zeitintensiven Hygiene-Validierungsprozessen.
- Kernphilosophie:
- Nutzerzentrierung: Die Implementierung des „Human-Centered Design“-Ansatzes reduziert kognitive Belastungen für das Praxispersonal. Die intuitive Menüführung minimiert Fehlbedienungen, was die Fehlerquote bei der Aufbereitung (gemäß RKI-Leitlinien) signifikant senkt.
- Physikalische Innovation: Durch die Optimierung thermodynamischer Austauschprozesse in den Sterilisationskammern werden Prozesszeiten erreicht, die weit unter dem Industriedurchschnitt liegen. Dies ermöglicht eine bedarfsorientierte Just-in-time-Bereitstellung von Instrumenten.
- Operative Simplizität: Die Reduktion auf essenzielle Bedienschritte stellt sicher, dass die Delegation der Aufbereitung an medizinisches Fachpersonal (MFA/ZFA) auch unter hohem Zeitdruck rechtssicher und prozessstabil erfolgt.
- Marktpositionierung:
- Inhouse-Entwicklung: Durch ein eigenes Team für Industriedesign, Konstruktion und Software behält Euronda die volle Souveränität über die Firmware und Hardware-Architektur. Dies garantiert eine langfristige Ersatzteilverfügbarkeit und Update-Fähigkeit der Systeme.
- Globale Logistikkapazität: Strategische Hubs in Europa, den USA und dem Middle East sichern eine „Just-in-time“-Versorgung mit Verbrauchsmaterialien und Ersatzteilen, was die Ausfallzeiten im Praxisbetrieb minimiert.
- Sektor-Transfer: Das Unternehmen nutzt Synergien aus industriellen Sterilisationsstandards (Biotech) und adaptiert diese für die spezifischen regulatorischen Anforderungen der Humanmedizin.
| Kategorie | Modellbeispiel | Kapazität (max.) | Zykluszeit (B-134 Standard) | Fokus / Zielgruppe |
| B-Autoklav | E10 | 18 l / 24 l Volumen; 4,5 kg -Beladung: bis zu 6 kg | 21 MIn. – 24 Min. (zzgl. Trocknung) | Zahnarztpraxen |
| B-Autoklav | E9 | 18 l / 24 l VolumenBeladung bis zu 6 kg | 29 Min. (zzgl. Trocknung) | Zahnarztpraxen, Arztpraxen |
| B-Autoklav | E8 | 24 L VolumenBeladung bis zu 6 kg | 29 Min. (zzgl. Trocknung) | Zahnarztpraxen, Arztpraxen |
| B-Autoklav | EXL | 29 L Beladung bis zu 7 kg | ca. 27 Min. (zzgl. Trocknung) | Kliniken, Zahnarztpraxen, Labore |
| B-Autoklav | E6 | 18 LBeladung bis zu 4,5 kg | Podologie- Beauty- und Tattoostudios |
Technische Benchmarks:
- Schnelle B-Zyklen:
Das perfekte Zusammenspiel leistungsstarker Komponenten ermöglicht Eurondas schnellste Sterilisation. - Optimaler Geräteschutz:
Filter, Eurondas Dirt-Control-System und permanente Überwachung der Wasserqualität erhalten die Leistungsfähigkeit und schonen die Instrumente bei der Aufbereitung. - Display:
Im 7-Zoll-Format präsentiert das Display Geräteinfos, Einstellungen und praktische Hilfen äußerst übersichtlich. Die Display-Tastatur sorgt für schnelle Eingaben. Nützliche Komfortfunktionen für schlanke Workflows. Kurze Videos vereinfachen Handling und Pflege. - Smarte Kühlung:
Softwaregesteuerte Luftkühlung macht einen Festwasseranschluss überflüssig. Das spart erhebliche Verbrauchskosten gegenüber wassergekühlten Systemem und ist besonders nachhaltig. - Einfache Wartung:
Prüf-Software und klarer Aufbau sorgen für leichte externe Wartung nur alle 3.000 Zyklen oder zwei Jahre
Enbio
Enbio etabliert sich als technologischer Trendsetter, der Schweizer Design-Präzision mit einer über 30-jährigen Expertise in der biotechnologischen Sterilisation verbindet, um die Effizienz der Instrumentenaufbereitung im Praxisalltag radikal zu steigern. Als Teil einer finanzstarken globalen Unternehmensgruppe garantiert der Hersteller durch europäische Fertigungsstandards höchste Ausfallsicherheit und bietet mit seinen kompakten Klasse-B-Autoklaven eine rechtssichere Lösung für maximale Durchlaufgeschwindigkeiten bei minimalem Platzbedarf.
Kernphilosophie:
- Nutzerzentrierung: Konsequente Umsetzung des „Human-Centered Design“-Ansatzes, um die Interaktion zwischen medizinischem Fachpersonal und Sterilisator intuitiv und fehlerfrei zu gestalten.
- Physikalische Innovation: Das Entwicklungsteam aus Ingenieuren und Softwareentwicklern arbeitet an der Optimierung thermodynamischer Prozesse, um die Grenzen der konventionellen Sterilisationsdauer zu unterschreiten.
- Operative Simplizität: Reduktion der Bedienschritte auf ein Minimum, um den Fokus des Personals auf die Patientenversorgung zu lenken, statt auf komplexe Geräteeinstellungen.
Marktpositionierung:
- Globale Logistikkapazität: Strategische Absicherung durch drei internationale Logistik- und Servicehubs (USA, Europa, Middle East) für eine Just-in-time-Ersatzteilversorgung.
- Inhouse-Entwicklung: Vollständige Kontrolle über die Wertschöpfungskette durch ein hauseigenes Team für Industriedesign, Konstruktion und Software – keine Abhängigkeit von Drittanbietern bei Kerntechnologien.
- Sektor-Transfer: Aktiver Technologietransfer von industriellen Sterilisationsstandards (Hydrokultur/Biotech) in das hochregulierte Umfeld der Humanmedizin.
Technische Benchmarks:
- Digitale Prozesskette: Integration der my.enbio App zur lückenlosen, Cloud-basierten Überwachung und automatisierten Archivierung der Prozessparameter gemäß Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV).
- Ressourcen-Management: Der Enbio Magic Filter ermöglicht einen geschlossenen Wasserkreislauf, wodurch die Abhängigkeit von einer externen Wasseraufbereitung oder destilliertem Wasser minimiert wird.
- Validierungskonformität: Alle technischen Parameter sind auf eine einfache und rechtssichere Erst- und Revalidierung durch qualifizierte Dienstleister optimiert.
Die effiziente Instrumentenaufbereitung ist ein kritischer Engpass im Praxisworkflow. Die Enbio-Serie adressiert diesen durch radikale Reduktion der Prozesszeiten bei gleichzeitiger Einhaltung der strengen Anforderungen an die Sterilisation von Medizinprodukten der Klasse B (gemäß EN 13060).
Beide Systeme zeichnen sich durch marktführende Geschwindigkeit aus. Die angegebenen Zeiten verstehen sich inklusive der notwendigen Trocknungsphase („Plug-and-Play“-Ready).
| Programm-Typ | Enbio S (Zeit) | Enbio PRO (Zeit) | Temperatur | Zielgruppe / Fokus |
| FAST (Unverpackt) | 7 Min. | 9 Min. | 134 | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Podologie |
| Klasse B (Verpackt) | 15 Min. | 18 Min. | 134 | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Podologie |
| Klasse B (Verpackt) | 30 Min. | 30 Min. | 121 | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Podologie |
| PRION (Eingewickelt) | – | 43 Min. | 134 | Zahnarztpraxen, Arztpraxen, Podologie |
Die Wahl zwischen dem S- und PRO-Modell ist primär eine Entscheidung über das zu sterilisierende Instrumentarium und das Patientenaufkommen.
- Enbio S: Konzipiert für die schnelle Aufbereitung von Kleinteilen, Hand- und Winkelstücken sowie Turbinen. Ideal für die direkte Aufbereitung zwischen Behandlungen (Chairside-Einsatz). Kammervolumen von 2,7 L. Beladung bis zu 0,5 kg möglich.
- Enbio PRO: Das erhöhte Nutzvolumen ermöglicht die Sterilisation der meisten gängigen Implantat-Kassetten. Durch das dedizierte Prionen-Programm (43 Min.) bietet das PRO-Modell ein erweitertes Sicherheitsprofil für chirurgisch tätige Praxen. Kammervolumen von 5,3 L. Kammervolumen bis zu 0,8 kg möglich.
Beide Geräte sind als Stand-alone-Lösungen konzipiert und benötigen lediglich eine Standard-Steckdose.
- Leistung: 2,25 kW bei maximal 10 A Stromaufnahme.
- Druckparameter: Arbeitsdruck von 2,1 Bar (maximal zulässig 2,3 Bar).
- Datenarchivierung: Die lückenlose digitale Dokumentation erfolgt automatisiert via USB-Schnittstelle. Eine dedizierte Software ermöglicht das Auslesen und die rechtssichere Archivierung der Prozessprotokolle.
Durch die extrem kurzen Zykluszeiten (7–15 Min. beim Enbio S) lässt sich der Instrumentenbestand in der Praxis reduzieren, da die Rotationsgeschwindigkeit der Sets massiv erhöht wird. Dies senkt die Kapitalbindung in teurem Instrumentarium (z.B. hochwertige Turbinen oder chirurgische Sets).
Autoklav Hersteller für Labore
Im Laborsegment verschiebt sich der Fokus von der reinen Instrumentenaufbereitung hin zur Sterilisation von Medien (Flüssigkeiten), Feststoffen (Glaswaren, Pipetten) und der Entsorgung von Bio-Abfällen (Vernichtungschargen). Hier sind Flexibilität bei den Programmen und absolute Prozesssicherheit bei der Mediensterilisation gefragt, um Siedeverzüge zu vermeiden und die Integrität sensibler Nährböden zu wahren. Die DIN EN ISO 9001 sowie spezifische Anforderungen der Guten Laborpraxis (GLP) definieren hier den technologischen Rahmen.
Systec
Die 1994 gegründete Systec GmbH & Co. KG ist ein spezialisierter deutscher Hersteller von Autoklaven, Medienpräparatoren und Abfüllsystemen. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifiziert und liefert technologische Lösungen für Labore, Biotechnologie und pharmazeutische Produktion, die höchste Anforderungen an Reproduzierbarkeit und Sicherheit stellen. Das Portfolio umfasst Geräte von 23 bis 1.580 Litern Kammervolumen. Ein zentraler USP ist die hohe Variabilität der Kühloptionen: Durch den Einsatz von Radialventilatoren, inneren Kühlschlangen und Stützdruck kann die Rückkühlzeit bei Flüssigkeiten um bis zu 90 Prozent reduziert werden, was den Durchsatz massiv steigert.
Kernphilosophie & Technologie
- Prozesssicherheit: Maximale Präzision bei der Dampfsterilisation durch ständige Innovation und Wissenstransfer.
- Modulare Bauweise: Flexible Anpassung der Autoklaven an Standard- oder Sonderanwendungen (z. B. Materialtests).
- Industriestandard: Entwicklung und Fertigung „Made in Germany“ mit Fokus auf Langlebigkeit und technischer Überlegenheit.
Marktposition & Service-Exzellenz
- Referenzkunden: Globaler Einsatz in Max-Planck-Instituten, der Pharma-Industrie und staatlichen Untersuchungsämtern.
- Fach-Support: Kundendienst in Deutschland ausschließlich durch geprüfte Sachkundige für Druckbehälter.
- Full-Service: Unterstützung bei Aufstellung, Einweisung sowie rechtssicherer Validierung und Qualifizierung.
Für die Auswahl eines geeigneten Dampfsterilisators in medizinischen Laborumgebungen oder Forschungseinrichtungen sind die Bauform und das nutzbare Kammervolumen die entscheidenden Parameter zur Optimierung des Workflows. Die folgende Übersicht segmentiert die Systec-Modellreihen nach ihren spezifischen Leistungsmerkmalen und Einsatzschwerpunkten.
| Kategorie | Modell | Kapazität (max. nominal) | Zykluszeit (Optimierung) | Fokus / Zielgruppe |
| DX-Serie (Horizontale Tischautoklaven) | DX-200 | Bis zu 200 Liter | Verkürzte Prozesszeiten durch neue Steuerung | Platzsparende Frontbeschickung; ideal für Standard-Laboranwendungen. |
| VX-Serie (Vertikale Standautoklaven) | VX-150 | Bis zu 150 Liter | Effiziente Abläufe; bis zu 50% höhere Beschickungskapazität bei Medienflaschen. | Top-Loader mit geringer Stellfläche; optimiert für hohe Gefäße. |
| HX-Serie (Horizontale Großautoklaven) | HX-1580 | Bis zu 1580 Liter | Maximale Reduktion der Rückkühlzeit (bis zu 90%) durch optionale Schnellkühlsysteme. | Hochdurchsatz-Bereiche; Großvolumen-Sterilisation und industrielle Prozesse. |
| HX-Serie 2D (Durchreiche-Autoklaven) | HX-1580 2D | Bis zu 1580 Liter | Effiziente Trennung von reinen/unreinen Bereichen zur Workflow-Sicherung. | Reinräume und biologische Sicherheitslabore (BSL); Schutz der Außenumgebung. |
| VE-Serie (Vertikale Standautoklaven) | Systec VE-150 | Bis zu 150 Liter Nutzraum | Vollautomatisch mikroprozessorgesteuert; 12 Standardprogramme | Einfache Laboranwendungen (E-CONOMIC); geringer Platzbedarf bei großer Nutzraumhöhe. |
| (DE-Serie) (Horizontale Tischautoklaven) | Systec DE-200 | Bis zu 200 Liter Nutzraum | Vollautomatisch mikroprozessorgesteuert; 12 Standardprogramme | Einfache Laboranwendungen (E-CONOMIC); kompakte Außenmaße bei optimierter Nutzraumgröße. |
Technische Benchmarks:
- Thermische Leistung und Druckparameter: Die Systeme erreichen im erweiterten Modus Sterilisationstemperaturen von bis zu 150 °C bei einem Absolutdruck von 5 bar für anspruchsvolle mikrobiologische Prozesse.
- Kapazitäten und Bauformen: Das Portfolio deckt ein Spektrum von 23 Litern (Tischgerät) bis zu 1580 Litern (Durchreichesystem) ab, wobei die VX-Serie die Beschickungskapazität für Medienflaschen um bis zu 50 % optimiert.
- Prozessoptimierung und Kühltechnik: Durch den Einsatz von Radialventilator und Ultracooler wird die Rückkühlzeit bei Flüssigmedien um bis zu 90 % reduziert, was die Chargenfrequenz signifikant erhöht.
- Steuerung, Sicherheit und Compliance: Die integrierte Datenspeicherung archiviert Zyklusdaten für mindestens 10 Jahre und erfüllt optional die Anforderungen gemäß FDA 21 CFR Part 11 inklusive Audit Trail.
- Mechanik und Verschluss: Der Druckbehälter aus pharmazeutischem 316L-Edelstahl wird über einen automatischen Sicherheits-Türschnellverschluss mit umlaufendem Schließring hermetisch versiegelt.
ZIRBUS Technology
Die ZIRBUS technology GmbH agiert seit 1984 als global führender Technologieträger im Bereich der thermischen Verfahrenstechnik. Das Unternehmen mit Sitz in Bad Grund, Niedersachsen, hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von individuellen Autoklaven, Sterilisatoren und Gefriertrocknungsanlagen spezialisiert. Für Mediziner und Laborinhaber bietet das Portfolio eine Synthese aus handgefertigter Präzision und industrieller Skalierbarkeit, die über standardisierte Katalogware hinausgeht.
Kernphilosophie:
- Die Unternehmensphilosophie basiert auf der technologischen Transformation kunden- und fachspezifischer Anforderungen in belastbare Hardware. Dabei wird eine 100%ige Recyclebarkeit der Anlagen angestrebt, was die ökologische Bilanz im investiven Anlagevermögen von Praxen und Kliniken optimiert.
Marktposition:
- Mit über 40 Jahren Markterfahrung positioniert sich ZIRBUS technology durch eine vertikale Integration von Konstruktion und Entwicklung am deutschen Standort. Die Strategie der „Handfertigung“ ermöglicht eine technologische Tiefe, die weltweit unikale Lösungen für komplexe Anforderungen in der Biotechnologie und Arzneimittelherstellung generiert.
- Made in Germany: Komplette Wertschöpfung am Standort Niedersachsen sichert hohe Qualitätsstandards und Ersatzteilsicherheit.
- Branchenübergreifendes Know-how: Transferleistungen aus der Automobilindustrie und Materialforschung fließen direkt in die Optimierung medizinischer Sterilisationsprozesse ein.
| Kategorie | Modell | Kapazität (max. nominal) | Zykluszeit-Optimierung | Fokus / Zielgruppe |
| Labor-Tischautoklaven | Labstar 40 | 40 Liter | Wasserschnellrückkühlung reduziert Abkühlphase um bis zu 80 %. | Praxen mit begrenztem Platz; optimiert für bis zu 4 x 5.000 ml Schott-Flaschen durch eckige Kammer. |
| Vertikalautoklaven | LVSA 50/70 | 153 Liter | Integrierter „Fastcooler“ (Wärmetauscher) und Umluftventilator für minimalen Zeitverlust. | Ergonomische Beladung von oben; hohe Stückzahlen (z. B. 111 x 250 ml Flaschen). |
| Kompakte Standgeräte | Labstar 200 | 200 Liter | Leistungsstarker Dampferzeuger für kurze Anheizzeiten. | Mittlere Labore; als Durchreicheversion zur Trennung von rein/unrein verfügbar. |
| Horizontal-Standautoklaven (Serie 6) | HST 6x6x12 | 577 Liter | Fraktioniertes Vorvakuum (FRVV) zur schnellen Entlüftung komplexer Güter. | Große Forschungsstellen; S2/S3-Konformität durch Abluftfiltration möglich. |
| Großraum-Autoklaven (Serie 8) | HST 8x6x18 | 1.033 Liter | Vakuumtrocknung unterstützt durch Mantelheizung beschleunigt Prozessende. | Industrielle Anwendung; 850 mm Nutzhöhe ideal für große Fermenter. |
Technische Benchmarks:
- Prozessbeschleunigung: Die optional verfügbare Wasserschnellrückkühlung mit magnetgekoppeltem Umluftventilator ist der entscheidende Faktor zur Erhöhung des täglichen Chargendurchsatzes bei flüssigen Medien.
- Raumökonomie: Durch die Verwendung eckiger Sterilisationskammern wird im Vergleich zu Rundkammergeräten eine signifikant höhere Beladekapazität bei gleicher Stellfläche erreicht (40 Liter eckig entspricht ca. 75 Liter rund).
- Sicherheitsmanagement: Für mikrobiologische Arbeiten im S2-Bereich sind die Modellvarianten „SAFE LAB“ oder „COMPLETE LAB“ mit obligatorischer Abluftfiltration und Kondensatinaktivierung spezifiziert.
- Dokumentationspflicht: Alle Systeme unterstützen die GMP-konforme Prozessaufzeichnung via integriertem Drucker, SteriLog-Software (Ethernet) oder USB-Schnittstelle.
MMM Münchener Medizin Mechanik
Mit dem Hauptsitz in Planegg bei München steht die MMM Münchener Medizin Mechanik für die Synergie aus bayerischer Ingenieurspräzision und globaler Expertise, um die operative Effizienz und Haftungssicherheit für Praxisinhaber und Klinikbetreiber zu maximieren. Seit 1917 hat sich das Unternehmen unter der Ära von Johann Koller vom regionalen Fachbetrieb zum weltweit führenden Systemanbieter für die Sterilgutaufbereitung entwickelt.
Marktposition & Kernphilosophie
Die Identität der MMM Münchener Medizin Mechanik basiert auf der Bereitstellung validierbarer Gesamtlösungen für die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP). Die Kernphilosophie verfolgt einen ganzheitlichen Systemansatz, der Hardware, Software und akademische Fortbildung verzahnt, um klinische Prozesse rechtssicher zu optimieren.
| Kategorie | Modell | Kapazität (L/Volumen) | Zykluszeit (Charakteristik) | Fokus / Zielgruppe |
| Pharmazeutische Produktion | Vakulab HL/H | 460 – 544 Liter | Kurz; optimiert durch aktive Mantelkühlung. | GMP-konforme Produktion, Sterilisation von Fermentern und Reinraumkleidung. |
| Flüssigkeiten (geschlossen) | Fluipharm | Bis zu 1.267 Liter | Sehr schnell; durch direktes Heißwasserberieselungsverfahren (HWBV). | Forschung & Entwicklung, parenterale Lösungen, Vials und Krankenhausapotheken. |
| Forschung & Mikrobiologie | Vakulab PL/H | 318 – 871 Liter | Variabel; aktive Kühlung verkürzt Chargenzeiten bei thermolabilen Gütern. | Universelle Laboranwendungen, Tierhaltung und industrielle Standardprozesse. |
| Platzoptimierte Laborlösung | Compact Line | 160 – 670 Liter | Effizient; durch spezialisierte Vakuumtechnik auf minimaler Grundfläche. | Labore mit begrenztem Raumangebot. Gerätbreite nur 995 mm. |
| Großvolumige Güter | Vakulab HL/G | Bis zu 3.626 Liter | Prozessoptimiert; ausgelegt auf Großchargen und Wagenbeschickung. | Industrieanwendungen, bodeneben befahrbare Kammern für hohen Durchsatz. |
| Dampf-Luft-Gemisch-Spezialist | Ventilab PL | 521 – 708 Liter | Sicher; verhindert Bersten geschlossener Behältnisse durch Stützdruck. | Mikrobiologische Medien in dicht verschlossenen Flaschen (DLGV-Verfahren). |
Technische Benchmarks:
- Verfahrensvielfalt: Einsatz hochspezialisierter Prozesse wie das Dampf-Luft-Gemisch-Verfahren (DLGV) und das Heißwasserberieselungsverfahren (HWBV) für geschlossene Behältnisse sowie fraktioniertes Vakuum für poröse Güter.
- Materialgüte & Hygiene: Kammerinnenmäntel aus korrosionsbeständigem Edelstahl 1.4404 (AISI 316L); Oberflächenqualitäten standardmäßig bis zu Ra < 0,8 µm (optional elektropoliert).
- Präzisionssteuerung: Industriestandard durch Siemens- oder B&R-SPS-Steuerungen mit intuitiven Touch-Interfaces (10″ bis 15″) und parametergesteuerter Programmierbarkeit.
- Ressourcenmanagement: Integrierte Wassersparsysteme und Medienrückgewinnung, die den Kaltwasserverbrauch um bis zu 95 % sowie den Enthärtungswasserverbrauch um bis zu 90 % reduzieren.
- Sicherheit & Barrieresysteme: Verfügbarkeit von luft- oder gasdichten Abschottungen für Reinraumtrennungen oder BSL 2–4 Bereiche inklusive Abluftfiltration und Kondensatinaktivierung.
- Dokumentationsintegrität: Konformität zu 21 CFR Part 11 durch Audit Trails, digitale Signatur und automatisierte Archivierung über Softwarelösungen wie SimServ und ChargenViewer.
- Normenkonformität: Volle Erfüllung der pharmazeutischen (DIN 58950) und labortechnischen (DIN 58951) Standards sowie der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU.
HMC Europe
HMC Europe positioniert sich als spezialisierter Partner für niedergelassene Ärzte und Labore mit Fokus auf Autoklaven und Sicherheitswerkbänke. Das bayerische Familienunternehmen besetzt die Marktnische zwischen hochspezialisierter deutscher Ingenieurstechnik und maximaler Liefergeschwindigkeit durch umfassende Lagerhaltung.
Kernphilosophie & Marktposition:
Die Unternehmensstrategie ist auf Investitionssicherheit und minimale Lebenszykluskosten (TCO) ausgerichtet. Während der Markt oft auf Einweglösungen setzt, forciert HMC langlebige Systeme mit hoher Energieeffizienz:
- Effizienz: Kessel mit reduzierter Masse verkürzen Aufheiz- und Abkühlzeiten signifikant – das optimiert den Praxisdurchlauf.
- Compliance: Alle Systeme erfüllen strikte Sicherheitsnormen; der Service erfolgt durch TÜV-zertifizierte Techniker gemäß BetrSichV.
- Verfügbarkeit: Als europäischer Hub garantiert HMC eine schnelle Ersatzteil- und Geräteversorgung, um kritische Stillstandszeiten in der Praxis zu vermeiden.
| Kategorie | Modell | Kapazität (L/Volumen) | Zykluszeit (Charakteristik) | Fokus / Zielgruppe |
| Standautoklaven Premium | HG-Serie (z. B. HG 50, HG 80) | ca. 50 und 80 Liter Nutzvolumen | Kurze Aufheiz- und Abkühlphasen durch Kessel mit reduzierter Masse; Schnellrückkühlung; Optionale Stützdruck-Funktion für verkürzte Chargenzeiten. | LaborHöchste Ansprüche an Leistung und Komfort ; spezialisierte Programme für Flüssigkeiten, Agar und Durham-Röhrchen. |
| Standautoklaven Klassik | HV-Serie | 25, 50, 85 und 110 Liter Nutzvolumen | Einfache, robuste Technik für Standardaufgaben ; variable Selbstkühlung oder optionale Schnellkühlung. | Labor Ideal für unkomplizierte Standard-Laboraufgaben („Die Unermüdlichen“). |
| Horizontale Tischautoklaven | HMT-Serie (z. B. HMT 260/300 MB oder MA) | Modellabhängig (z. B. Typ 230, 260, 300) | Klasse B mit fraktioniertem Vorvakuum und Trockenfunktion für sichere Sterilisation auch von Hohlkörpern. | LaborPlatzsparende Lösungen für die einfache Anwendung im Labor; Klasse B für verpacktes Sterilgut und Instrumentarien. |
| Biologische Sicherheitswerkbänke | HMC Safeguard Pro 600 bis 1800 | Breite: 600 mm bis ca. 1900 mm | Extrem leise und stromsparende Neueste Technologie; Unterdrucksystem für maximalen Schutz. | LaborHöchster Personen-, Produkt- und Verschleppungsschutz; Pro 600 speziell für engste Raumverhältnisse. |
Technische Benchmarks:
- Thermodynamischer Vorteil: Die geringere thermische Masse minimiert die Trägheit des Systems. Dies führt zu drastisch verkürzten Aufheizphasen und einer beschleunigten Abkühlung.
- Zeit- und Energieersparnis: Die optimierte Masse korreliert direkt mit einem niedrigeren Energieeintrag pro Sterilisationszyklus und ermöglicht eine höhere Durchlaufrate (Durchsatzmaximierung).
- Schnellrückkühlung: Integrierte Systeme zur aktiven Temperaturabsenkung sind essenziell für die Prozessabfolge bei thermolabilen Materialien, um Materialstress zu vermeiden und die Instrumentenverfügbarkeit zu erhöhen.
- Monitoring: Permanente Überwachung von Druck und Temperatur in der Kammer durch redundante Sensoren.
- Mechanische Integrität: Konstruktionsbedingter Schutz gegen unbeabsichtigtes Öffnen des Deckels unter Druck.
Getinge
Die 1904 gegründete Getinge AB hat sich von einem regionalen Apparatebauer zu einem der weltweit führenden Medizintechnik-Konzerne entwickelt. Mit heute rund 12.000 Mitarbeitern in 40 Ländern und einer starken Marktpräsenz an der Stockholmer Börse (Nasdaq OMX) ist das Unternehmen ein globaler Taktgeber in der klinischen Infrastruktur. Der Fokus liegt konsequent auf der Systemausstattung für die Akutversorgung, Life Science und chirurgische Workflows.
Kernphilosophie
- Patientensicherheit: Fokus auf lückenlose Sterilisation und Infektionsprävention als klinischer Goldstandard.
- Technologischer Progress: Fortführung medizinischer Meilensteine durch Integration von Traditionsmarken (z. B. Maquet, Siemens LSS).
- Klinische Effizienz: Reduktion von Komplexität im OP durch perfekt aufeinander abgestimmte Systemkomponenten.
- Nachhaltiges Wachstum: Kombination aus organischer Innovation und strategischen Akquisitionen zur Abdeckung des gesamten Behandlungspfades.
Marktposition
- Weltmarktführer: Dominante Stellung in den Bereichen Infektionskontrolle und Surgical Workflows.
- Full-Service-Provider: Einziger Anbieter, der den gesamten Workflow von der Sterilgutabteilung bis zum High-End-OP (Kardiochirurgie) abdeckt.
- Innovationstreiber in der Akutmedizin: Technologieführerschaft bei Beatmungssystemen, Herz-Lungen-Maschinen und extrakorporaler Membranoxygenierung (ECMO).
- Investitionssicherheit: Hohe vertikale Integration und weltweites Servicenetzwerk garantieren maximale Ausfallsicherheit für Klinikinhaber.
| Kategorie | Modell | Kapazität (L/Volumen) | Zykluszeit | Fokus / Zielgruppe |
| Pharmazeutische Sterilisation | GSS P | 10 bis 100 Liter (Kammervolumen skalierbar) | Hochgeschwindigkeits-Zyklen; optimiert durch Cross-Contamination-Barrieren | Pharmazeutische Produktion, High-End-Biotech, Reinraum-Anwendungen (GMP-konform). |
| Labor- & Forschungssterilisation | GSS L & R | 10 bis 450 Liter (L-Serie) / Großraum bis 3.000L | Variable Zyklen (Feststoffe vs. Flüssigkeiten); Schnellrückkühlung integriert | Universitätskliniken, Forschungsinstitute, mikrobiologische Labore (BSL-1 bis BSL-4). |
| Spezial-Flüssigkeitssterilisation | GTS | Großraumkapazitäten (Paletten-optimiert) | Prozessverkürzung durch Dampf-Luftgemisch-Verfahren (Stützdruck-Steuerung) | Großskalige Aufbereitung von Infusionslösungen, Ampullen und versiegelten Gebinden. |
| Standard-Laborsterilisation | Lancer LSS | 150 bis 1.000 Liter | Standardisierte Fachzyklen; Fokus auf Reproduzierbarkeit | Medizinische Versorgungseinrichtungen (MVZ), industrielle Qualitätskontrolle, Basis-Laborbedarf. |
Technische Benchmarks:
- Regulatorische Konformität: Vollständige Übereinstimmung mit GAMP-5 und FDA 21 CFR Part 11 gewährleistet rechtssichere Datenintegrität.
- Oberflächenbeschaffenheit: Verwendung von 316L-Edelstahl mit einer Rauheit von bis zu Ra < 0,4 µm minimiert das Risiko von Biofilmbildung signifikant.
- Biologische Sicherheit: Integrierbare Bio-Seals ermöglichen den sicheren Betrieb in Hochsicherheitslaboren der Stufen BSL-3 und BSL-4.
- Druckstabilität: Eine präzise Stützdruck-Steuerung verhindert das Bersten von Glasampullen oder die Deformation von Kunststoffbeuteln während des Prozesses.
- Thermische Präzision: Das System garantiert eine Temperaturhomogenität von < 0,5 °C Abweichung innerhalb der gesamten Beladung.
- Vakuumleistung: Zweistufige Wasserring-Vakuumpumpen sichern die rückstandsfreie Entlüftung selbst bei hochporösen Gütern.
- Kontaminationsschutz: Die Kühlung über indirekte Wärmetauscher schließt eine Rekontamination durch externes Kühlwasser systemisch aus.
- Prozessbeschleunigung: Optionale Schnellrückkühlsysteme reduzieren die Zykluszeiten bei der Aufbereitung von Flüssigkeiten massiv.
- Raumeffizienz: Die Vertical-Sliding-Door-Technik optimiert das Verhältnis von Außenmaß zu nutzbarem Kammervolumen.
- Wartungsarchitektur: Ein modularer Aufbau der Verrohrungskomponenten ermöglicht einen zeit- und kosteneffizienten Servicezugang.
- Kühlsysteme: Optionale Schnellrückkühlung (Mantelkühlung oder Umluft) zur signifikanten Reduktion der Zykluszeiten bei Flüssigkeiten.
- Vakuumsystem: Leistungsstarke zweistufige Wasserring-Vakuumpumpen für effiziente Entlüftung poröser Güter.
- Modularität: Flexibles Kammersystem von kompakten Tischgeräten bis hin zu begehbaren Großraum-Einheiten.
Autoklav Hersteller für Krankenhäuser
In Kliniken ist die Sterilisation ein industrieller Prozess, der in der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) stattfindet. Hier gelten die strengen Anforderungen der DIN EN 285 für Groß-Dampfsterilisatoren. Die Systeme müssen nicht nur immense Mengen an Sterilgut (gemessen in Sterisaleinheiten, STE) bewältigen, sondern auch nahtlos in Tracking-Software integriert werden und höchste Ansprüche an die Energie- und Ressourceneffizienz erfüllen.
SteelcoBelimed
SteelcoBelimed nahm im Juni 2024 offiziell den operativen Betrieb auf und markiert seither eine Zäsur in der globalen Sterilgutversorgung. Das Unternehmen ist das Ergebnis eines strategischen Joint Ventures zwischen der Miele Gruppe und der Schweizer Metall Zug Gruppe. Durch diesen Zusammenschluss wurden die Expertise der italienischen Steelco S.p.A. und die jahrzehntelante Erfahrung der Belimed (Infection Control und Life Science) unter einem gemeinsamen Dach mit Sitz in Zug, Schweiz, vereint.
Für Sie als Praxisinhaber oder klinischer Entscheidungsträger bedeutet diese Fusion den Zugriff auf ein komplementäres Portfolio, das die Agilität von Steelco mit der Premium-Präzision von Belimed kombiniert. In einem Marktumfeld, in dem die Aufbereitung von Medizinprodukten (AEMP) unter dem permanenten Druck der Medical Device Regulation (MDR) und den strikten RKI-Richtlinien steht, bietet diese Konsolidierung die notwendige Investitionssicherheit.
Kernphilosophie:
Die Philosophie von SteelcoBelimed basiert auf der Prämisse, dass Infektionsprävention kein isolierter Gerätekauf, sondern eine ganzheitliche Prozessverantwortung ist. Die strategische Ausrichtung konzentriert sich auf drei Säulen:
- Zero-Error-Tolerance: Minimierung des menschlichen Fehlerrisikos durch nahtlose digitale Dokumentation und automatisierte Beladungssysteme.
- Ressourceneffizienz: Optimierung der Verbräuche (Wasser, Energie, Chemikalien), um die Betriebskosten der Praxis bei gleichzeitigem maximalem Durchsatz zu senken.
- Langlebigkeit und Werterhalt: Hochwertige Materialwahl zur Schonung des instrumentellen Kapitals (Vermeidung von Lochfraß und Korrosion durch präzise Dosiertechnik).
Marktpositionierung: Der „Total Solution Provider“
Durch die Unterstützung der Mutterkonzerne Miele und Metall Zug besetzt SteelcoBelimed die Position des Weltmarktführers für Infektionskontrolle.
| Kategorie | Modell | Kapazität (Liter) | Zykluszeit | Fokus / Zielgruppe |
| VS L Small Range | VS 161626 L | 110 L | Prozessabhängig konfigurierbar* | Kleine Labore; Sterilisation von Glaswaren, Metallteilen und porösen Lasten. |
| VS L Medium Range | VS 263660 L | 920 L | Prozessabhängig konfigurierbar* | Mittlere Forschungseinrichtungen; hoher Durchsatz an hitzebeständigen Materialien. |
| VS L Bulk Range | VS 5186126 L | 9.070 L | Prozessabhängig konfigurierbar* | Vivarium-Einrichtungen; Großvolumige Lasten wie Tierkäfige, Futter und Abfall. |
| VS LD Series (Vertikal) | VS 13 LD | 125 L | Optimiert durch Mantelheizung | Platzkritische Labore; kompakte Bauweise bei hoher Reinigungseffizienz. |
| Biocontainment (BSL) | VS L Double Door | Variabel (110 – 9.070 L) | Zyklus mit Effluent-Dekontamination | BSL-3/BSL-4 Labore; Trennung von kontaminierten und sterilen Zonen. |
*Spezifische Zykluszeiten sind nicht statisch hinterlegt und können variieren.
Technische Benchmarks:
- Zyklusflexibilität*: Das System verfügt über Standardzyklen (Gravity, Liquid ) sowie Testzyklen (Leak Test, Bowie-Dick ). Spezifische Zykluszeiten sind nicht statisch hinterlegt, da sie primär von der Beladungsart und den gewählten Optionen wie der Jacket Cooling-Funktion zur Beschleunigung der Abkühlphase abhängen.
- Vakuumsystem: Zur effektiven Luftentfernung und Trocknung sind die Geräte standardmäßig mit einer Wasserring-Vakuumpumpe ausgestattet.
- Materialgüte: Die Kammer und die Innentüren bestehen aus massivem AISI 316L Edelstahl.
- Nachhaltigkeit (ECO-Optionen): Durch das ECO EVO PLUS System kann der Wasserverbrauch durch Rezirkulation und Wärmetausch mit dem Kühlwassersystem des Gebäudes um bis zu 90 % reduziert werden.
Lautenschläger
Für den Praxisinhaber ist die Aufbereitung von Medizinprodukten primär eine Frage der Forensik und der Patientensicherheit. F. & M. Lautenschläger agiert hier nicht nur als Gerätehersteller, sondern als zertifizierter Garant für rechtssichere Hygieneabläufe.
Kernphilosophie:
Die Philosophie des Unternehmens ist auf die Symbiose aus technischer Exzellenz und ethischer Verantwortung ausgerichtet. Diese stützt sich auf fünf strategische Pfeiler:
- Sicherheit & Kompetenz: Schutz vor Infektionen durch technisches Expertenwissen und ständige Schulung.
- Kontinuierliche Weiterentwicklung: Aktive Mitwirkung an der Evolution der Sterilisationstechnik, um dem Stand der Technik stets voraus zu sein.
- Fairness & Begeisterung: Partnerschaftliche Kooperation und hohe Eigenmotivation der Belegschaft als Basis für Produktintegrität.
Marktpositionierung:
Lautenschläger besetzt die Position des langjährigen Qualitätsführers im Bereich der Desinfektions- und Sterilisationslösungen. Die Marktstellung wird durch folgende Faktoren definiert:
- Historische Expertise: Über 135 Jahre Branchenerfahrung generieren ein Vertrauenskapital, das über reine Produktspezifikationen hinausgeht.
- Normative Überlegenheit: Die seit den 1990er Jahren etablierte Zertifizierung nach EN ISO 13485 und ISO 9001 sichert Praxisinhabern eine lückenlose Dokumentation und Konformität gegenüber Aufsichtsbehörden zu.
- Full-Service-Integrität: Verpflichtung der Geschäftsführung zu einem lückenlosen Qualitätsmanagement, das über den Verkauf hinaus die gesamte Lebensdauer der Anlagen begleitet.
| Kategorie | Modell | Kapazität (L / StE) | Zykluszeit | Fokus / Zielgruppe |
| Kompakt-Großsterilisator (vertikal) | ZentraCERT | 1 bis 2 StE (ca. 70 – 140 Liter) | Ca. 25–45 Min. (inkl. Trocknung, chargenabhängig) | Große Facharztpraxen, ambulante OP-Zentren (AOZ) und Belegkliniken. Ideal für die Aufstellung in Standardräumen (passt durch 90cm-Türen). |
| Großraum-Sterilisator (horizontal) | MagnoCERT | 4 bis 18 StE (Nutzraum bis zu ca. 1.300 Liter) | Durchsatzoptimierte Zyklen für den Mehrschichtbetrieb | Zentralkliniken und maximale Versorgungsstufen mit hohem Instrumentenaufkommen aus mehreren OP-Sälen. Fokus auf Logistik-Integration. |
Die Investition in die ZentraCERT– oder MagnoCERT-Technologie ist primär eine Entscheidung über den benötigten Durchsatz pro Arbeitsschicht und die vorhandene Flächenlast-Kapazität.
Technische Distinktion & Effizienz
- ZentraCERT-Vorteil: Durch das kompakte Design ist die ZentraCERT-Serie oft ohne bauliche Veränderungen (Türverbreiterungen) integrierbar. Sie bietet dennoch die volle Prozesssicherheit der DIN EN 285. Die Ressourcen-Rückgewinnung ist hier auf minimale Betriebskosten bei Einzelchargen getrimmt.
- MagnoCERT-Vorteil: Diese Serie ist auf die lückenlose Versorgung großer OP-Bereiche ausgelegt. Die Steuerung erlaubt eine tiefgreifende Einbindung in klinische IT-Systeme (HIS/ERP) und ist für die automatische Beladung durch Shuttlesysteme prädestiniert.
Welche Kriterien entscheiden über die Wahl des Herstellers?
Der Kauf eines Autoklaven ist eine strategische Entscheidung, die den Betrieb über mindestens ein Jahrzehnt beeinflusst. Die folgenden Faktoren sollten bei einem Vergleich priorisiert werden.
- Validierbarkeit und Normenkonformität
- In Deutschland ist die Aufbereitung von Medizinprodukten durch die MPBetreibV und die RKI-BfArM-Empfehlungen streng geregelt. Ein Hersteller muss garantieren, dass seine Geräte validierbar sind. Eine Erstvalidierung kostet typischerweise zwischen 500 und 1.700 Euro, wobei die Komplexität des Geräts und die Anzahl der Programme den Preis bestimmen. Hersteller, die digitale Protokolle im PDF- oder CSV-Format ausgeben, erleichtern die rechtssichere Dokumentation erheblich.
- Zykluszeiten und Durchsatz
- Die Rentabilität einer Praxis oder Klinik hängt oft vom Instrumentenumlauf ab. Kurze Zykluszeiten reduzieren den Bedarf an teuren Instrumentensets. Während Standard-B-Zyklen etwa 45 Minuten dauern, ermöglichen Technologien wie das Doppelmantel-System (MELAG) oder die Schnellkühlung (Systec) signifikante Zeitersparnisse.
- Betriebskosten: Energie und Wasser
- Die Dampfsterilisation ist ressourcenintensiv. Ein moderner Autoklav kann den Wasserverbrauch durch geschlossene Kühlkreisläufe um bis zu 99 % senken. Die physikalische Grundlage der Dampferzeugung erfordert eine spezifische Energie von etwa 539 kcal pro kg Wasser. Effiziente Systeme minimieren die Wärmeverluste durch hochwertige Isolierung (z.B. Hanno-Tect bei Systec) und nutzen die Abwärme zur Vorwärmung des Speisewassers. Am Beispiel eines Kliniksterilisators lässt sich das Einsparpotenzial verdeutlichen: Ein Wechsel von einer herkömmlichen Wasserringpumpe zu einem modernen System mit Wassersparpaket kann bei 783 Zyklen pro Jahr über 900 m³ Wasser einsparen.
- Servicenetz, Reparatur und technischer Support
- Ein Ausfall des Autoklaven führt in einer Praxis zum sofortigen Stillstand der invasiven Behandlungen. Daher ist die Nähe zu einem autorisierten Servicepartner das wichtigste Kriterium. Hersteller wie MELAG, W&H Dentalwerk Bürmoos und Miele verfügen über Hunderte von zertifizierten Partnern in Deutschland. Bei Labor-Herstellern wie Systec oder ZIRBUS Technology erfolgt der Service oft über spezialisierte Werksmonteure oder ausgewählte Partner im Laborfachhandel.
